VP Bank: Chinesische Importe deuten auf schwache Binnenwirtschaft

Thomas Gitzel

Thomas Gitzel, Senior Economist bei der VP Bank.

Vaduz – «Der deutliche Anstieg des chinesischen Handelsbilanzüberschusses im April ist aus unserer Sicht negativ zu werten.»

Analyse von Thomas Gitzel, Senior Economist bei der VP Bank

«Die Ausfuhren legen gegenüber dem Vorjahr zu, aber deutlich langsamer als noch im Monat zuvor. Damit hinterlässt die Schuldenkrise in der Eurozone bei den chinesischen Exporten weiterhin deutliche Bremsspuren. Das überrascht aber nicht weiter. Mit Argusaugen wird an den Finanzmärkten vielmehr auf die Entwicklung der chinesischen Importe geachtet. Letztere dienen als Gradmesser für den Zustand der Binnenwirtschaft. Die Frage dabei ist, ob die heimische Nachfrage die aussenwirtschaftlichen Schwächen kompensieren kann. Und hierbei sieht es düster aus: Die Importe konnten nur minimal hinzugewinnen und deuten auf eine schwache binnenwirtschaftliche Entwicklung hin. Wir interpretieren das Zahlenwerk deshalb weiterhin als eine Indikation für eine im 2. Quartal fortgesetzte Wachstumsschwäche Chinas.»

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