Digitalisierung und weitere Trends im Schweizer Versicherungsmarkt

Digitalisierung und weitere Trends im Schweizer Versicherungsmarkt
(Bild: © Coloures-Pic / AdobeStock)

Luzern – Mehr als ein Drittel der in der Schweiz wohnhaften Bevölkerung kann sich vorstellen, künftig ausschliesslich online mit Versicherungen zu interagieren. Gleichzeitig schätzen Kundinnen und Kunden weiterhin den traditionellen Kontakt, etwa per Telefon. Dies geht aus dem «Swiss Insurance Monitor 2021», einer neuen Studie unter Leitung der Universität Luzern, hervor.

Der Swiss Insurance Monitor 2021 ist das Ergebnis der ersten Durchführung einer jährlich geplanten Studienreihe der Universität Luzern zur allgemeinen Wahrnehmung von Versicherungen und der Einstellung gegenüber der Schweizer Versicherungslandschaft. Das für die Schweiz repräsentative Studienformat entstand unter der Leitung von Prof. Dr. Reto Hofstetter (Universität Luzern) in Zusammenarbeit mit dem Verband Digitalversicherungen Schweiz, der EY Schweiz AG und FinanceScout24.

Die erste Ausgabe des Monitors setzt einen inhaltlichen Schwerpunkt auf Themen der fortschreitenden Digitalisierung im Versicherungsmarkt. Die Ergebnisse der Studie geben somit nicht nur Einblicke in die allgemeine Wahrnehmung von Versicherungsleistungen, sondern auch zu spezifischen Themen der Digitalisierung im Versicherungskontext wie etwa neuen Online-Interaktionsformen (z. B. Versicherungs-Apps oder Chat-Bots).

Ausgewählte Ergebnisse der Studie
Insgesamt 72 Prozent der in der Schweiz wohnhaften Bevölkerung ist grundsätzlich zufrieden mit ihren Versicherungen. Entsprechend empfehlen 57 Prozent der Befragten ihre Versicherungen an Freunde oder Bekannte weiter. Die Studienergebnisse deuten jedoch darauf hin, dass einige für Schweizerinnen und Schweizer wichtige Entscheidungskriterien nicht ausreichend durch die Versicherungen adressiert werden. Hierzu gehört beispielsweise die Kündigungsfrist von Versicherungsverträgen, welche von Kundinnen und Kunden als zu lange angesehen wird.

Die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Versicherungsbranche zeigen sich aktuell bereits exemplarisch bei den Vertragsabschlüssen: 24 Prozent der Versicherungsverträge wurden in den letzten fünf Jahren online abgeschlossen. Bei Online-Versicherungsabschlüssen schätzen Kunden vor allem den Zeitgewinn. Zudem können sich 36 Prozent der Umfrageteilnehmenden vorstellen, zukünftig ausschliesslich online mit Versicherungen zu kommunizieren. Zu den beliebtesten digitalen Kommunikationswegen im Jahr 2021 zählen Online-Versicherungsportale und Smartphone-Messenger (z.B. WhatsApp).

Die Ergebnisse zeigen jedoch gleichzeitig, dass die traditionellen Interaktionsformen mit Versicherungen weiterhin eine hohe Bedeutung haben. So hat 56 Prozent der Schweizer Bevölkerung noch nie einen Versicherungsvertrag auf einem digitalen Weg abgeschlossen. Der beliebteste Kommunikationskanal ist der klassische Telefon-Anruf. (mc/pg)

Vollständiger Studienbericht

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