ADB 2011: Umsatz über Vorjahr

Digital TV

Genf – Der Hersteller von Set-Topboxen Advanced Digital Broadcast (ADB) hat ein schwieriges Jahr hinter sich. Das Jahresergebnis war bestimmt durch einen Reorganisationsprozess in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld. ADB steht derzeit in einer Übergangsphase von einem Hersteller von Set-Topboxen hin zu einem Unternehmen, das verschiedene Produkte und Dienstleistungen für Multimedia-Anwendungen anbietet.

ADB hat im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von 399,0 USD erzielt, was einem Plus von 12% entspricht. Der Zuwachs sei vor allem auf die Integration des Breitbandgeschäfts zurückzuführen. Der Verkauf von Digital-TV-Ausrüstung habe vor allem im zweiten Semester zum Umsatzwachstum beigetragen.

Servicegeschäft «signifikant» gewachsen
Der Bruttogewinn stieg auf 124,0 (114,7) Mio USD. Dies ergibt eine Bruttomarge von 31,1% (32,2). Gegenüber der Bruttomarge des ersten Halbjahres von 29,2% bedeutet dies eine leichte Verbesserung. Die Unternehmungsführung beurteilt den Margenanstieg im zweiten Semester mit der strategischen Neuorientierung weg vom Retailgeschäft. Das Servicegeschäft habe 2011 an Bedeutung gewonnen und sei «signifikant» gewachsen. Nach wie vor trage die Wartungssparte aber nur einen kleinen Teil zum Umsatz bei von 10%. Den Löwenanteil am Umsatz erbrachte nach wie vor das Kerngeschäft der Digital-TV-Ausrüstung von 58%. Die Breitbandsparte steuerte 32% am den Verkäufen bei.

Verlust von 12,2 Mio Dollar
Der EBIT vor Reorganisationskosten reduzierte sich auf 7,6 (17,7) Mio USD. Nach Reorganisationskosten verbuchte ADB indes einen operativen Verlust von 7,7 Mio USD. Die Kosten für die Reorganisation belaufen sich auf 15,4 Mio USD, was gemäss ADB-Leitung etwas höher als erwartet ist. Unter dem Strich verblieb ein Verlust von 12,2 Mio USD gegenüber einem Gewinn im vergangenen Jahr von 12,9 Mio.

«Transformationsjahr»
CEO Andrew Rybicki taxiert 2011 als «Transformationsjahr». Trotz vieler Unwägbarkeiten in der Vergangenheit, sei das Vertrauen der ADB-Kunden nach wie vor stark. So gewann ADB beispielsweise den belgischen Breitbandanbieter VOO als neuen Kunden für ein Set-Topbox-Modell.

Ausblick: «Definitiv positiv»
Im laufenden Jahr habe die Weiterführung der Reorganisation sowie die Qualitätsverbesserung der Produkte Priorität. Den Ausblick bezeichnet das Unternehmen als «definitiv positiv». Auf eine konkrete Gudiance wird wegen der anhaltenden makroökonomischen Unsicherheiten verzichtet. Die Führung von ADB hat sich ferner noch nicht über eine Dividendenauszahlung festgelegt. (awp/mc/pg)

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