Telefonica sichert sich brasilianischen Festnetzanbieter GVT

César Alierta

Telefónica-Chef César Alierta.

Madrid – Die spanische Telefónica hat das Rennen um die brasilianische Breitbandfirma Global Village Telecom (GVT) gewonnen. Die Konzernmutter des deutschen O2-Netzbetreibers zahlt dem französischen Medienkonzern Vivendi dafür rund 4,66 Milliarden Euro in bar, wie Telefónica am Freitag mitteilte. Zusätzlich erhält Vivendi nach eigenen Angaben Aktien der brasilianischen Telefónica-Tochter und von Telecom Italia im Börsenwert von zusammen rund 3 Milliarden Euro.

Telefónica will den Kauf über eine Kapitalerhöhung stemmen. Die Aktionäre in Madrid freuten sich in einem freundlichen Umfeld dennoch über ein Kursplus von mehr als einem Prozent. Vivendi-Papiere legten knapp ein Prozent zu.

Telecom Italia hatte sich ebenfalls für GVT interessiert – Vivendi hatte sich aber bereits vor drei Wochen für exklusive Gespräche mit Telefónica entschieden. Telefónica und Telecom Italia kämpfen auf dem wachsenden brasilianischen Markt um die Vorherrschaft, ihre jeweiligen Töchter sind die Nummer eins und zwei im Mobilfunk. Mit dem Kauf wird Telefónica jetzt auch zu einem der grössten Anbieter im Breitbandgeschäft, der Marktanteil steigt auf rund 30 Prozent. Die Spanier versprechen sich durch den Zusammenschluss zudem Synergien in Höhe von mindestens 4,7 Milliarden Euro. (awp/mc/upd/ps)

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