Marco Lang, CEO Steinel Solutions, im Interview

Marco Lang, CEO Steinel Solutions, im Interview
Marco Lang, CEO Steinel Solutions (Bild: Steinel Solutions, Moneycab)

Von Helmuth Fuchs

Moneycab: Herr Lang, die Steinel Solutions AG feierte 2025 ihr 30-jähriges Firmenjubiläum und investiert in den neuen Firmensitz auf dem Steinel-Areal in Einsiedeln. Mit welchen konkreten Kapazitäts- und Produktivitätsgewinnen verknüpfen Sie diesen Neubau, welche zusätzlichen Innovationsräume wollen Sie damit erschliessen?

Marco Lang: Der Neubau ist für uns weit mehr als ein Gebäude. Er ist ein Bekenntnis: zum Menschen, zu unseren Partnern, zu unseren Kunden – und zur Region Einsiedeln. Nur wenn sich Menschen wohlfühlen, entstehen Leistung, Kreativität und echte Innovationskraft. Genau darauf haben wir unseren Neubau ausgerichtet.

Im Zeitalter von AI, Digitalisierung, Automatisierung und zunehmender Humanoidisierung darf der Mensch nicht in den Hintergrund rücken. Mit dem AIH (Alpine Innovation Hub) schaffen wir bewusst einen Ort, an dem Technologie und Menschlichkeit zusammenfinden. Eine Plattform, die geprägt ist von Ankommen, Austausch, Inspiration und gemeinsamer Problemlösung.

Der AIH soll ein Umfeld bieten für:

  • offene Begegnungen zwischen Kunden, Partnern und Mitarbeitenden
  • spontanes Brainstorming und ein stimulierendes Innovationsklima
  • dialogorientierte Technologieberatung und Wissensvermittlung
  • kurze Wege, schnelle Entscheidungen und interdisziplinäre Zusammenarbeit
  • ein Gefühl von «Hier bin ich richtig» – als Kunde, als Partner, als Mensch

Gleichzeitig erzielen wir messbare Produktivitätsvorteile: durch flexible Räume, moderne Arbeitsumgebungen, ein vollautomatisches Hochregallager sowie ein energieeffizientes, intelligentes Gebäude mit Solarenergie, Fernwärme und smarten Automationslösungen.

«Innovation entsteht dort, wo Menschen sich austauschen, vertrauen und wohlfühlen.» Marco Lang, CEO Steinel Solutions

Doch der entscheidende Kapazitätsgewinn entsteht nicht durch mehr Fläche, sondern durch die integrale Verzahnung aller Kompetenzen, die es für Produktentwicklung, Engineering und Industrialisierung braucht. Je besser diese ineinandergreifen, desto schneller sind wir am Markt – und desto relevanter werden wir für unsere Kunden.

Der Neubau ist somit ein bewusst gestalteter Ort, an dem unsere technologische Stärke mit einem klaren menschlichen Fokus verbunden wird. Denn Innovation entsteht dort, wo Menschen sich austauschen, vertrauen und wohlfühlen.

Sie bezeichnen Einsiedeln als «Alpine Innovation Hub» innerhalb der Steinel-Gruppe. Wie gross ist der Anteil der gruppenweiten Entwicklungsprojekte, die heute in Einsiedeln verantwortet oder mitgeprägt werden, mit welchen Themen und Technologien wollen Sie die Rolle des Standorts als Innovationsknotenpunkt festigen?

Der Begriff «Alpine Innovation Hub» steht für die Verbindung von Region, Technologie und einem Ort, an dem alles zusammenkommt. Alpine verweist auf Voralpenregion Einsiedeln mit seiner Ruhe, Natur und Konzentration, die Raum für Kreativität schafft. Innovation beschreibt unser integrales Verständnis von Technologie – von Entwicklung und Konstruktion über Sensorik und Kommunikationstechnik bis hin zu Industrialisierung und Fertigung. Und Hub ist das Gebäude, in dem wir all diese Disziplinen unter einem Dach vernetzen.

Diese Vision entstand vor über zehn Jahren im Rahmen der Projektierung zur Neugestaltung des STEINEL‑Areals und wurde durch das vom Bezirk lancierte NRP‑Projekt 2020/2021 zusätzlich bestätigt.

Unsere Rolle in der STEINEL‑Gruppe ist eindeutig: Wir verantworten alle Kunden und Projekte ohne direkten Bezug zu STEINEL‑Eigenprodukten, profitieren aber gleichzeitig von der starken gruppenweiten Kompetenz in Sensorik, Kommunikationstechnik sowie der Volumenfertigung unserer Partnerunternehmen.

Um Einsiedeln als Innovationsknotenpunkt weiter zu stärken, konzentrieren wir uns auf vier Säulen:

  • Produktenwicklung – integrierte Elektronik‑, Software‑, Mechanik‑ und IoT‑Lösungen mit hohem Technologieanteil.
  • Produktindustrialisierung – durchgängige Prozesse von Engineering bis Normenkonformität.
  • Produktherstellung – Swiss‑made Fertigung für schnelle time‑to‑market von Prototypen, Nullserien und Kleinserien. Sobald ein Produkt in die Skalierungsphase kommt und Faktoren wie Kosten, Kapazitäten und Absatzmärkte dominieren, greifen wir ergänzend auf die gruppenweite Volumenfertigungskompetenz zurück.
  • Kundenmanagement & Integrationsverantwortung – wir sind zentraler Ansprechpartner und Vertragspartner, koordinieren Serienfertigungen und die Supply Chain in Partnerwerken und beraten zu Technologie, Normen, Materialsourcing und IoT‑Integration.

Zudem wollen wir Partner oder sogar Kunden am Standort ansiedeln und nutzen die Vorteile der Region aktiv für Personalgewinnung, Hochschulkooperationen, und regionale Innovationsnetzwerke wie beispielhaft SchwyzNext, Impulsort, die OST.

Der «Alpine Innovation Hub» ist für uns daher keine Bezeichnung, sondern eine Haltung: die Verbindung von alpiner Umgebung, technologischer Exzellenz und einem Ort, an dem Menschen und Ideen zusammenfinden.

Wo positionieren Sie den Kanton Schwyz als Wirtschaftsstandort im Vergleich zu anderen Schweizer Industrie-Clustern – etwa gemessen an Verfügbarkeit von Fachkräften, Steuerbelastung, Erreichbarkeit und Innovations-Ökosystem – und welcher dieser Faktoren ist für Ihre Investitionsentscheide am wichtigsten?

Der Kanton Schwyz hat in den letzten Jahren spürbar an Innovationskraft gewonnen. Die Nähe zur Greater Zurich Area verbindet Einsiedeln mit einem der stärksten Technologie-Hotspots Europas – ohne die Ruhe und Fokussiertheit zu verlieren, die wir für Entwicklung und Industrialisierung brauchen. Gleichzeitig entstehen im Kanton neue Impulse: Schwyz Next, der Impulsort Rapperswil‑Jona, die Ansiedlung des CSEM sowie Kooperationsmöglichkeiten mit Hochschulen wie der OST stärken den Wissens- und Technologietransfer deutlich.

Wir nutzen nicht alle Angebote täglich, profitieren aber klar davon, in einem Umfeld zu arbeiten, das sich in Richtung Hightech und vernetztes Unternehmertum bewegt. Für uns als Entwicklungs- und Industrialisierungspartner ist jedoch ein weiterer Faktor zentral: Wir müssen dort sein, wo potenzielle Kunden uns wahrnehmen – und wo echter Marktdemand entsteht. Unser Fokus liegt auf der DACH-Region; Cluster allein schaffen keinen Wert.

«Der Kanton Schwyz hat in den letzten Jahren spürbar an Innovationskraft gewonnen. Die Nähe zur Greater Zurich Area verbindet Einsiedeln mit einem der stärksten Technologie-Hotspots Europas – ohne die Ruhe und Fokussiertheit zu verlieren.»

Der Fachkräftemarkt bleibt anspruchsvoll, aber die Lebensqualität der Region ist ein starkes Argument, das wir gezielt nutzen. Steuerthemen spielen als Teil einer Unternehmensgruppe eine geringere Rolle. Entscheidend ist, wo wir unsere technologischen Kompetenzen bündeln und weiterentwickeln können – und das bietet uns der Kanton Schwyz.

Und es braucht auch einen Impuls in Richtung Wirtschaft: Wer Innovation, Engineering und jegliche Fertigungskompetenz aus reinen Kostengründen verlagert, schwächt das regionale Ökosystem schneller, als vielen bewusst ist. Gerade jetzt sollten Unternehmen in der DACH‑Region bewusster entscheiden, wo sie ihre technologischen Partner verorten – Nähe, Vertrauen und gemeinsame Innovationsfähigkeit sind heute strategisch relevanter als je zuvor.

Sie sprechen oft von Steinel Solutions als «One-Stop-Shop» für kundenspezifische Elektronik- und IoT-Lösungen. Wie hoch ist der Anteil der Projekte, in denen Sie tatsächlich die gesamte Kette von Entwicklung über Industrialisierung bis zur Serienfertigung abdecken, und wie wirkt sich dies auf Margen und Kundenbindung im Vergleich zu reiner Auftragsfertigung aus?

Wir haben den Anteil jener Projekte, in denen wir die gesamte Wertschöpfungskette verantworten, in den letzten Jahren deutlich ausgebaut. Dieser One‑Stop‑Shop‑Ansatz ist strategisch zentral, weil er technologische Kompetenz, Geschwindigkeit und Qualität unter einem Dach vereint.

Wirtschaftlich erzielen wir bei solchen Gesamtprojekten oft bessere Margen als bei reiner Auftragsfertigung. Gleichzeitig übernehmen wir mehr Verantwortung – für Komplexität, Funktionalität, Normen, Weiterentwicklungen und die Anpassung an neue technologische oder regulatorische Anforderungen. Bei reiner Fertigung ist dieses Risiko naturgemäss geringer.

Der entscheidende Punkt ist aber der Mehrwert für unsere Kunden. Durch die vollständige Integration profitieren sie von:

  • einem Single Point of Contact über den gesamten Produktlebenszyklus
  • kurzen Wegen und schnellen Entscheidungen
  • gebündeltem Know‑how in Elektronik, Software, Mechanik, Sensorik und Fertigung
  • hoher Identifikation mit dem Produkt
  • der Möglichkeit, die Produktentstehung vor Ort live mitzuerleben
  • der Fähigkeit, sehr schnell auf technische, regulatorische oder marktseitige Veränderungen zu reagieren

Viele Kunden starten mit einem kleineren Fertigungsauftrag, um unsere Performance zu testen. Wer uns danach ein komplettes Produktprojekt anvertraut – gerade Startups – übergibt uns faktisch einen entscheidenden Teil seiner Zukunft. Dass wir mehrere solcher Projekte verantworten und die Kunden hochzufrieden sind, macht uns besonders stolz. Beispiele dafür finden sich in unseren Referenzen.

In Gesprächen betonen Sie Ihre regionale Verankerung und gleichzeitig den Zugriff auf das europaweite Netzwerk der Steinel-Gruppe. Wie verteilt sich Ihr Umsatz heute zwischen Schweizer Kunden, DACH-Raum und anderen internationalen Märkten, und wie soll diese geografische Struktur in den nächsten Jahren aussehen, um das neue Areal optimal auszulasten?

Heute liegt unser Umsatz nahezu bei einem 50:50‑Split zwischen Schweizer Kunden und Kunden aus Deutschland. Ein kleinerer Anteil entfällt auf weitere europäische Märkte. Betrachtet man jedoch die Anzahl der Projekte, ist die Schweiz für uns derzeit leicht dominanter – hier entstehen die meisten neuen Produkte, Prototypen und frühen Industrialisierungen. Gleichzeitig ist unsere Kundenzahl in den letzten zehn Jahren von rund zehn auf über vierzig gestiegen – ein Zeichen für Diversifizierung, aber auch für steigende Komplexität.

Parallel haben sich die Marktbedingungen stark verändert. Statt grosser Volumen und langer Produktlebenszyklen dominieren heute kürzere Innovationsrhythmen, höhere technische Anforderungen, Volatilität und strengere EU‑Regulierungen. Genau hier zeigt unser One‑Stop‑Shop‑Ansatz seine Stärke: kurze Wege, schnelle Entscheidungen und sämtliche Kompetenzen von der Entwicklung bis zur Fertigung unter einem Dach.

Wenn Produkte skalieren, nutzen wir das europaweite STEINEL‑Netzwerk, insbesondere den Standort Rumänien. Dadurch können wir Klein‑, Mittel‑ und Grossserien nahtlos betreuen – ohne Brüche in Qualität, Verantwortung oder Lieferkette.

Für die kommenden drei bis fünf Jahre bleibt der deutschsprachige Raum unser klarer Fokusmarkt. Regionalität, Nähe und Agilität werden von vielen Kunden zunehmend geschätzt – und die typischen Volumina in unseren Zielsegmenten sind für globale Grossanbieter oft zu klein. Gleichzeitig steigt der Kostendruck, und Unternehmen verschieben Projekte nach Asien. Ob dies in der Total Cost of Ownership aufgeht, ist jedoch stark produktabhängig.

«Für die kommenden drei bis fünf Jahre bleibt der deutschsprachige Raum unser klarer Fokusmarkt. Regionalität, Nähe und Agilität werden von vielen Kunden zunehmend geschätzt.»

Ein weiterer Baustein unserer Strategie ist, jährlich bis zu zwei Hardware‑Startups zu begleiten. Hardware‑Startups sind rar, aber für den Innovationsstandort wertvoll. Wir leisten hier bewusst einen indirekten Beitrag – mit Know‑how, Geschwindigkeit und persönlicher Betreuung.

Für uns ist klar: Unser neues Areal in Einsiedeln entfaltet seinen Wert durch starke regionale Verankerung, kurze Wege zu Kunden in der Schweiz und im deutschsprachigen Raum sowie die Skalierungsfähigkeit des europäischen STEINEL‑Netzwerks.

In den letzten 30 Jahren hat sich Steinel Solutions von der Elektronikfertigung zum Anbieter kompletter Systemlösungen entwickelt. Welche strategischen Entscheidungen waren für diesen Wandel aus Ihrer Sicht am wichtigsten und wie haben sich diese Schritte konkret in Umsatzwachstum, F&E-Quote oder Kundenstruktur niedergeschlagen?

Der Wandel vom Elektronikfertiger zum Anbieter kompletter Systemlösungen war bei uns ein über viele Jahre konsequent verfolgter Transformationsprozess. Mehrere strategische Entscheidungen waren dafür entscheidend.

Erstens: der strukturelle Kostendruck.

Der Werkplatz Schweiz ist teuer – insbesondere Personal und Mieten. Reine, hochvolumige Fertigungsdienstleistungen lassen sich heute in Asien, Indien oder Teilen Osteuropas in vergleichbarer Qualität und zu deutlich günstigeren Konditionen einkaufen. Darauf haben wir reagiert, indem wir unser Profil geschärft und die Wertschöpfung bewusst in Richtung Entwicklung, Industrialisierung und Systemintegration verschoben haben.

Zweitens: der gezielte Aufbau von Engineering-, Software- und Projektmanagementkompetenz.

Getrieben durch Digitalisierung und Elektrifizierung – heute steckt in nahezu jedem Produkt Elektronik, Software, Sensorik und Konnektivität – haben wir unsere Kompetenzen systematisch erweitert. Aus einem Fertiger wurde ein Technologiepartner.

Drittens: bewusste Abgrenzung von der einseitigen Spezialisierung auf vermeintlich margenträchtige High‑End‑Branchen.

Viele Wettbewerber im DACH‑Raum fokussieren stark auf Medical, Military, Aerospace oder Automotive, weil dort höhere Margen vermutet werden. Das führt jedoch zu deutlich höheren regulatorischen Prozesskosten, sodass diese Anbieter klassische Industrieprojekte kaum noch wirtschaftlich bedienen können. Wir haben uns bewusst anders entschieden: Wir bleiben der «klassischen Industrie» verpflichtet, weil dort praxisnahe Innovation entsteht – und weil gerade mittelständische Unternehmen zunehmend Schwierigkeiten haben, passende Entwicklungs‑ oder Fertigungspartner zu tragbaren Konditionen in der DACH Region zu finden. Hier sehen wir unsere Rolle sehr klar.

Viertens: Nutzung der gruppenweiten Sensorik- und Kommunikationskompetenz.

Mit der technologischen Stärke der STEINEL‑Gruppe sind wir prädestiniert dafür, Produkte „intelligent“ zu machen – sei es in IoT‑Anwendungen, Smart Building, Smart City oder im Asset‑ und People‑Tracking. Diese Fähigkeit wird für immer mehr Branchen zum entscheidenden Differenzierungsmerkmal (von der Kaffeemühle bis zur Waschtischarmatur und der E-Ladestation).

Fünftens: der Aufbau unseres One‑Stop‑Shop‑Modells (AIH).

Wir vereinen Entwicklung, Industrialisierung, Zulassung und Fertigung unter einem Dach. Das unterscheidet uns klar von reinen Entwicklungshäusern ohne Fertigungserfahrung und EMS‑Dienstleistern ohne Entwicklungs‑ und Zertifizierungskompetenz. Unsere eigenen STEINEL‑Produkte dienen zusätzlich als glaubwürdiger Proof of Concept.

Sechstens: gezielte Investitionen in Automatisierung und Digitalisierung in der Schweiz.

Alles, was wir in der Schweiz fertigen, versuchen wir soweit möglich zu automatisieren: Robotik, automatisierte Wareneingangsprüfungen, digitalisierte Prozesse, durchgängige Datenflüsse und hohe Vernetzung. Dazu kommen kompetente, breit ausgebildete Allround-Mitarbeitende in der Fertigung sowie kontinuierliche Aus‑ und Weiterbildungen. Grundlage dafür ist eine transparente, klare Kommunikation mit allen Stakeholdern. Diese Massnahmen ermöglichen uns, Qualität, Geschwindigkeit und Kosten trotz Schweizer Rahmenbedingungen wettbewerbsfähig zu halten.

Die Resultate dieser Schritte:

eine breitere Kundenbasis, höhere F&E‑Intensität, stabileres und wertschöpfungsstärkeres Wachstum sowie eine klare Differenzierung im Markt: Wir bieten echte Systempartnerschaft, nicht nur Fertigung aber auch nicht nur Entwicklung.

Sie arbeiten in Projekten bereits mit anspruchsvoller Sensorik und vernetzten Geräten, die in IoT-Umgebungen eingesetzt werden. In welchen Bereichen setzen Sie heute Künstliche Intelligenz konkret ein und welchen Anteil Ihres F&E-Budgets planen Sie mittelfristig für KI- und Datenkompetenzen zu reservieren?

Künstliche Intelligenz setzen wir heute bereits in mehreren Bereichen sehr konkret ein. In der Entwicklung und Programmierung nutzen wir KI‑gestützte Tools, um Software‑ und Firmwareprozesse zu beschleunigen und Systemarchitekturen effizienter zu modellieren. Parallel investieren wir stark in die Weiterbildung unserer Entwickler und Projektmanager – insbesondere in Cybersicherheit, KI‑Methoden und den Aufbau von IoT‑Full‑Stack‑Skills, weil wir unsere Kunden nicht mehr nur auf Hardware‑Ebene, sondern über den gesamten Systemverbund hinweg beraten.

In der Fertigung kommt KI vor allem in der visuellen Inspektion zum Einsatz, etwa zur automatisierten Bewertung von Lötstellen oder Oberflächen. Mit dem neuen Gebäude erweitern wir dies um ein intelligentes, automatisiertes Lagersystem und durchgängig digitalisierte Prozesse. Auch im Marketing unterstützt KI uns bei der zielgerichteten Kommunikation und Content‑Erstellung.

Industrie 4.0 und das Internet der Dinge verändern Produktions- und Geschäftsmodelle tiefgreifend. Wo sehen Sie für Steinel Solutions die wichtigsten Entwicklungen in den nächsten fünf Jahren – etwa in vernetzten Sensorik-Plattformen, cloudbasierten Services oder digitalisierten Wertschöpfungsketten – und welchen Beitrag soll Ihr Standort in Einsiedeln zur Gruppenstrategie im Bereich IoT leisten?

Industrie 4.0 und IoT verändern unser Geschäft nachhaltig. In den kommenden Jahren sehen wir die stärksten Impulse in intelligenten Sensorik‑ und Kommunikationsplattformen, in cloudnahen Services sowie in digitalisierten, datengetriebenen Wertschöpfungsketten. Produkte müssen künftig nicht nur messen, sondern Daten interpretieren, sicher kommunizieren und sich nahtlos in komplexe Systeme integrieren lassen. Deshalb bauen wir unsere Kompetenzen für intelligente, vernetzte Systemlösungen gezielt aus – von Hardware und Firmware über Connectivity bis zu Cloud‑Architekturen und Apps.

«In den kommenden Jahren sehen wir die stärksten Impulse in intelligenten Sensorik‑ und Kommunikationsplattformen, in cloudnahen Services sowie in digitalisierten, datengetriebenen Wertschöpfungsketten.»

Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Industrialisierung und Fertigung deutlich. Mit dem neuen Standort setzen wir konsequent auf Automatisierung, Robotik, digitalisierte Prozesse und KI‑gestützte Qualitätssicherung, um komplexe und hochwertige Produkte effizient, stabil und reproduzierbar umzusetzen. Gerade solche wertigen Produkte, die hohe Integrations‑ und Fertigungskompetenz benötigen, bleiben für uns zentral um glaubwürdig Kompetenz zu erhalten.

Unsere Rolle in der Gruppe entwickelt sich dabei zunehmend eigenständiger und kundenspezifischer. Viele unserer Kunden benötigen individuelle Lösungen – sei das bei Fertigungsinfrastruktur, Prozessen oder bei Daten‑ und Dokumentationsanforderungen. Die Vertragswerke sind oft mannigfaltig, breit und vielschichtig, und unsere Kompetenzstruktur unterscheidet sich von den Eigenprodukten der Gruppe. Zudem bedienen wir auch Marktbegleiter von STEINEL‑Produkten, weshalb ein gewisses Mass an Neutralität und Eigenständigkeit nicht nur strategisch sinnvoll, sondern auch aus Compliance‑Sicht notwendig ist.

Einsiedeln positionieren wir daher bewusst als autarkes, kundenzentriertes Kompetenzzentrum für intelligente Systemlösungen, in dem Entwicklung, Industrialisierung und Fertigung eng verzahnt sind und die gesamte Wertschöpfung im Fokus steht.

Als OEM-Partner bedienen Sie anspruchsvolle Kunden, vom Maschinenbau bis zur Gebäudetechnik. Wie gehen Sie beim Thema Cybersicherheit in vernetzten Geräten vor – etwa bei Firmware-Updates, Verschlüsselung, Secure Design – und welchen Anteil der Projektkosten nimmt Security heute typischerweise in einem IoT-Projekt ein?

Cybersicherheit ist für uns kein Zusatzthema, sondern ein zentraler Bestandteil jedes vernetzten Produktes. Wir verfolgen einen durchgängigen Security‑by‑Design‑Ansatz – mit sicheren Firmware‑Architekturen, verschlüsselter Kommunikation, robusten Update‑Mechanismen inklusive Signaturen und OTA‑Prozessen sowie sicheren Provisioning‑ und Schlüsselverwaltungsabläufen in der Fertigung. Unsere Teams werden laufend in Cybersicherheit, AI und IoT‑Full‑Stack‑Kompetenzen weitergebildet oder ausgebaut, damit wir Kunden nicht nur auf Hardware‑Ebene, sondern über den gesamten Systemverbund beraten können.

Wichtig ist dabei Transparenz: Wir decken unmöglich jede Disziplin alleine ab. Die Materie ist mittlerweile so komplex, dass ein vollständiges Inhouse‑Abbilden weder realistisch noch glaubwürdig wäre. Wir arbeiten deshalb mit spezialisierten Partnern, die wir projektbezogen orchestrieren, klar benennen und bedarfsgerecht einbinden. Gleichzeitig verfügen wir intern über genügend eigene Expertise, um die gelieferten Leistungen fachlich beurteilen zu können – und sicherzustellen, dass unsere Kunden genau jene Qualität erhalten, die bestellt wurde. Diese Kombination schützt vor Fehlentwicklungen und sorgt für saubere Entscheidungen wie Glaubwürdigkeit.

Ein weiterer Punkt ist die Kostenrealität: Viele Kunden unterschätzen den Aufwand, der mit Cybersicherheit und regulatorischen Anforderungen – insbesondere im Hinblick auf den kommenden Cyber Resilience Act – verbunden ist. Für „günstig“ bekommt man keine konforme Lösung, und wenn Preis über Qualität und Sicherheit gestellt wird, entstehen Risiken, deren Folgen oft erst viel später sichtbar werden. Cybersicherheit erfordert Vertrauen und Partnerschaft – sie ist kein optionales Add‑on, sondern ein integraler Teil vieler Produkte.

«Viele Kunden unterschätzen den Aufwand, der mit Cybersicherheit und regulatorischen Anforderungen – insbesondere im Hinblick auf den kommenden Cyber Resilience Act – verbunden ist.»

Sie kooperieren mit Hochschulen und holen gezielt externe Expertise in Bereichen wie neue Materialien oder Cybersecurity. Wie arbeiten Sie mit Startups und jungen Technologieunternehmen zusammen: Welche konkreten Angebote können Sie ihnen bieten und welchen strategischen Mehrwert erwarten Sie im Gegenzug für Steinel?

Wir investieren nicht direkt in Startups, weder über Kapital noch über Beteiligungen. Was wir tun, ist praxisnäher und für viele junge Unternehmen oft entscheidend: Wir öffnen Zugänge, schaffen Orientierung und unterstützen dort, wo Hardware‑Startups sonst grosse Hürden haben. Dazu gehören kostengünstige Machbarkeitsanalysen, reduzierte Stundensätze in frühen Phasen, flexiblere Zahlungsmodalitäten, erste technische Beratungen sowie der Zugriff auf Rohmaterialien oder Komponenten zu besseren Konditionen, weil sie über uns in professionelle Lieferketten eingebunden sind.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist unser Netzwerk. Durch unsere breite Kundenbasis können wir Startups gezielt mit Unternehmen zusammenbringen, für die ihre Lösung strategisch interessant sein könnte – sei das als technologische Ergänzung, als Portfolio‑Erweiterung oder sogar als potenzielles Beteiligungs‑ oder Finanzierungsthema. Diese Brückenfunktion ist für viele junge Firmen enorm wertvoll, weil sie sonst kaum Zugang zu etablierten Industriepartnern oder relevanten Entscheidern erhalten würden.

Für Startups bieten wir zudem etwas, das am Markt selten ist: Engineering‑, Industrialisierungs‑ und Fertigungskompetenz aus einer Hand, die Produkte effizient und normgerecht bis zur Serie bringt. Gerade Hardware‑Startups mit minimalsten Personalressourcen haben Mühe, einen Partner zu finden, der sowohl technologisch breit genug ist als auch die notwendigen Prozesse, Dokumentationen und Qualitätsanforderungen zu tragbaren Konditionen erfüllen kann.

«Für Startups bieten wir zudem etwas, das am Markt selten ist: Engineering‑, Industrialisierungs‑ und Fertigungskompetenz aus einer Hand, die Produkte effizient und normgerecht bis zur Serie bringt.»

Der Mehrwert für uns liegt in zwei Bereichen: Erstens profitieren wir, wenn ein Startup erfolgreich ist und sein Produkt skaliert – wir übernehmen dann oft die Fertigung. Zweitens entsteht gegenseitige Sichtbarkeit und Glaubwürdigkeit, etwa bei Projekten wie dem mobilen Dampfgarer oder intelligenten Küchengeräten. Und ja, wir setzen auf Vertrauen und Weiterempfehlung: Wir geben Startups viel in der frühen Phase und erwarten im Gegenzug, dass sie uns weiterempfehlen, wenn sie zufrieden sind. Dieses Modell funktioniert seit Jahren sehr gut.

Einsiedeln ist kein klassischer Grossstadt-Technologiestandort, trotzdem entwickeln Sie hochspezialisierte Elektronik- und IoT-Lösungen. Wie gelingt es Ihnen, genügend Fachkräfte in Elektronikentwicklung, Embedded Software und Industrialisierung zu gewinnen und zu halten?

Trotz unserer Lage ausserhalb eines klassischen Grossstadt‑Clusters gelingt es uns einigermassen gut (aktuell hat sich die Lage wirtschaftlich bedingt einiges entspannt), Fachkräfte für Elektronikentwicklung, Embedded Software und Industrialisierung zu gewinnen. Einsiedeln bietet eine hohe Lebensqualität, kurze Wege und ein Umfeld, das vielen potentiellen Mitarbeitenden zunehmend wichtig ist. Gleichzeitig investieren wir stark in moderne Arbeitsplätze, Automatisierung, Digitalisierung und Weiterbildung.

Was viele Talente besonders schätzen, ist unsere komplett integrierte Wertschöpfung: Entwicklung, Industrialisierung und Fertigung unter einem Dach gepaart von der Vielfalt an Kunden und Märkten in den wir uns bewegen. Sie sehen unmittelbar, wie ihre Arbeit in echte Produkte umgesetzt wird – ein USP, den grosse Unternehmen so nicht bieten können. Gepaart mit einer offenen Kultur, kurzen Entscheidungswegen und hoher Eigenverantwortung entsteht ein Arbeitsumfeld, das Fachkräfte nicht nur anzieht, sondern langfristig bindet.

Global dominieren die USA und China bei Themen wie KI, Chips und IT-Plattformen. Wo sehen Sie für ein Schweizer Unternehmen wie Steinel Solutions realistische Spielräume, um technologisch relevant zu bleiben, welche politischen Rahmenbedingungen sind für Sie entscheidend, damit die Schweiz und Europa im internationalen Wettbewerb bestehen können?

Die USA und China dominieren bei KI und Plattformen – das ist Realität. Für uns liegt die Relevanz nicht im Wettbewerb mit Big Tech, sondern in CH & Europas Stärken: Engineering‑Tiefe, Systemintegration, Qualität und sichere, lebenszyklusfähige Produkte. Ich denke Europa und gerade die Schweiz bleiben dort weltweit führend, wo komplexe, regulierte, gesicherte und hochwertige Systemlösungen gefragt sind.

Damit die Schweiz und Europa im internationalen Wettbewerb bestehen, braucht es vor allem planbare Regulierung, Zugang zu Forschung und Talenten sowie eine Politik, die den technologieorientierten Mittelstand stärkt. Wir setzen bewusst auf diese Nische: als europäischer Entwicklungs‑ und Fertigungspartner, der intelligente Systemlösungen zuverlässig industrialisiert und betreibt – nicht auf das Rennen um die nächste globale Plattform.

«Ich denke Europa und gerade die Schweiz bleiben dort weltweit führend, wo komplexe, regulierte, gesicherte und hochwertige Systemlösungen gefragt sind.»

Steinel Solutions ist innerhalb der Steinel-Gruppe als Kompetenzzentrum für Elektronik, Sensorik und Kommunikation positioniert. Welche speziellen Kompetenzen in Einsiedeln sind aus Ihrer Sicht einzigartig innerhalb der Gruppe und wie hoch ist der Anteil der gruppenweiten Projekte, die ohne diese Schweizer Expertise gar nicht realisiert werden könnten?

Unsere Besonderheit innerhalb der STEINEL‑Gruppe ist, dass wir in Einsiedeln nahezu die gesamte Wertschöpfung – von Elektronikentwicklung, Embedded Software und Sensorikintegration bis hin zu Industrialisierung, Testing und moderner Produktion – unter einem Dach vereinen. Diese Kombination ist nicht nur innerhalb der Gruppe einzigartig, sondern auch im Markt eher eine Seltenheit: Die meisten Wettbewerber sind entweder klassische EMS‑Fertiger oder reine Entwicklungshäuser. Wir können beides – und verbinden es im Sinne unseres Alpine Innovation Hub zu intelligenten, kundenspezifischen Systemlösungen.

Wichtig ist: Wir entwickeln keine Produkte für die STEINEL‑Eigenmarken. Unser Fokus liegt vollständig auf individuellen Kundenprojekten, die hohe Engineering‑Tiefe, anspruchsvolle Industrialisierung und verlässliche europäische Fertigung benötigen. Viele dieser Lösungen wären ohne die Schweizer Kompetenzbreite in Einsiedeln nicht realisierbar.

Da wir teils Kunden betreuen, die Wettbewerber einzelner STEINEL‑Produkte sein können, ist unsere Neutralität und Eigenständigkeit strategisch wie auch aus Compliance‑Sicht hilfreich. Einsiedeln ist damit kein purer Zulieferstandort (wie er vor einiger Zeit noch war), sondern ein eigenständiges Kompetenzzentrum mit kommerzieller wie technischer Kundenverantwortung, das komplexe, hochwertige und kundenspezifische Systemlösungen über den gesamten Lebenszyklus hinweg ermöglicht.

Ein Blick in Ihren persönlichen Arbeitsalltag: Welche Projekte oder strategischen Initiativen beschäftigen Sie als CEO derzeit am meisten und welche konkreten Ziele in Umsatz, Profitabilität oder Mitarbeiterzahl haben Sie sich bis zum 35-Jahr-Jubiläum gesetzt?

Für mich als CEO steht im Zentrum, dass wir eine gesunde Industriemarge erzielen – ohne solide Profitabilität ist ein Unternehmen wie unseres weder tragfähig noch handlungsfähig. Umsatz- oder Mitarbeiterziele lassen sich hingegen nur bedingt fix definieren, weil sie stark davon abhängen, welche Art von Umsatz wir generieren: Engineering‑ und Serviceumsatz funktioniert nach anderen Gesetzmässigkeiten als Produktumsatz. Gleiches gilt für die Mitarbeiterzahl – sie muss sich aus der Strategie und den Bedürfnissen unserer Kunden ableiten, nicht aus einem abstrakten Wachstumsziel.

Was ich bis zum 35‑Jahr‑Jubiläum erreichen möchte, ist klar: gesundes, nachhaltiges Wachstum, eine starke Präsenz im deutschsprachigen Raum, steigende Bekanntheit, und vor allem zufriedene Mitarbeitende und Kunden. Wachstum um jeden Preis ist nicht mein Weg – Qualität, Stabilität und partnerschaftliche Entwicklung schon.

Inhaltlich beschäftigen mich derzeit drei strategische Themen besonders.

Erstens die Übergangsphase in der Fertigung: Wir verlagern 2026 einen Teil unserer SMD‑Kapazitäten und die zugehörige Infrastruktur schrittweise nach Rumänien, um Skaleneffekte für die Gruppe und unsere Kunden zu nutzen und Einsiedeln stärker auf komplexe, wertige Produkte sowie Industrialisierungsthemen auszurichten.

Zweitens unser Neubau, bei dem wir intensiv in die Ausgestaltung der Räume und Prozesse eingebunden sind. Das neue Umfeld ist ein zentraler Baustein für unsere Entwicklung – modern, flexibel und genau auf unsere zukünftigen Anforderungen abgestimmt.

Und drittens die Positionierung des Alpine Innovation Hub: Wir wollen noch klarer zeigen, wofür wir stehen – intelligente Systemlösungen, Engineering‑Tiefe, Industrialisierungskompetenz und moderne Produktion unter einem Dach – und überlegen parallel, welche neuen Geschäftsmodelle unser Kerngeschäft sinnvoll flankieren können.

Kurz gesagt: Profitabilität sichern, gesund wachsen und die strategischen Grundlagen legen, damit STEINEL Solutions auch die nächsten 35 Jahre eigenständig, agil und technologisch relevant bleibt.

Zum Schluss des Interviews haben Sie noch zwei Wünsche frei. Wie sehen die aus?

Erstens wünsche ich mir, dass wir auch in Zukunft denselben unternehmerischen Handlungsspielraum und das Vertrauen unserer Eigentümerschaft behalten, das uns in den letzten Jahren stark gemacht hat. Nur so können wir in einem volatilen Marktumfeld weiterhin kompetitiv bleiben und die notwendigen Investitionen in Technologie, Menschen und Infrastruktur tätigen.

Zweitens hoffe ich, dass sich unsere Vision des Alpine Innovation Hub voll entfaltet – für Mitarbeitende, Kunden, Partner und die gesamte Region. Wenn es uns gelingt, diesen Ansatz zu einem echten Erfolgsmodell zu entwickeln, das Sinn stiftet, Wachstum ermöglicht und langfristige Zufriedenheit auf allen Seiten erzeugt, dann haben wir viel erreicht.


Marco Lang bei Linkedin


Steinel Solutions AG mit Sitz in Einsiedeln, Schwyz ist ein führendes Schweizer KMU aus der Eletronikindustrie und Teil der international tätigen STEINEL Gruppe. Die STEINEL Solutions hat sich vom reinen Produktionsstandort für Elektronikfertigung zum One-Stop-Shop für OEM- und ODM-Lösungen entwickelt. Dank strategischer Investitionen und einem starken Innovationsfokus haben wir uns als zuverlässiger Partner für smarte und vernetzte Produkte in verschiedensten Branchen etabliert.

Dieses Interview wurde mit der freundlichen Unterstützung des Amts für Wirtschaft des Kantons Schwyz ermöglicht


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert