USA mit deutlichem Stellenplus im Juni

USA

Washington – Der US-Arbeitsmarkt nimmt Fahrt auf. Im Juni sind in der weltgrössten Volkswirtschaft deutlich mehr Jobs entstanden als erwartet. Die Arbeitslosenquote sank überraschend auf den tiefsten Stand seit September 2008, wie aus Daten des Arbeitsministeriums vom Donnerstag hervorgeht.

Die Arbeitslosenquote fiel von 6,3 Prozent im Vormonat auf 6,1 Prozent. Ökonomen hatten einen unveränderten Wert erwartet. Die US-Wirtschaft hat im Juni ausserhalb der Landwirtschaft 288’000 neue Stellen aufgebaut. Finanzprofis hatten im Schnitt nur 215’000 zusätzliche Jobs prognostiziert. Zudem wurden die Anstiege in den beiden Vormonaten um insgesamt 29’000 Stellen nach oben revidiert.

Schnellere Anhebung der Leitzinsen?
«Die Stärke des Arbeitsmarkts ist einer der Hauptgründe, warum die Fed versucht sein dürfte, die Leitzinsen schneller anzuheben als die meisten erwarten», kommentierte Experte Paul Ashworth vom Analystenhaus Capital Economics. An den Märkten wird bislang frühestens im ersten Halbjahr 2015 mit einer Zinsanhebung gerechnet.

Die Fortschritte beim Jobaufbau dürften die Fed darin bestärken, ihre konjunkturbelebenden Stützungskäufe am Anleihemarkt weiter zu drosseln. Der US-Dollar erhielt durch die Arbeitsmarktdaten Auftrieb, im Gegenzug fiel der Euro um etwa einen halben Cent. US-Staatsanleihen gerieten unter Druck. Am Aktienmarkt ging es deutlich nach oben. Der Dow Jones stieg erstmals in seiner Geschichte über die Marke von 17’000 Punkten.

Stundenlöhne legen leicht zu
Die durchschnittlichen Stundenlöhne in den USA haben im Juni wie von Volkswirten erwartet um 0,2 Prozent zum Vormonat zugelegt. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit hielt sich im Juni konstant bei 34,5 Stunden. (awp/mc/pg)

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