Google legt Digitalisierung von Bibliotheken auf Eis

Geplant war, dass in etwa 15 Mio. Büchern online nach Schlagworten gesucht werden kann und Zusammenfassungen, Auszüge oder auch ganze Bücher Online verfügbar gemacht werden. Google wird das Scannen von Copyright-geschützten Büchern vermutlich bis November einstellen. Grund dafür sind laufende Verhandlungen mit Verlegern, der Buch-Branche, Autoren und Organisationen. Das Projekt wird in den kommenden Wochen modifiziert und Google will den Verlagen die Möglichkeit geben, eine Liste von Büchern zu erstellen, die in das Programm aufgenommen werden und eine Liste mit Titeln, die nicht gescannt werden sollen.


19 europäische Nationalbibliotheken sind beim Projekt dabei
In den vergangenen Monaten wurde das Projekt Google Print häufig kritisiert. Sechs europäische Staaten unter der Schirmherrschaft von Frankreich haben sich im März 2005 für eine eigene Europäische Online-Bibliothek mit Volltextsucht stark gemacht und zum Widerstand gegen die Homogenisierung der Kultur durch Google aufgerufen. 19 europäische Nationalbibliotheken haben angekündigt, dieses Projekt zu unterstützen. Auch der Börsenverein des deutschen Buchhandels hat im Mai dieses Jahres eine gemeinsame Plattform zur Volltextsuche als Konkurrenz zu Google angekündigt. (pte/mc/th)

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