Hanspeter Kipfer, Geschäftsführer Oracle Schweiz, im Video-Interview

Hanspeter Kipfer, Geschäftsführer Oracle Schweiz, im Video-Interview
Hanspeter Kipfer, Geschäftsführer Oracle Schweiz

Von Helmuth Fuchs

Im Interview nimmt Hanspeter Kipfer, Geschäftsführer Oracle Schweiz, Stellung

  • zur allgemeinen Akzeptanz der Cloud und dem Umsatzanteil des Cloudgeschäftes bei Oracle

„Wir sind der Meinung, dass Cloud traditionelle Methoden, wie IT eingesetzt und Workload konsumiert wird, nicht ersetzt, sondern sinnvoll ergänzt.“

„Wir unterscheiden zwischen Cloud Services und Lizenz-Support, was ungefähr zwei Drittel unseres Geschäftes repräsentiert und Cloud Services und Lizenz-Neugeschäft, welches rund 15 Prozent unseres Geschäfts umfasst.“

  • zur Tendenz in Richtung von Hybridmodellen und den damit verbundenen Herausforderungen und Nutzen

„Hybrid ist die Art und Weise, wie IT in Zukunft betrieben und konsumiert wird, deshalb ist es extrem wichtig, dass man Kompatibilität anbietet und Interoperabilität sicherstellt.“

„Unsere Kunden müssen und wollen in der Lage sein, Workload zwischen den drei Welten (on premise, cloud at customer, public cloud) zu verschieben und Business Prozesse über die drei Welten hinweg zu betreiben.“

  • zur Dominanz der grossen US-Anbieter und den Chancen für KMU bei Clouddiensten

„Clouddienste anzubieten ist grundsätzlich eine relativ grosse Herausforderung, speziell auch im Zusammenhang mit Security. Wir investieren jedes Jahr über sechs Milliarden USD in Forschung und Entwicklung. Das wird sicherlich schwierig sein für ein KMU, in der Art und Weise ein Cloud-Geschäft aufzubauen.“

„Partner ergänzen sinnvollerweise das Angebot, das Oracle bereits am Markt eingeführt hat, auf der Basis der zu Verfügung stehenden Application Programming Interfaces (API).“

  • zur Auswirkung von Clouddiensten auf das IT Know-how und die IT-Szene der Schweiz

„Ich glaube, es ist genau gleich, wie mit Programmiersprachen. Wenn man Erst-Generation-Programmiersprachen und Fünft-Generation-Sprachen, die auf Künstlicher Intelligenz basieren, vergleicht, dann hat sich in erster Linie der Abstraktions-Level verschoben. Das führt dazu, dass man sehr viel komplexere Aufgabenstellungen mit den heute verfügbaren Programmiersprachen lösen kann. Demzufolge sind auch die Jobs sehr viel attraktiver geworden. Genau das Gleiche erleben wir im Moment in der IT-Industrie, wenn es darum geht, Cloud-Services anzubieten.“

„Die Anforderungen an IT-Fachkräfte steigen, machen den Job noch interessanter. Es ist also absolut nicht so, dass IT-Jobs eliminiert werden, im Gegenteil, es werden neue, komplexere Aufgabenstellungen geschaffen.“

  • zur Stellung der Schweiz im internationalen Wettbewerb und innerhalb von Oracle

„Wir haben unseren Forschungs- und Entwicklungshub in Zürich etabliert und planen, ihn weiter auszubauen. Eines der Produkte, welches erst kürzlich aus dem Forschungslabor lanciert wurde, ist GraalVM, eine virtuelle Maschine, welche es erlaubt, verschiedenste Programmiersprachen parallel zu betreiben und die Barrieren zwischen den Programmiersprachen eliminiert.“

  • zur speziellen Sicherheitsproblematik grosser Rechenzentren und wie Oracle seine Kunden schützt

„Für uns ist Sicherheit eine Selbstverständlichkeit, das heisst, wir betreiben Sicherheit nicht als spezielles Geschäftsfeld, sondern alle unsere Produkte verfügen über so genannte Embedded Security.“

  • zur zunehmenden Bedeutung des Umgangs mit endlichen Ressourcen und welchen Einfluss das auf Oracle Schweiz hat

„Das hat einen sehr direkten Einfluss auf unser Geschäft, nicht nur hier in der Schweiz, sondern global. 94 Rechenzentren, die wir betreiben, um unsere eigenen IT aufrecht zu erhalten, basieren auf 100% Renewable Energy, ebenso zwei Drittel unserer Cloud Data Center.“

  • zum Umgang mit Startups und speziellen Programmen von Oracle

„Oracle hat sein Startup-Programm 2017 in einer eher traditionellen Art und Weise lanciert, mit der man eine limitierte Anzahl von Startups bedienen und unterstützen konnte. Heute sehen wir diesen Beriech mehr und mehr virtualisiert, das heisst, Startups auf der ganzen Erde vernetzen sich mit grossen Unternehmen.“

  • zu Technologien, die das Potential haben, unser Leben grundlegend zu verändern

„Technologien, die es uns ermöglichen, CO2-neutraler zu produzieren, zu operieren und zu konsumieren und das in einer gewinnorientierten Wirtschaft und auf einem auf Wohlstand ausgerichteten Lebensstandard.“

  • zu seinen beiden freien Wünschen am Ende des Interviews

„Erstens wünsche ich mir, das die Wirtschaft und Politik ihre Anstrengungen, CO2-neutraler zu entwickeln und konsumieren vorantreiben wird und dass diese Anstrengungen von Erfolg gekrönt sein werden.“

„Des Weiteren hoffe ich, dass die Schweiz alles unternimmt, den Innovationsstandort Schweiz weiter zu stärken und zu fördern.“

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