USA: Empire-State-Index schiesst in die Höhe

Konjunktur USA

New York – Die Stimmung der Industrie im US-Bundesstaat New York ist im Mai überraschend kräftig gestiegen. Der Empire-State-Index schoss von 1,29 Punkten im Vormonat auf 19,01 Zähler in die Höhe, wie die regionale Vertretung der US-Notenbank am Donnerstag in New York mitteilte. Das ist der höchste Stand seit Mitte 2010.

Ökonomen hatten nur mit einem Anstieg auf 6,00 Zähler gerechnet. Der Index misst die Geschäftstätigkeit des produzierenden Gewerbes im Staat New York. Ein Indexstand über Null deutet einen Anstieg der Aktivität an.

Inflationsrate steigt auf höchsten Stand seit zehn Monaten
In den USA hat sich die Teuerungsrate im April wie erwartet erhöht. Die Inflationsrate zog von 1,5 Prozent im Vormonat auf 2,0 Prozent an, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Analysten hatten dies erwartet. Das ist die höchste Rate seit Juli 2013. Im Monatsvergleich stiegen die Verbraucherpreise im April wie erwartet um 0,3 Prozent.

Ohne schwankungsanfällige Komponenten wie Energie und Lebensmittel erhöhte sich das Preisniveau um 1,8 Prozent zum Vorjahr und um 0,2 Prozent zum Vormonat. Damit nähert sich die Teuerungsrate wieder dem Inflationsziel der US-Notenbank von zwei Prozent an. Beide Werte lagen zudem leicht über den Erwartungen.

Industrieproduktion fällt deutlich
Die Produktion amerikanischer Industrieunternehmen ist im April deutlich gefallen. Im Vergleich zum März lag sie 0,6 Prozent niedriger, wie aus Zahlen der US-Notenbank vom Donnerstag hervorgeht. Es war der stärkste Rückgang seit Mitte 2012. Bankvolkswirte hatten eine Stagnation erwartet. Der Anstieg vom März wurde allerdings um 0,2 Punkte auf 0,9 Prozent angehoben.

Die Kapazitätsauslastung der Unternehmen fiel ebenfalls spürbar. Sie lag im April bei 78,6 Prozent, nach 79,3 Prozent im Vormonat. Volkswirte hatten mit 79,1 Prozent gerechnet.

Philly-Fed-Index fällt weniger als erwartet
In den USA hat sich das Geschäftsklima in der Region Philadelphia im Mai weniger als erwartet eingetrübt. Der entsprechende Index der regionalen Notenbank von Philadelphia (Philly-Fed-Index) fiel von 16,6 Punkten im Vormonat auf 15,4 Zähler, wie die Notenbank am Donnerstag mitteilte. Volkswirte hatten mit einem Rückgang auf 14,0 Punkte gerechnet. Der Philly-Fed-Index misst die wirtschaftliche Aktivität in der Region Philadelphia. Ein Wert über null Punkten deutet auf eine Expansion der Wirtschaftsaktivität hin, ein Wert unter null signalisiert einen Rückgang.

NAHB-Wohnungsmarktindex fällt weiter zurück
Konjunkturzahlen vom amerikanischen Immobilienmarkt fallen nach wie vor durchwachsen aus. Im Mai gab der NAHB-Hausmarktindex weiter nach. Wie die National Association of Home Builders am Donnerstag mitteilte, fiel der Indikator von revidiert 46 (zunächst 47) Punkten im Vormonat auf 45 Zähler. Das ist der tiefste Stand seit einem Jahr. Bankvolkswirte hatten dagegen mit einem Anstieg auf 49 Punkte gerechnet.

Der NAHB-Index ist ein Stimmungsbarometer der nationalen Organisation der Wohnungsbauunternehmen. In einer monatlichen Umfrage werden die aktuelle Lage und die Erwartungen der Branche abgefragt. Werte über 50 Punkten signalisieren, dass die Mehrheit der Häuserbauer die Bedingungen positiv beurteilt. (awp/mc/ps)

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