Teures Kerosin: Air France-KLM dampft nach Gewinneinbruch Flugplan ein
Paris – Die Fluggesellschaft Air France-KLM kappt wegen der hohen Kerosinpreise ihre Wachstumspläne für das laufende Jahr. Das Flugangebot werde statt um bis zu vier Prozent nur um höchstens drei Prozent wachsen, teilte das französisch-niederländische Unternehmen am Donnerstag in Paris mit. Damit reagiert Konzernchef Ben Smith auch auf die verschärfte Konkurrenz von Billigfluggesellschaften. Im zweiten Quartal brach der Gewinn des Konzerns im Jahresvergleich um drei Viertel auf nur noch 153 Millionen Euro ein.
Zwar steigerte Air France-KLM den Umsatz im Jahresvergleich um rund zehn Prozent auf rund 9,3 Milliarden Euro. Doch die Treibstoffkosten schnellten um fast die Hälfte auf mehr als 2,4 Milliarden Euro nach oben. Im Gesamtjahr soll die Treibstoffrechnung jetzt nicht mehr ganz so stark steigen wie zunächst gedacht: Smith erwartet nun Kerosinkosten von 8,9 Milliarden US-Dollar. Ende April hatte er noch 9,3 Milliarden Dollar befürchtet.
Der Kurs der Aktie legte in den ersten Handelsminuten rund zwei Prozent zu. (awp/mc/ps)