Digitalisierung im deutschen Mittelstand: Das volle Potenzial ist längst noch nicht ausgeschöpft

Digitalisierung im deutschen Mittelstand: Das volle Potenzial ist längst noch nicht ausgeschöpft
Matthias Aumann (Foto) © Mission Mittelstand)

Die Digitalisierung ist eines der Themen unserer Zeit. Das zeigt ganz aktuell der Hype, den die Ende November 2022 gestartete KI-Software ChatGPT ausgelöst hat. Nicht nur globale Grosskonzerne, auch mittelständische Unternehmen aus Deutschland entdecken die zahlreichen Chancen der digitalen Transformation. Und erkennen zugleich, dass sie ohne umfassende Digitalisierung dauerhaft keine Chance am Markt mehr haben werden.

Die Digitalisierung wird damit zur Schicksalsfrage und Richtungsentscheidung für den deutschen Mittelstand.     

Mittelstand weist grossen Nachholbedarf bei der Digitalisierung auf

Die Corona-Pandemie hatte – mit Blick auf den Mittelstand – auch viele gute Seiten. Die entbehrungsreiche Zeit, in der viele menschliche Begegnungen im Privat- und Berufsleben nicht möglich waren, hat umgekehrt dafür gesorgt, dass Deutschland in Sachen Digitalisierung einigen Boden gutgemacht hat. Das bestätigt die von der Deutschen Telekom in Auftrag gegebene Studie „Digitalisierungsindex Mittelstand 2021/2022“. Doch nach dem ersten Digitalisierungsschub durch Corona scheint das Tempo der Digitalisierung gerade im Mittelstand wieder abzuflachen. Während die grossen Konzerne im Jahr 2021, verglichen mit 2020, die digitale Transformation weiter stark vorantrieben, hinken mittelständische Unternehmen laut der Studie wieder hinterher.

Tempomacher und Role Models in Sachen Digitalisierung sind in Deutschland vor allem Logistikfirmen und Industrieunternehmen. Zu den Schlusslichtern bei der Digitalisierung gehören das Baugewerbe und weite Teile des Handels.

Cyberangriffe zeigen Verletzlichkeit – und führen zum Umdenken

Mittelständische Unternehmen haben sich 2021 bei der Digitalisierung vorrangig auf die Themen IT-Sicherheit und Datenschutz konzentriert. Denn die wirtschaftlichen Schäden, die Mittelständler in den vergangenen Jahren durch Cyberangriffe und Hacker-Erpressungen erlitten haben, lassen sich kaum mehr beziffern. Prominentestes Opfer aus der jüngeren Zeit ist der Automobilzulieferer Continental. Das Technologieunternehmen aus Hannover musste einen immensen Datenklau zugeben – und sieht sich jetzt massiven Erpressungsversuchen ausgesetzt.  

Doch Investitionen machen nicht nur bei Schutzmassnahmen Sinn. In der Digitalisierung stecken auch viele, bis dato ungenutzte Potenziale für neue Geschäftsmodelle oder deutlich schlankere Geschäftsprozesse. Gerade hier haben Mittelständler nach Ansicht von Marktkennern noch viel Luft nach oben.

So lässt sich etwa mithilfe smarter digitaler Tools die Zusammenarbeit im Unternehmen sowie mit Partnern und Zulieferern optimieren und deutlich effektiver gestalten.

Mit spezialisierten VoIP-Telefonsystemen, Tools für störungsfreie und sichere Videokonferenzen oder Virtual Reality (VR) wird die Zusammenarbeit auf ein neues technisches Level gehoben. Digitalisierung macht „New Work“ erst möglich.

Immer häufiger gestalten Unternehmen aus dem Mittelstand zudem ihre Produktionsprozesse und energetische Gebäudestandards mithilfe der Digitalisierung sowie Automatisierung klimafreundlich.

Welche digitalen Megatrends den Mittelstand revolutionieren

Digitale Technologien wie Cloud Computing, Künstliche Intelligenz (KI), Internet of Things (IoT), Deep Learning oder maschinelles Lernen leisten wertvolle Dienste. Sie machen die digitale Transformation zum nachhaltigen Erfolg auch im Mittelstand. Den Unternehmen eröffnen sich auf diese Weise bisher kaum für möglich gehaltene Möglichkeiten, neue Produkte oder Dienstleistungen zu entwickeln. So verbessert etwa das Internet der Dinge radikal die Abläufe in den Produktionshallen. Immer schlauere Maschinen sind zudem eine Antwort auf den grassierenden Fachkräftemangel. Chatbots – siehe das Beispiel ChatGPT – können im Kundendialog wertvolle Dinge leisten. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die Antworten der Bots passgenauer sind als die immer seltener zu findenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Call-Center. Und dank des Cloud Computing können Mittelständler smart ihre IT weitgehend in die sichere Wolke verlagern und können sich das Geld für Investitionen in teure stationäre Rechner oder Telefonanlagen in ihren Büros sparen.

Mission Mittelstand: Deutschlands erste komplett digitalisierte Unternehmensberatung

Wie sehen die nächsten erfolgreichen Schritte bei der Digitalisierung aus? Was soll konkret getan werden? Viele Chefinnen und Chefs mittelständischer Firmen, die in der täglichen Routinearbeit gefangen sind, stellen sich diese Fragen derzeit. Guter Rat ist gefragt. Und den gibt es etwa durch Matthias Aumann und sein Team. Aumann hat mit der Mission Mittelstand die erste, vollständig digitalisiert arbeitende Unternehmensberatung gegründet. Der erfolgreiche Unternehmer, der mit Anfang 20 sein erstes Unternehmen im Gartenbaubereich aufgebaut hat, weiß aus eigener Erfahrung, was Unternehmer brauchen: handfesten, praktisch umsetzbaren Rat.

Aumann hat es sich zur Mission gemacht, den deutschen Mittelstand zu digitalisieren – und so unseren gesamten Wohlstand zu fördern. Denn der Mittelstand ist und bleibt das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Aumanns Ratschläge und Massnahmen setzen vor allem an folgenden Punkten an: bei Systemen und Prozessen, der Gewinnung von Mitarbeitenden sowie im Marketing.

Grundvoraussetzung für erfolgreichen Wandel: eine offene Unternehmenskultur

Die wichtigsten Trends beim Thema Digitalisierung 2022 – von IT-as-a-Service über Cloud Computing bis hin zur Industrie 4.0 – werden die Unternehmen weiterhin beschäftigen. Digitalisierungsexperte Matthias Aumann sagt, was es für die digitale Transformation braucht:

„Vor allem ist zu beachten, dass Digitalisierung für viele Betriebe eine grosse Herausforderung ist. Dabei ist das oberste Ziel, den richtigen Schritt weg von den bisherigen Standards ins Heute zu schaffen. Die Digitalisierung ist dabei häufig gar nicht das erste Problem, sondern der Start, um etwas Neues zu beginnen.“

Damit das gelingt, ist eine offene Unternehmenskultur Grundvoraussetzung. Aumann: „Vom Auszubildenden bis zur Führungskraft muss jeder und jede dazu bereit sein, die Herausforderungen anzunehmen.“ (Au/mc/hfu)


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