France Télécom treibt Orange-Verkauf voran

Stéphane Richard

Stéphane Richard, CEO France Télécom.

Paris – Der französische Telekommunikationskonzern France Télécom treibt trotz der Unsicherheit an den Finanzmärkten den Verkauf seiner Mobiltelefon-Tochter Orange Schweiz voran. Nach Angaben von mit der Sache vertrauten Personen sollten am Montag die ersten nicht bindenden Angebote für Orange bei France Télécom eingehen.

Interessiert an der Nummer drei im Schweizer Telekommarkt seien Private Equity Firmen wie Apax Partners und Providence. Auch der ägyptische Telekom-Tycoon Naguib Sawiris habe ein Auge auf Orange geworfen. France Télécom schwebt ein Preis zwischen 1,5 Mrd und zwei Mrd EUR vor. Zum Problem könnte Beobachtern zufolge die Finanzierung werden, da Banken wegen der Euro-Schuldenkrise nicht mehr so ohne weiteres grosse Kredite bereitstellen.

Weko untersagt Fusion mit Sunrise
Mehreren Quellen zufolge könnte France Télécom bei der Zusammenstellung des Kredits mithelfen, um den Verkauf zu beschleunigen. Eine Finanzierung in Franken wäre leichter zu bewerkstelligen als eine Euro-Finanzierung, sagte eine mit der Sache vertraute Person. Und für gute Projekte gebe es weiterhin Kredite. Im vergangenen Jahr untersagte die Wettbewerbskommission (Weko) die Fusion von Orange mit der Schweizer Nummer zwei Sunrise. Seitdem versucht France Télécom die Firma zu verkaufen. Der Schweizer Telekommarkt wird von der Swisscom dominiert, die einen Marktanteil von rund 60% hat. Sunrise, die der Private Equity Gruppe CVC gehört, hält rund 20% des Marktes. (awp/mc/ps)

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