Talfahrt der japanischen Exporte beschleunigt sich

Toyota
Automobilproduktion bei Toyota. (Foto: Toyota)

Tokio – In Japan werden die Folgen der Handelskonflikte und der weltweiten Konjunkturflaute immer dramatischer. Im Oktober gingen die Ausfuhren das elfte Mal in Folge zurück – das Minus von 9,2 Prozent fiel dabei deutlich höher aus als zuletzt und als Experten erwartet hatten. Es war zudem der grösste Rückgang seit drei Jahren.

Besonders schwach waren die Exporte nach China und USA, den beiden wichtigsten ausländischen Absatzmärkten japanischer Unternehmen. Hier habe das Minus bei 10,3 Prozent beziehungsweise 11,4 Prozent gelegen, teilte das japanische Finanzministerium am Mittwoch in Tokio mit.

Kampf an mehreren Fronten
Japans Wirtschaft hat gleich an mehreren Fronten des Handelskriegs zu kämpfen. So sind die beiden Hauptkontrahenten der derzeit tobenden Dispute, China und die USA, die zwei wichtigsten Handelspartner des Landes. Zudem verhandelt Japan selbst mit den Vereinigten Staaten über ein Handelsabkommen – im Fokus dabei sind mögliche Zölle auf japanische Autos, einem der wichtigsten Exportgüter des Landes.

Zudem streitet Japan mit Südkorea derzeit über die Bedingungen im Handel untereinander. Beide Länder hatten sich sich zuletzt gegenseitig von einer sogenannten weissen Liste bevorzugter Handelspartner gestrichen und damit die Aus- und Einfuhr von Waren aus den jeweiligen Ländern erschwert. (awp/mc/pg)

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