USA: Auftragseingang langlebiger Güter mit Rekordanstieg

Konjunktur USA

Washington – In den USA sind die Aufträge für langlebige Güter wegen der starken Nachfrage nach Flugzeugen im Juli so stark wie noch nie gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat seien die Bestellungen um 22,6 Prozent geklettert, teilte das US-Handelsministerium am Dienstag in Washington mit. Bankvolkswirte hatten im Schnitt mit einem Zuwachs um 8,0 Prozent gerechnet. Im Vormonat waren die Aufträge um 2,7 Prozent gestiegen.

Verantwortlich für den sehr starken Juli-Anstieg ist ein Boom bei den Flugzeugbestellungen. Boeing hatte zuletzt über einen Auftragsrekord berichtet. Ohne die stark schwankenden Aufträge für Transportgüter fielen die Bestellungen hingegen überraschend. In dieser Abgrenzung gingen die Aufträge um 0,8 Prozent zum Vormonat zurück. Volkswirte hatten hier einen Anstieg um 0,5 Prozent erwartet.

Verbrauchervertrauen steigt auf den höchsten Stand seit Oktober 2007
Die Stimmung der Verbraucher in den USA ist so gut wie seit Oktober 2007 nicht mehr. Der Index für das Verbrauchervertrauen sei im August auf 92,4 Punkte gestiegen, nach revidiert 90,3 Punkten im Vormonat, teilte das private Forschungsinstitut Conference Board mit. Volkswirte hatten lediglich mit 89,0 Punkte gerechnet. Ursprünglich hatte das Forschungsinstitut für Juli einen Wert von 90,9 Punkten gemeldet.

Case-Shiller: Hauspreisanstieg schwächt sich weiter ab
Vom amerikanischen Häusermarkt kommen derweil nach wie vor durchwachsene Signale: Im Juni gingen die Preise für Immobilien erneut zurück. Dies geht aus am Dienstag veröffentlichten Zahlen hervor. Der S&P/Case-Shiller-Index sank um 0,20 Prozent. Analysten hatten hingegen mit einem unveränderten Wert gerechnet. Im Mai waren die Häuserpreise in den zwanzig grössten Ballungsgebieten im Monatsvergleich erstmals seit Anfang 2012 gefallen, um 0,26 Prozent. Im Jahresvergleich bremste sich der Preisanstieg im Juni weiter ab und lag nur noch bei 8,10 Prozent nach 9,37 Prozent im Vormonat.

FHFA-Hauspreisindex steigt im Juni stärker als erwartet
Gemessen am FHFA-Hauspreisindex haben die Hauspreise im Juni jedoch stärker als erwartet zugelegt. Zum Vormonat sei der Indikator um 0,4 Prozent gestiegen, teilte die Federal Housing Finance Agency (FHFA) am Dienstag in New York mit. Volkswirte hatten lediglich mit einem Anstieg um 0,3 Prozent gerechnet. Im Vormonat war der Indikator noch um abwärtsrevidiert 0,2 Prozent (zunächst +0,4%) gestiegen. Die FHFA ist die Aufsichtsbehörde der in der Finanzkrise verstaatlichten Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac. Bei der Index-Berechnung werden die Verkaufspreise von Häusern verwendet, deren Hypotheken von den Agenturen gekauft oder garantiert worden sind. (awp/mc/cs/pg)

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