USA: ISM-Serviceindex fällt überraschend

Konjunktur USA

Washington – Die Stimmung im US-Dienstleistungssektor hat sich im Dezember überraschend eingetrübt. Der Einkaufsmanagerindex fiel von 53,9 Zählern im Vormonat auf 53,0 Punkte, wie das Institute for Supply Management (ISM) am Montag in Washington mitteilte. Bankvolkswirte hatten hingegen mit einem Anstieg auf 54,7 Punkte gerechnet.

Bei den Unterindikatoren konnte allerdings die vielbeachtete Beschäftigungskomponente ein Plus verbuchen. Einen starken Rückgang gab es vor allem beim Auftragsindex. Der US-Dollar geriet nach den Zahlen unter Druck, der Euro erreichte im Gegenzug ein Tageshoch bei 1,3635 Dollar.

Frühindikator
Der ISM-Index gilt als zuverlässiger Frühindikator für die wirtschaftliche Aktivität in den USA. Indexstände von über 50 Punkten signalisieren eine wirtschaftliche Belebung, während Werte darunter auf einen Rückgang hinweisen.

Der Einkaufsmanagerindex für die US-Industrie hatte sich im Dezember ebenfalls eingetrübt, allerdings weniger als erwartet. Der Frühindikator fiel zum Vormonat um 0,3 Punkte auf 57,0 Zähler, wie das Institute for Supply Management (ISM) am vergangenen Donnerstag mitgeteilt hatte. Bankvolkswirte hatten mit einem Rückgang auf 56,8 Punkte gerechnet.

Industrieaufträge steigen stärker als erwartet
Die US-Industrieaufträge sind im November etwas stärker als erwartet gestiegen. Die Unternehmen erhielten 1,8 Prozent mehr Aufträge als im Vormonat, wie das Handelsministerium am Montag mitteilte. Bankvolkswirte hatten nur mit einem Zuwachs um 1,7 Prozent gerechnet.

Im Oktober waren die Aufträge laut Ministerium noch um revidierte 0,5 Prozent (zunächst 0,9 Prozent) gesunken. Ohne die schwankungsanfälligen Transportaufträge stiegen die Ordereingänge im November nur um 0,6 Prozent. (awp/mc/ps)

 

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