Deutsche Telekom und arviem AG starten M2M-Partnerschaft

Reinhard Clemens

Reinhard Clemens, Vorstandsvorsitzender T-Systems.

Bonn – Die Telekom AG hat mit einem der führenden Anbieter für Cargo Monitoring-Lösungen und -Dienstleistungen, der schweizerischen arviem AG, eine Vereinbarung im hohen einstelligen Millionenbereich geschlossen. Gemeinsam werden die Partner ihren Kunden eine Lösung zur Echtzeitüberwachung von Frachtsendungen bieten. Das gaben beide Unternehmen heute bekannt. Für die Telekom ist die Partnerschaft ein wichtiger Baustein für den Ausbau des Geschäfts mit Lösungen auf Basis der Machine-to-Machine-Kommunikation (M2M).

Die Telekom stellt im Rahmen der Partnerschaft sowohl die Hardware als auch die SIM-Karten bereit. Die Software-Lösung, die die gesammelten Daten auswertet, kommt von arviem. Im nächsten Schritt wird die Telekom einen Komplettservice inklusive Software aus einer Hand anbieten. Das Besondere: Kunden können die komplette Lösung pro Frachtsendung zum Festpreis buchen (OPEX). Grosse Investitionen entfallen damit. Das Modell macht die Unternehmen gleichzeitig flexibler, weil sich je nach Bedarf zusätzliche Container oder aber auch einzelne Frachtsendungen ausstatten lassen.

Flexible Lösung
Flexibel ist neben dem Geschäftsmodell auch die Lösung selbst. Da das Tracking-Gerät nicht fest mit dem Container verbaut ist, kann es der Kunde jederzeit eigenhändig an der Aussenseite anbringen. Das Gerät verfügt über mehrere Sensoren, die Umgebungsbedingungen wie Temperatur, Feuchtigkeit oder Erschütterungen erfassen. Per GPS lokalisiert das System den Container zusätzlich auf bis zu 30 Meter genau. Jeder Kunde legt vorab fest, über welche Ereignisse er informiert werden will – zum Beispiel, ob sein Container während des Transports geöffnet wurde oder von der geplanten Route abweicht. Die M2M-Lösung übermittelt die gewünschten Daten über Mobilfunk. Eine Software bereitet dann die Informationen auf und stellt sie den Kunden per E-Mail oder in einem web-basierten Dashboard zur Verfügung.

Cargo Monitoring ist für viele Unternehmen entscheidend, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Täglich sind mehr als 16 Millionen Container weltweit unterwegs. Hierbei kommen durchschnittlich 30 Prozent aller Frachtsendungen entweder beschädigt oder verspätet an.

Wichtiges strategisches Wachstumsfeld
Für die Deutsche Telekom gehört M2M zu den wichtigsten strategischen Wachstumsfeldern. «Wir setzen auf starke Partner, um für die verschiedenen Branchen und Anwendungsszenarien ein breites Angebot an Lösungen und Services zu bieten. Die Zusammenarbeit mit arviem ist dabei ein wichtiger Meilenstein», sagt Jürgen Hase, Leiter des M2M Competence Center der Deutschen Telekom. Für arviem waren die weltweite Präsenz und das leistungsfähige Netz der Telekom ausschlaggebend: «Wenn Unternehmen ihre Frachtsendungen global in Echtzeit überwachen, sind sie schliesslich auf nahtlose und zuverlässige Verbindungen und Services angewiesen», sagt Stefan Reidy von der arviem AG. (T-Systems/mc/ps)

Über die Deutsche Telekom
Die Deutsche Telekom ist mit mehr als 132 Millionen Mobilfunkkunden sowie über 32 Millionen Festnetz- und 17 Millionen Breitbandanschlüssen eines der führenden integrierten Telekommunikationsunternehmen weltweit (Stand 31. Dezember 2012). Der Konzern bietet Produkte und Dienstleistungen aus den Bereichen Festnetz, Mobilfunk, Internet und IPTV für Privatkunden sowie ICT-Lösungen für Gross- und Geschäftskunden. Die Deutsche Telekom ist in rund 50 Ländern vertreten und beschäftigt weltweit 230.000 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2012 erzielte der Konzern einen Umsatz von 58,2 Milliarden Euro, davon wurde mehr als die Hälfte ausserhalb Deutschlands erwirtschaftet (Stand 31. Dezember 2012).

Über T-Systems
Mit einer weltumspannenden Infrastruktur aus Rechenzentren und Netzen betreibt T-Systems die Informations- und Kommunikationstechnik (engl. kurz ICT) für multinationale Konzerne und öffentliche Institutionen. Auf dieser Basis bietet die Grosskundensparte der Deutschen Telekom integrierte Lösungen für die vernetzte Zukunft von Wirtschaft und Gesellschaft. Rund 52.700 Mitarbeiter verknüpfen bei T Systems Branchenkompetenz mit ICT-Innovationen, um Kunden in aller Welt spürbaren Mehrwert für ihr Kerngeschäft zu schaffen. Im Geschäftsjahr 2012 erzielte die Grosskundensparte einen Umsatz von rund 10 Milliarden Euro.
In der Schweiz zählt T-Systems rund 650 Mitarbeitende und ist neben dem Hauptsitz in Zollikofen schweizweit an verschiedenen Standorten vertreten. Seit März 2011 ist das Schweizer SAP Systemhaus Data Migration Consulting AG ein Tochterunternehmen der T-Systems Schweiz AG.

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