Endspurt im Weihnachtsgeschäft

Markus Wenger

Markus Wenger, Country Manager Switzerland bei hybris.

Zürich – Konsumenten denken nicht in einzelnen Vertriebskanälen. Dass sie aber je nach angestrebten Produkt ein unterschiedliches Kaufverhalten an den Tag legen und unterschiedliche Kanäle nutzen, zeigt die aktuelle Studie „Von Multi-Channel zu Cross-Channel – Konsumentenverhalten im Wandel“ des ECC Handel in Zusammenarbeit mit der hybris GmbH. Vor Käufen in stationären Geschäftsstellen insbesondere bei Produkten aus den Bereichen Sport und Unterhaltungselektronik holen etwa 40 Prozent der Konsumenten zuvor Informationen in Online-Shops ein, während dies bei Modeartikeln nur in knapp 15 Prozent der Fälle geschieht.

Im Mittelpunkt der Studie steht die Frage, wie sich unterschiedliche Vertriebskanäle gegenseitig beeinflussen. Über 1.000 Internetnutzer und weitere 500 Smartphonenutzer wurden hierfür zu ihrem Informationsverhalten bei ihrem letzten Kauf im stationären Handel, im Internet und im Katalog befragt.

Kaufimpulse auch online setzen
Wann Konsumenten welchen Kanal zur Information nutzen und wo der Kauf letztlich getätigt wird, hängt demnach auch massgeblich von dem angestrebten Produkt ab. „Die Studie zeigt, dass sich vor allem Käufer von Consumer Electronics oder Sportartikeln vor dem Kauf im stationären Ladengeschäft umfassend im Internet informieren. Im Weihnachtsgeschäft ist es deshalb von grosser Bedeutung, die Kaufimpulse auch online zu setzen“, erklärt Andreas Duscha, Bereichsleiter des ECC Handel. „Im Bereich Mode beispielsweise sieht das anders aus. Hier schaffen es die Versandhandelskanäle deutlich weniger Impulse für den stationären Handel und umgekehrt zu setzen.“

Anders gestaltet sich das Bild, wird die Kaufanbahnung innerhalb eines Anbieters betrachtet. Hier schaffen es vor allem die Mode- und Sportartikelfirmen, die Konsumenten kanalübergreifend zu binden. Rund ein Drittel des Online-Mode-Shoppings ist auf Impulse aus dem eigenen Print-Katalog zurückzuführen. Stationäre Läden gewinnen Konsumenten hingegen durch Impulse des eigenen Online-Shops vor allem im Bereich Freizeit und Hobby.

Kunden über verschiedene Kanäle ansprechen
„Weihnachten steht vor der Tür – für viele Branchen die umsatzstärkste Phase im Jahr“, so Markus Wenger, Country Manager Switzerland bei hybris. „Damit das auch in Zukunft so bleibt, müssen Händler und Markenhersteller ihre Kunden über verschiedene Kanäle ansprechen und diese Kanäle zur durchgehenden Impulssetzung nutzen. Denn Kunden im Zeitalter von Shopping 3.0 informieren sich über Produkte und kaufen diese sowohl on- als auch offline.“ (Hybris/mc)

Informationen zur Studie
Die Studie „Von Multi-Channel zu Cross-Channel – Konsumentenverhalten im Wandel“ in Zusammenarbeit mit der hybris GmbH stellt die Neuauflage und somit sechste Studie des ECC Handel über das Multi-Channel-Verhalten der Konsumenten dar. Die Untersuchung bezieht sich auf Umsatzgrössen, welche auf Basis einer Nachkaufbefragung erhoben wurden. Hierfür wurden im Januar 2011 insgesamt 1007 Internetnutzer ab 16 Jahren befragt. Die Stichprobe wurde hinsichtlich Alter, Geschlecht, Bildung und Nettoeinkommen repräsentativ quotiert. Zusätzlich wurde eine Referenzgruppe von 500 Smartphone-Nutzern unter 30 Jahre befragt, um die verstärkte Nutzung des mobilen Internets und dessen (zukünftige) Wirkung auf die Vertriebskanäle zu untersuchen.

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Informationen über das E-Commerce-Center Handel (ECC Handel)
Das ECC Handel wurde 1999 als Forschungs- und Beratungsinitiative unter der Leitung der IfH Institut für Handelsforschung GmbH ins Leben gerufen. Das Ziel ist es, Handelsunternehmen zum Thema E-Commerce fundiert und neutral zu informieren. Individuelle Fragen zum E-Commerce von Unternehmen, Verbänden und öffentlichen Institutionen beantwortet das ECC Handel im Rahmen von Auftragsprojekten. Zahlreiche Aspekte des E-Commerce im Handel hat das ECC Handel zudem in eigenen Studien untersucht. Es wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) für spezifische Projekte gefördert und ist in das Netzwerk Elektronischer Geschäftsverkehr (NEG) als Branchenkompetenzzentrum mit Themenfokus Handel eingebunden.

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Informationen über die IfH Institut für Handelsforschung GmbH (IFH Köln)
Als Schnittstelle von Wissenschaft und Praxis ist das IFH Köln seit 1929 im Dienste des Handels tätig. Als Forschungs- und Beratungsunternehmen bieten wir empirisch basierte Businesslösungen zur Analyse, Planung, Steuerung und Bewertung von Unternehmensstrategien sowie eine unabhängige, neutrale Austauschplattform zur themen- und datenbasierten Interaktion mit allen Marktteilnehmern im Handel. Handelsunternehmen, Zulieferer, Hersteller und Dienstleister sowie Verbände und öffentliche Institutionen profitieren von branchenspezifischer Information, Forschung und Beratung rund um die Fragen des Handels. Als Brancheninsider optimieren wir mit Forschungsergebnissen gelebte Handelspraxis und liefern praxisrelevante Grundlagen für bessere Unternehmensentscheidungen. Für die Fragen unserer Kunden stehen im IFH Köln hochqualifizierte Branchen- und Themenexperten sowie alle gängigen und modernen Methoden der Marktforschung zum Einsatz bereit.

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Informationen über hybris
hybris ist einer der führenden Experten im Bereich End-to-End Multichannel Commerce. Der Hersteller von Standardsoftware und Anbieter von Managed und Hosting Services hilft Unternehmen dabei, über sämtliche Vertriebskanäle mit Kunden und Partnern stets konsistent, aktuell und relevant zu kommunizieren. Für diese Herausforderung hat hybris eine integrierte und flexible Lösung entwickelt, um Marketing- und Vertriebsinformationen medienneutral, automatisiert und zentral zu verwalten. Unternehmen sind somit in der Lage über alle Absatzkanäle hinweg ihre Produkte und Dienstleistungen einheitlich zu vertreiben. Vertreten mit 14 Niederlassungen in den Wirtschaftszentren von Nord- und Südamerika, Asien und Europa zählt hybris mehr als 380 Kunden weltweit. Zu diesen Kunden zählen führende Marken aus der Handels- und Fertigungsindustrie, wie u.a.: Toys´R´us, Adidas, Douglas, Levi´s, Pirelli, Conrad, Ericsson, Lufthansa, Reebok, Ulla Popken, Sika, Phonak, und Rexel und in der Schweiz beispielsweise Markenunternehmen wie Nespresso, Douglas, Freitag, Migros, Victorinox, Möbel Pfister und V-Zug.

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