Wal-Mart schwächelt im Heimatmarkt USA

Mike Duke

Wal-Mart-CEO Mike Duke.

Bentonville – Der weltgrösste Einzelhandelskonzern Wal-Mart verliert Kunden in der Heimat. Im vierten Geschäftsquartal, das im Januar endete, fielen die vergleichbaren Verkäufe der Kette in den USA im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,8 Prozent. Das Abschneiden sei enttäuschend, sagte CEO Mike Duke am Dienstag in Betonville.

Die Aktie büsst vorbörslich fast 2 Prozent an Wert ein. Wal-Mart schwächelt schon seit einiger Zeit auf dem wichtigen Heimatmarkt. Experten führen die Miesere vor allem darauf zurück, dass der Konzern seinem Anspruch nicht mehr gerecht wird, die günstigsten Preise zu haben. Mit dieser simplen Formel hatte Gründer Sam Walton das Handelsimperium aufgebaut. Viele Kunden kaufen heute lieber beim direkten Rivalen Target oder beim Onlineshop Amazon. Auch Aldi ist mittlerweile breit in den Vereinigten Staaten vertreten.

Konzernumsatz um 2% auf 116,4 Mrd Dollar gesteigert
Konzernweit konnte Wal-Mart seinen Umsatz indes um 2 Prozent auf 116,4 Milliarden Dollar hochschrauben. Der Gewinn stieg um 27 Prozent auf knapp 6,1 Milliarden Dollar. Dieses Kunststück gelang dem Handelsriesen durch ein starkes Wachsen im Ausland, durch Neueröffnungen von kleineren Läden daheim und durch seine Tochter Sam’s Club, einem sogenannten Warehouse Club, bei dem die Kunden Mitglieder sind und dafür Rabatte bekommen. Im laufenden Geschäftsjahr erwartet das Management einen noch höheren Umsatz und noch mehr Gewinn. So schluckt Wal-Mart gerade die südafrikanische Handelskette Massmart. Es werde aber einige Zeit dauern, bis die Verkäufe in den USA wieder anspringen würden, räumte die Führung von Wal-Mart ein. In der Heimat macht der Einzelhandelsriese immer noch das mit Abstand meiste Geschäft. (awp/mc/ps)

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