USA: Überraschend wenig Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe

Konjunktur USA

Washington – In den USA sind die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend weiter gefallen. Im Vergleich zur Vorwoche sanken sie um 19’000 auf 284’000, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Dies ist der niedrigste Wert seit Anfang 2006.

Ökonomen hatten mit 307’000 Anträgen gerechnet. Im aussagekräftigeren Vierwochenschnitt fielen die Anträge um 7250 auf 302’000.

Markit-Einkaufsmanagerindex fällt überraschend zurück
Die Stimmung in der amerikanischen Industrie hat sich im Juli überraschend eingetrübt. Der vom Forschungsinstitut Markit erhobene Einkaufsmanagerindex fiel um 1,0 Punkte auf 56,3 Zähler, wie das Institut mitteilte. Bankvolkswirte hatten dagegen mit einem leichten Anstieg auf 57,5 Punkten gerechnet. Trotz des Rückgangs liegt der Indikator auf hohem Niveau, was für eine anhaltend robuste Industrieproduktion spricht.

US-Neubauverkäufe stark gefallen
Die Verkäufe neuer Häuser sind im Juni deutlich stärker gesunken als erwartet. Im Vergleich zum Vormonat seien sie um 8,1 Prozent auf annualisiert 406 000 Häuser gefallen, teilte das US-Handelsministerium am Donnerstag in Washington mit. Volkswirte hatten mit einem Rückgang um 5,8 Prozent auf 475 000 gerechnet. Zudem wurde der Vormonatswert von 504 000 auf 442 000 nach unten korrigiert. So stark waren die Daten noch nie nach unten revidiert worden. Restriktivere Kreditregeln, ein beschränktes Landangebot und höhere Hypothekenzinsen verhindern laut Experten eine nachhaltige Erholung am Häusermarakt. (awp/mc/pg)

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