Bottomline: Bekämpfung von Geldwäscherei – Eine Handvoll Fragen zur klugen Wahl eines Dienstleistungspartners

Bottomline: Bekämpfung von Geldwäscherei – Eine Handvoll Fragen zur klugen Wahl eines Dienstleistungspartners

Bottomline: Bekämpfung von Geldwäscherei – Eine Handvoll Fragen zur klugen Wahl eines Dienstleistungspartners
Von Daniel Bardini, Managing Director Financial Messaging Bottomline Technologies.

Der Bankensektor erlebt laufend Veränderungen im regulatorischen Umfeld – oft im Zusammenhang mit der Bekämpfung von Geldwäscherei. Die Wahl des richtigen Dienstleistungsproviders zur Bekämpfung von Geldwäscherei ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Bewältigung dieser Veränderungen.

Da neue Zahlungsmethoden – wie beispielsweise Echtzeitzahlungen – die Anforderungen an die Bekämpfung von Geldwäscherei erhöhen, kann die Implementierung eines Programms, das gleichzeitig neue Zahlungsangebote für Kunden schafft und dabei auch noch die Compliance-Kosten senkt, für eine Bank einen grossen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Vorausgesetzt man hat als Finanzinstitut den optimalen Anbieter der entsprechenden Dienstleistungen an Bord.

In Anbetracht dessen und da Sie möglicherweise gerade mitten im Prozess der Evaluierung neuer Anbieter stecken, sind hier einige wichtige Fragen, zu denen Sie eine Antwort benötigen:

Flexibilität ist trügerisch
Flexibilität ist eines dieser Schlagwörter, das alle Anbieter im Repertoire haben. Um beurteilen zu können, wie flexibel die Lösung eines Anbieters wirklich ist – insbesondere im Hinblick auf neue Zahlungsangebote, Vorschriften und Änderungen im Risikoprofil eines Produkts – müssen spezifische Fragen gestellt werden:

  1. Wie schnell (und zu welchen Kosten) kann ein neues Echtzeit-Zahlungsangebot mit entsprechender Überwachung eingerichtet werden? Die Antwort darauf kann für Finanzinstitute der entscheidende Faktor sein, ob ein Produkt auf den Markt gebracht werden kann oder nicht.
  2. Ist die Lösung auf Logdateien oder Protokolle angewiesen, um Zahlungsdaten einzugeben? Moderne AML-Lösungen sind besser gerüstet, um mit neuen Zahlungsarten zu arbeiten, die über API’s eingerichtet werden und eine transaktionsbezogene Überprüfung bevorzugen.
  3. Wie lange dauert es, eine neue Überwachungsregel einzuführen und sind dafür externe – und meist teure – Anbieter erforderlich? Das Hinzufügen neuer Regeln oder sogar das Um-Konfigurieren existierender Regeln kann auf älteren AML-Systemen ein kostspieliges Unterfangen sein. Neuere Lösungen bieten ein deutliches Plus an Flexibilität, und ermöglichen dem Anwender, Regelparameter in der Benutzeroberfläche (UI) des AML-Systems anzupassen, ohne den Code abzuändern.
  4. Können Sie das System selbst anpassen, um es im Laufe der Zeit effektiver zu machen, indem Sie beispielsweise Fehlalarme reduzieren? Einige Lösungen bieten sogar eine «What If»-Analyse an, um historische Daten zu analysieren und aufzuzeigen, wie sich diese Anpassungen auf die ausgelösten Warnmeldungen ausgewirkt hätten. Ein schneller, direkter Zugriff auf diese Daten kann die Feinabstimmung des Systems effizienter, effektiver und viel weniger aufwendig machen.

Moderne Funktionen und Benutzeroberfläche
Sind Risikobewertung, Datenerfassung und Datenvisualisierung Kernfunktionen des Systems?

Während viele statische Regeln, welche bei der Überprüfung einen hohen manuellen Aufwand erfordern, weiterhin bestehen müssen, beinhalten neue Lösungen Standardfunktionen wie Risikobewertung, Datenerfassung und sogar Datenvisualisierungstools. Diese helfen, Fehlalarme zu reduzieren und die Zeit für die Überprüfung von Warnmeldungen zu verkürzen.

Laut Brighterion, einem Entwickler von AI- und Machine Learning-basierter Software zur kanalübergreifenden Betrugsprävention und Risikoüberwachung, sind aktuell etwa 99% der Warnungen Fehlalarme. Eine Risikobewertung in Kombination mit vorausschauender Analyse bildet ein dynamisches Kontenprofil, welches eine automatisierte Erkennung von Szenarien ermöglicht, die durch statische Regeln nicht erkannt würden. Zugleich reduziert es Fehlalarme, die eine Untersuchung durch Compliance-Mitarbeiter erfordern.

Neue Datenvisualisierungstools verschaffen den Ermittlern einen vollständigen Überblick über die auf einem Konto ein- und ausgehenden Transaktionen. Dies ermöglicht ihnen, schnell Verbindungen zwischen Konten zu erkennen, die zwischen verschiedenen Zahlungsarten wechseln können, anstatt Informationen, die an unterschiedlichen Orten gespeichert sind, mühsam zusammenzusuchen. Moderne Benutzeroberflächen präsentieren die Informationen Ermittlern dann auf eine Art und Weise, dass diese pro Alarm weniger Zeit aufwenden und somit die Arbeitskosten senken – welche laut Lexis Nexus 70% der jährlichen Kosten eines AML-Compliance-Programms ausmachen.

Bei all den Veränderungen im Bereich Finanzdienstleistungen und Compliance ist es wichtig, einen AML-Anbieter zu finden, der einen guten Überblick über anstehende Veränderungen hat, und dann auch in der Lage ist, sich den neuen Vorschriften rasch anzupassen. Um wirklich beurteilen zu können, ob ein Anbieter bereit ist, die Anforderungen dieser neuen Risikolandschaft zu bewältigen, müssen schwierige Fragen gestellt werden.

Sind die Anbieter was diese Veränderungen betrifft auf dem Laufenden und können sie Ihnen dabei helfen, sich richtig vorzubereiten? Sind sie mit den neusten maschinellen Lernfunktionen vertraut und schaffen damit ein hohes Mass an Transaktionsüberwachung? Wie werden sie ihr Produktangebot auf der Grundlage neuer Vorschriften ergänzen oder anpassen? Welche Support-Optionen bieten sie an?

Antworten auf diese Fragen sollten Ihnen proaktiv im Voraus gegeben werden. Wenn ein Provider darauf wartet, dass Sie fragen, könnte das eine rote Flagge und damit ein Zeichen dafür sein, dass er in Zukunft kein guter Partner sein wird. (Bottomline/mc)

Über Bottomline Technologies
Bottomline Technologies (NASDAQ: EPAY) macht den komplexen geschäftlichen Zahlungsverkehr einfacher, smarter und sicherer. Tausende von Unternehmen und Banken auf der ganzen Welt vertrauen auf die Lösungen von Bottomline für den nationalen und internationalen Zahlungsverkehr, effizientes Cash-Management, automatisierte Workflows zur Zahlungsabwicklung und Rechnungsprüfung, modernste Betrugserkennung, Verhaltensanalyse und regulatorische Compliance-Lösungen. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Portsmouth, New Hampshire, USA. Es betreut seine Kunden über Niederlassungen in den Vereinigten Staaten, in Europa und in der Asien-Pazifik-Region. In der Schweiz unterstützt Bottomline seine Kunden mit einem engagierten, hochkompetenten Team aus Genf.

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