USA: Privatbeschäftigung steigt schwächer als erwartet

Konjunktur USA

Washington – In der Privatwirtschaft der USA ist die Beschäftigung im Juni schwächer gestiegen als erwartet. Es seien 158’000 Stellen hinzu gekommen, teilte der Arbeitsmarktdienstleister ADP am Donnerstag in Washington mit. Analysten hatten mit 188’000 neuen Jobs gerechnet. Zudem wurde der Zuwachs im Vormonat um 23’000 Stellen auf 230’000 Arbeitsplätze nach unten korrigiert.

Derweil ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend gestiegen. Sie sei um 4000 auf 248’000 Anträge geklettert, berichtet das Arbeitsministerium. Analysten hatten im Schnitt mit 243’000 Anträgen gerechnet. Im aussagekräftigeren Vierwochenschnitt stieg die Zahl der Erstanträge um 750 auf 243’000. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gelten unter Ökonomen als guter Indikator für die kurzfristige Entwicklung am Arbeitsmarkt.

Stimmung der Dienstleister überraschend aufgehellt
Die Stimmung im Dienstleistungssektor der USA hat sich im Juni überraschend verbessert. Der Einkaufsmanagerindex des Institute for Supply Management (ISM) stieg von 56,9 Punkten im Mai auf 57,4 Zähler, wie das Institut am Donnerstag mitteilte. Volkswirte hatten stattdessen mit einem Rückgang auf 56,5 Punkte gerechnet. Der ISM-Index gilt als zuverlässiger Frühindikator für die wirtschaftliche Aktivität in den USA. Indexstände von über 50 Punkten signalisieren eine wirtschaftliche Belebung, während Werte darunter auf einen Rückgang hinweisen. (awp/mc/pg)

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