Vodafone vor Unitymedia-Coup wieder in schwarzen Zahlen

Vittorio Colao
Vittorio Colao, abtretender Vodafone-CEO.

London – Der britische Telekommunikationskonzern Vodafone hat vor der geplanten Übernahme des deutschen Kabelkonkurrenten Unitymedia wieder schwarze Zahlen geschrieben. Nach zwei Jahren mit hohen Milliardenverlusten in Folge verdiente Vodafone im abgelaufenen Geschäftsjahr (Ende März) unter dem Strich 2,79 Milliarden Euro, wie der Konzern am Dienstag in London mitteilte. Konzernchef Vittorio Colao räumt nach der richtungweisenden Vereinbarung zum Kauf grosser Teile des Kabelriesen Liberty Global in Europa das Feld, sein Nachfolger wird ab Oktober der bisherige Finanzchef Nick Read. Colao hatte seit Jahren am 18,4 Milliarden Euro schweren Deal gefeilt.

Der Umsatz des Konzerns sank im vergangenen Jahr um 2,2 Prozent auf 46,6 Milliarden Euro. Das lag vor allem an der Ausgliederung des niederländischen Geschäfts sowie unvorteilhaften Wechselkursen. Vodafone berichtet seit einiger Zeit in Euro, weil das Unternehmen auch jetzt schon den Grossteil der Geschäfte auf dem Kontinent macht – vor allem in Deutschland, dem wichtigsten Einzelmarkt. In Deutschland wuchsen die Erlöse um 2,6 Prozent, weil das Unternehmen im Kabel einen guten Lauf hat. Das um Sondereffekte bereinigte Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen wuchs um 4,2 Prozent auf 14,74 Milliarden Euro. (awp/mc/ps)

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