ZEW-Konjunkturindex gibt nach

Wolfgang Franz

ZEW-Präsident Wolfgang Franz.

Mannheim – Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland sind im November 2012 um 4,2 Punkte gefallen und stehen nun bei minus 15,7 Punkten. Wie in den Vormonaten zeigt der negative Saldo an, dass die Finanzmarktexperten eher mit einer Verschlechterung als mit einer Verbesserung der wirtschaftlichen Lage im nächsten halben Jahr rechnen. Der Rückgang des Indikators in diesem Monat unterstreicht diese Einschätzung. Ein Grund hierfür dürften schwache vorlaufende Indikatoren sein. So deuten etwa die schwachen Auftragseingänge des verarbeitenden Gewerbes auf einen weiteren Rückgang der Produktion hin.

«Seit Mitte des Jahres 2012 bewegen sich die Konjunkturerwartungen der Finanzmarktexperten im pessimistischen Bereich eher seitwärts. Die im Euro-Raum vorherrschenden rezessiven Entwicklungen strahlen über den Außenhandels- und Vertrauenskanal auf die deutsche Volkswirtschaft aus. Dies dürfte die Konjunktur in Deutschland in den nächsten sechs Monaten belasten,» kommentiert ZEW-Präsident Wolfgang Franz.

Auch aktuelle Lage wird schwächer eingeschätzt
Die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage für Deutschland ist im November schwächer als im Vormonat. Der entsprechende Indikator fällt um 4,6 Punkte und notiert nun bei 5,4 Punkten. Die Konjunkturerwartungen für die Eurozone blieben im November nahezu unverändert. Dieser Indikator sinkt sinkt um 1,2 Punkte gegenüber dem Vormonat und liegt nun bei minus 2,6 Punkten. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Euroraum ist im November ebenfalls beinahe unverändert und befindet sich nun bei minus 80,3 Punkten (minus 0,9 Punkte zum Vormonat). (ZEW/mc/pg)

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