United Technologies Q3: Gewinn gut 6% im Plus auf 1,5 Mrd Dollar

Louis Chênevert

Louis Chênevert, CEO United Technologies Corp (UTC)

Hartford  – Mit einem höheren Quartalsgewinns im Rücken hat der US-amerikanische Mischkonzern United Technologies seine Gewinnziele für dieses Jahr bestätigt. Die Erwartungen für den Jahresumsatz korrigierte das Unternehmen dagegen leicht auf 58 Milliarden US-Dollar (44,5 Milliarden Euro) nach unten, wie United Technologies am Dienstag mitteilte.

Bislang hatte der United Technologies- Konzern bis zu 59 Milliarden Dollar erwartet. Unter dem Strich stieg der Gewinn im dritten Quartal verglichen mit dem Vorjahr um gut sechs Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar. Der Umsatz legte um gut fünf Prozent auf 15 Milliarden US-Dollar zu, blieb aber leicht unter den Erwartungen der Analysten.

Zukäufe im Luftfahrtsektor als Rettung
Seine Zukäufe im Luftfahrtsektor haben dem US-amerikanischen Mischkonzern United Technologies den Umsatz im dritten Quartal gerettet. Durch die milliardenschwere Übernahme des Luftfahrtzulieferer Goodrich und weitere Anteile an einem Triebwerkskonsortium konnten die beiden Sparten ihren Umsatz kräftig steigern und das schwächelnde übrige Geschäft ausgleichen. Insgesamt stieg der Umsatz so um knapp sechs Prozent auf etwa 15 Milliarden US-Dollar (11,5 Milliarden Euro), wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Alleine die Zukäufe sorgten für elf Prozent Wachstum. Die Umsatzerwartungen für das laufende Jahr schraubte der Konzern indes leicht nach unten.

Im Einzelnen legte im dritten Quartal die Triebwerkssparte Pratt & Whitney, in die Goodrich eingegliedert wurde, um mehr als 15 Prozent zu. Die Sparte UTC Aerospace Systems, die die weiteren Anteile des Konsortiums International Aero Engines (IAE) übernahm, konnte ihren Umsatz sogar mehr als verdoppeln. Die zusätzlichen Anteile an dem Konsortium hatte United Technologies von Rolls-Royce übernommen.Die Integration von IAE und Goodrich sei gut angelaufen, sagte Konzernchef Louis Chenevert. Die Eingliederung des Luftfahrtzulieferers werde zudem weniger kosten als erwartet. Chenevert geht pro eigener Aktie nur noch von 10 statt 20 US-Cent Belastung aus. Auf den Quartalsgewinn von unter dem Strich 1,4 Milliarden Dollar habe die Goodrich-Übernahme keinen Einfluss gehabt. Der Gewinn pro Aktie lag mit 1,37 US-Dollar deutlich über den Prognosen der Analysten. Beim Umsatz hatten sie allerdings leicht bessere Zahlen erwartet.

Aussichetn für Jahresgewinn bestätigt
Die Aussichten für den Jahresgewinn bestätigte das Unternehmen. Beim Umsatz sind die US-Amerikaner etwas pessimistischer geworden und erwarten nun noch 58 Milliarden US-Dollar, nachdem der Konzern zuvor noch bis zu 59 Milliarden Dollar für möglich gehalten hatte. Grund sei die insgesamt zu geringe Erholung des Nachrüstungsgeschäfts in der Luftfahrt und die anhaltende Unsicherheit der Weltwirtschaft. Die Umstrukturierung des Portfolios sei mittlerweile aber abgeschlossen. Jetzt konzentriere sich das Unternehmen auf die Integration der Zukäufe./(awp/mc/cs)

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