USA: Einzelhandelsumsätze legen deutlich zu

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(Bild: Les Cunliffe - Fotolia.com)

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Washington – In den USA haben die Einzelhandelsumsätze im April überraschend stark zugelegt. Zum Vormonat seien die Erlöse um 1,3 Prozent gestiegen, teilte das Handelsministerium am Freitag in Washington mit. Bankvolkswirte hatten mit einem schwächeren Anstieg um 0,8 Prozent gerechnet. Im Vormonat waren die Umsätze um 0,3 Prozent zurückgegangen.

Ohne die schwankungsanfälligen Autoverkäufe legten die Erlöse im April um 0,8 Prozent zu. Auch hier war ein schwächerer Anstieg (0,5) erwartet worden. Ausserdem hatten in dieser Abgrenzung die Umsätze im Vormonat nach revidierten Daten um 0,4 Prozent zugelegt. In einer ersten Schätzung war nur ein Zuwachs um 0,2 Prozent festgestellt worden.

US-Michigan-Konsumklima steigt überraschend deutlich
Auch im Mai ist die Stimmung der US-Verbraucher positiv. Wie die Universität von Michigan am Freitag nach endgültigen Zahlen mitteilte, stieg der entsprechende Indikator von 89,0 Punkten im Vormonat auf 95,8 Punkte. Dies ist der höchste Stand seit Juni 2015. Volkswirte hatten lediglich mit einem Anstieg auf 89,5 Punkte gerechnet. Zuvor war der Indikator vier mal in Folge gefallen. Die Daten signalisieren ein robustes Konsumklima.

Der Index der Universität Michigan gilt als Indikator für das Kaufverhalten der US-Verbraucher. Er basiert auf einer telefonischen Umfrage unter rund 500 Haushalten. Abgefragt werden die finanzielle und wirtschaftliche Lagebeurteilung sowie die entsprechenden Erwartungen.

Erzeugerpreise stagnieren
Derweil haben die Erzeugerpreise im April stagniert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat blieben die Produzentenpreise unverändert. Volkswirte hatten dagegen einen Anstieg um 0,2 Prozent erwartet. Im Vormonat war das Preisniveau leicht um 0,1 Prozent gefallen. Im Monatsvergleich stiegen die Erzeugerpreise im April um 0,2 Prozent. Volkswirte hatten mit einem Zuwachs um 0,3 Prozent gerechnet. Im März waren die Produzentenpreise um 0,1 Prozent gefallen.

Der Kernindex, der die Sektoren Lebensmittel und Energie ausklammert und damit weniger schwankungsanfällig ist, stieg im April zum Vorjahresmonat um 0,9 Prozent. Im Monatsvergleich stieg er um 0,1 Prozent. (awp/mc/pg)

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