US-Wirtschaft nimmt nach hartem Winter Fahrt auf

US-Wirtschaft nimmt nach hartem Winter Fahrt auf
Ford-Werke in Wayne, Michigan.

Autoproduktion im Ford-Werk Wayne, Michigan.

Washington – Die US-Wirtschaft hat nach dem ungewöhnlich harten Winter wieder verstärkt Fahrt aufgenommen. Im März legte die Industrieproduktion überraschend kräftig zu. Die Unternehmen hätten ihre Produktion im Vergleich zum Vormonat um 0,7 Prozent gesteigert, teilte die US-Notenbank Fed am Mittwoch mit. Volkswirte hatten lediglich mit einem Plus von 0,5 Prozent gerechnet.

Im Februar war die Produktion laut Fed sogar um revidierte 1,2 Prozent (zunächst 0,6 Prozent) gestiegen. Volkswirte sprachen von einer kräftigen Erholung der US-Produktion, nachdem zum Jahresauftakt ein ungewöhnlich harter Winter für einen Rückschlag bei der Fertigung gesorgt hatte.

Einen deutlichen Schritt nach vorne gab es auch bei der Kapazitätsauslastung der Unternehmen. Hier meldete die Notenbank für März eine unerwartet hohe Auslastung von 79,2 Prozent nach 78,8 Prozent im Februar. Volkswirte hatten lediglich mit 78,7 Prozent gerechnet.

Experte: Produktionszahlen überzeugen
„Die Produktionszahlen überzeugen auf ganzer Linie und untermauern das Szenario einer wirtschaftlichen Belebung“, kommentierte Experte Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Gemeinsam mit der überraschend hohen März-Inflation von 1,5 Prozent in den USA ergebe sich „ein Bild, wonach die Erwartungen von Zinserhöhungen eher wieder vorgezogen werden könnten“.

Zu den Baugenehmigungen und der Zahl der Baubeginne in den USA gab Experte Johannes Jander von der Helaba ebenfalls eine positive Einschätzung ab. Die Zahlen hätten die Markterwartungen zwar nicht ganz erfüllen können, schrieb Jander in einer Analyse. Allerdings hätten die Daten gezeigt, dass sich die Erholung des Immobiliensektors nach der wetterbedingten Verschnaufpause fortsetze.

Dollar legt nach Zahlen zu
Die Zahl der Baubeginne stieg im März laut US-Handelsministerium im Vergleich zum Vormonat um 2,8 Prozent, daraus ergibt sich auf das Jahr hochgerechnet die Zahl von 946 000. Volkswirte hatten allerdings mit einem Anstieg auf 970 000 gerechnet. Im Vormonat lagen die Baubeginne bei revidiert 920 000 (zunächst 907 000). Schwächer entwickelte sich die Lage bei den Baugenehmigungen. Sie fielen im März um 2,4 Prozent auf 990 000.

Am Devisenmarkt reagierte der US-Dollar mit Kursgewinnen auf die Konjunkturdaten. Am Nachmittag rutschte der Kurs des Euro auf 1,3818 Dollar, nachdem er zuvor bei 1,3840 Dollar gestanden hatte. Am Frankfurter Aktienmarkt stieg der Deutsche Aktienindex Dax auf ein Tageshoch bei 9298,23 Punkten. (awp/mc/ps)

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