Teva profitiert von hoher Generika-Nachfrage

Shlomo Yanai

Teva-CEO Shlomo Yanai.

Jerusalem – Der weltweit grösste Anbieter von Nachahmermedikamenten, Teva Pharmaceutical , hat das Jahr 2010 mit einem dicken Gewinnplus abgeschlossen. Im vierten Quartal stieg der um Sondereffekte bereinigte Gewinn nicht zuletzt wegen höherer Generika-Preise und der Übernahme von Ratiopharm um mehr als ein Drittel auf 1,1 Milliarden Dollar.

Dies teilte Teva am Dienstag mit. Analysten hatten dem Unternehmen aus Israel allerdings noch ein wenig mehr zugetraut. Das bereinigte Ergebnis je Aktie verfehlte mit 1,25 Dollar die Durchschnittsschätzungen der Experten. Der Umsatz, der im Quartal um 16 Prozent auf 4,4 Milliarden Dollar kletterte, lag ebenfalls leicht unter den Erwartungen. Teva-Chef Shlomo Yanai zeigte sich dennoch zufrieden mit dem Abschneiden seines Unternehmens. 2010 habe Teva Rekordzahlen vorgelegt und in Europa die Marktführerschaft erlangt. Auch 2011 werde das Unternehmen profitabel wachsen. Man sei auf dem Weg, die langfristig gesteckten Ziele zu erreichen, sagte er.

Copaxone umsatzstärkstes Teva-Medikament
Mehr als die Hälfte seines Geschäfts macht Teva in Nordamerika. Europa trägt inzwischen fast ein Drittel zum Gesamtumsatz bei. Teva hatte im März vergangenen Jahres die deutsche Generika-Perle Ratiopharm aus dem zusammengebrochenen Merckle-Imperium gekauft und war dadurch zur europaweiten Nummer eins aufgestiegen. Umsatzstärkstes Medikament von Teva ist das Multiple-Sklerose-Mittel Copaxone. Mit dem Präparat setzte das Unternehmen im vierten Quartal 938 Millionen Dollar um und damit 26 Prozent mehr als im Vorjahr. (awp/mc/ps)

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