Uli Hoeness wird wegen Steuerhinterziehung angeklagt

Uli Hoeness
Uli Hoeness

München – Die Staatsanwaltschaft München hat offiziell Anlage wegen Steuerhinterziehung gegen Uli Hoeness, den Aufsichtsratsvorsitzenden des FC Bayern München, erhoben.

Hoeness werde Steuerhinterziehung zur Last gelegt, teilte das Oberlandesgericht München mit. Als nächstes muss das Landgericht über die Zulassung entscheiden. Hoeness und seine Verteidiger haben nun einen Monat Zeit, Stellung zu nehmen. Deshalb und wegen des Umfangs der Ermittlungsakten rechnet das Gericht nicht vor Ende September mit einer Entscheidung über die Eröffnung eines Hauptverfahrens.

Zweifache Selbstanzeige
Der Bayern-Aufsichtsratsvorsitzende hatte Anfang des Jahres beim Finanzamt Selbstanzeige wegen eines nicht ordnungsgemäss deklarierten Kontos in der Schweiz erstattet. Diese soll aber nicht vollständig gewesen sein. Daraufhin reichte Hoeness eine zweite Selbstanzeige ein, zu diesem Zeitpunkt ermittelte die Staatsanwaltschaft aber bereits.

Im März hatte die Staatsanwaltschaft das Privathaus sowie Büroräume von Hoeness untersucht und Haftbefehl erlassen. Dieser wurde gegen Zahlung einer Kaution in Millionenhöhe ausser Kraft gesetzt.

Hoeness darf auf mildes Urteil hoffen
Sollte es zum Prozess kommen, kann Hoeness nach Informationen des Magazins DER SPIEGEL auf ein mildes Urteil hoffen. Den Informationen zufolge scheint die Staatsanwaltschaft eine Verurteilung zu zwei Jahren Haft auf Bewährung beantragen zu wollen. Zudem solle der Aufsichtsratsvorsitzende der FC Bayern München AG eine Geldstrafe von 720 Tagessätzen zahlen, was einer weiteren Freiheitsstrafe von zwei Jahren entspricht. (mc/pg)

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