Zeichen am US-Immobilienmarkt stehen weiter auf Erholung

House for sale

New York – Die Zeichen am amerikanischen Immobilienmarkt stehen weiter auf Erholung: Im Dezember stiegen die Häuserpreise so stark wie seit knapp sechseinhalb Jahren nicht mehr. In den zwanzig grössten Ballungsgebieten zog das Preisniveau im Jahresvergleich um 6,8 Prozent an, wie das private Institut S&P/Case-Shiller New York mitteilte. Es war der stärkste Anstieg seit Juli 2006. Bankvolkswirte hatten einen etwas geringeren Zuwachs erwartet. Im Monatsvergleich legten die Hauspreise um 0,9 Prozent zu, nach 0,7 Prozent im November.

Bestätigt werden die Zahlen durch den FHFA-Hauspreisindex. Demnach haben die Preise für Einfamilienhäuser im Dezember um 0,6 Prozent zugelegt. Im Vormonat war der Index nach revidierten Zahlen um 0,4 Prozent geklettert. In der Erstschätzung war noch ein Anstieg von 0,6 Prozent ermittelt worden. Die FHFA ist die Aufsichtsbehörde der Hypothekenfinanzierer Freddie Mac und Fannie Mae. Bei der Index-Berechnung werden die Verkaufspreise von Häusern verwendet, deren Hypotheken von Freddie Mac und Fannie Mae gekauft oder garantiert wurden.

Neubauverkäufe steigen überraschend stark
Auch die Verkäufe neuer Häuser sind im Januar viel stärker gestiegen als erwartet. Im Vergleich zum Vormonat sei die Zahl um 15,6 Prozent auf 437.000 Häuser geklettert, teilte das US-Handelsministerium mit. Volkswirte hatten nur mit einem Anstieg um 3,0 Prozent auf 380.000 Häuser gerechnet. Ausserdem waren die Hausverkäufe im Vormonat deutlich schwächer gesunken als zunächst ermittelt. Im Dezember waren die Verkäufe laut Ministerium um revidierte 3,8 Prozent (ursprünglich: 7,3 Prozent) gefallen

Der amerikanische Immobilienmarkt war Ausgangspunkt der schweren Finanzkrise 2008, die ihren Höhepunkt in der Pleite der Investmentbank Lehman Brothers fand. Bis zum Platzen der Immobilienblase ab dem Jahr 2006 waren die Hauspreise jahrelang massiv gestiegen, danach brachen sie ein. Seit etwa Anfang 2012 hat sich die Lage verbessert.

Verbrauchervertrauen Conference Board hellt sich überraschend stark auf
Ausserdem hat sich im Februar die Stimmung der Konsumenten stärker als erwartet aufgehellt. Das Verbrauchervertrauen stieg um 11,2 Punkte auf 69,6 Zähler, wie das private Forschungsinstitut Conference Board mitteilte. Volkswirte hatten einen Anstieg auf nur 62,0 Punkte erwartet. Im Vormonat war der Indikator noch auf revidiert 58,4 Punkte (zuvor 58,6 Punkte) zurückgefallen und hatte damit den tiefsten Stand seit November 2011 erreicht. (awp/mc/pg)

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