US-Erzeugerpreise sinken etwas stärker als erwartet

Konjunktur USA

Washington – In den USA sind die Erzeugerpreise im April etwas stärker als erwartet gesunken. Im Monatsvergleich verringerten sie sich um 0,7 Prozent, wie das US-Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Volkswirte hatten einen Rückgang wie im Vormonat um 0,6 Prozent erwartet.

Im Jahresvergleich stieg das Preisniveau im April um 0,6 Prozent. Im Vormonat hatte der Anstieg bei 1,1 Prozent gelegen. Ohne Berücksichtigung von schwankungsanfälligen Komponenten wie Lebensmitteln und Energie (Kernindex) erhöhten sich die Erzeugerpreise wie erwartet um 0,1 Prozent zum Vormonat. Die Jahresrate verharrte wie prognostiziert bei 1,7 Prozent./jkr/bgf

US-Empire-State-Index dreht in den negativen Bereich
Der Frühindikator für das Verarbeitende Gewerbe im US-Bundesstaat New York hat im Mai überraschend in den negativen Bereich gedreht. Der Empire-State-Index sei von plus 3,05 Punkten im Vormonat auf minus 1,43 Punkte gefallen, teilte die regionale Vertretung der US-Notenbank am Mittwoch in New York mit. Dies ist der niedrigste Stand seit Januar.

Volkswirte hatten hingegen einen Anstieg auf 4,0 Punkte erwartet. Der Indikator signalisiert jetzt einen Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität. Sinkende Aufträge und stagnierende Umsätze waren für den Rückgang verantwortlich.

Der Empire-State-Index misst die Geschäftstätigkeit des produzierenden Gewerbes im Staat New York. Ein Indexstand über Null deutet einen Zuwachs der Aktivität an.

Industrieproduktion sinkt im April stärker als erwartet
Die US-Industrieproduktion ist im April stärker als erwartet gesunken. Im Monatsvergleich sei die Produktion um 0,5 Prozent zurückgefallen, berichtete die US-Notenbank. Es war der stärkste Rückgang seit acht Monaten. Volkswirte hatten nur ein Minus von 0,2 Prozent erwartet. Im Vormonat hatte es noch einen Zuwachs von revidiert 0,3 Prozent (zuvor 0,4 Prozent) gegeben. Die Kapazitätsauslastung der US-Industrie ging ebenfalls stärker zurück als erwartet. Sie fiel von revidiert 78,3 (zunächst 78,5) Prozent im Vormonat auf 77,8 Prozent im April. Erwartet wurden 78,3 Prozent.

USA locken deutlich weniger Kapital ins Land
Die USA haben im März spürbar weniger Kapital als in den vorangegangene Monaten anlocken können. Per Saldo flossen der weltgrössten Volkswirtschaft nur noch 2,1 Milliarden US-Dollar zu. Das ist niedrigste Betrag seit einem halben Jahr. Die besonders stark beachteten langfristigen Kapitalbewegungen waren unterdessen den zweiten Monat in Folge rückläufig. Sie sanken mit 13,5 Milliarden Dollar in etwa so stark wie im Februar. Die USA benötigen einen hohen Zufluss an Kapital, um ihr Defizit in der Leistungsbilanz zu finanzieren.

NAHB-Wohnungsmarktindex hellt sich im Mai stärker als erwartet auf
Unterdessen hat sich die Lage am US-Häusermarkt im Mai nach Rückschlägen in den Vormonaten wieder aufgehellt. Der NAHB-Hausmarktindex stieg im Mai zum Vormonat um drei Punkte auf 44 Punkte, wie die National Association of Home Builders mitteilte. Analysten hatten lediglich einen Anstieg auf 43 Punkte erwartet. In den drei vorherigen Monaten war der Indikator gefallen. Der Aprilwert wurde von zunächst 42 Punkte auf 41 Punkte nach unten revidiert.

Der NAHB-Index ist ein Stimmungsbarometer der nationalen Organisation der Wohnungsbauunternehmen. In einer monatlichen Umfrage werden die aktuelle Lage und die Erwartungen der Branche abgefragt. Ein Wert unter 50 Punkten signalisiert, dass die Mehrheit der Häuserbauer die Bedingungen negativ beurteilt. (awp/mc/pg)

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