Google startet digitales Mandela-Archiv

Nelson Mandela

(Screenshot Nelson Mandela Centre of Memory)

Johannesburg – Zusammen mit dem Nelson Mandela Centre of Memory hat Google das neue Nelson Mandela Digital Archive gestartet. Das Archiv enthält aktuell mehr als 1’900 einzigartige Bilder, Dokumente und Videos. Darunter sind bislang unveröffentlichte Manuskriptentwürfe Mandelas für eine Fortsetzung seiner Autobiografie «Der lange Weg zur Freiheit».

Neben Historikern, Erziehungswissenschaftlern und Forschern haben nun auch Internetnutzer aus der ganzen Welt Zugang zu umfangreichen Informationen über das Leben und das Vermächtnis des aussergewöhnlichen afrikanischen Staatsmannes. Das neue Online-Multimedia-Archiv umfasst Nelson Mandelas Korrespondenz mit Familie, Mitstreitern und Freunden, Tagebücher, die er während seiner 27 Jahre im Gefängnis geschrieben hat, sowie Notizen, aus seiner Zeit als Verhandlungsführer zur Beendigung der Apartheid in Südafrika. Das Archiv enthält zudem das älteste bekannte Foto von Nelson Mandela und seltene Bilder seiner Gefängniszelle auf Robben Island in den 1970er Jahren.

Das Leben einer Legende
«Es freut uns, zu sehen, wie unsere gemeinsamen Bemühungen Wirklichkeit werden», so Verne Harris vom Nelson Mandela Centre of Memory. «Dieses Digitalisierungsprojekt wird es uns ermöglichen, sämtliche Interessenten zu erreichen – von der weltweiten Elite bis zu systembedingt benachteiligten Südafrikanern. Besucher können das Archiv durchsuchen oder darin stöbern, um detaillierte Informationen über unterschiedliche Bereiche von Mandelas Leben und Werk zu erhalten: Frühe Jahre, Jahre im Gefängnis, Präsidentschaftsjahre, Ruhestand, Bücher für Mandela, Junge Menschen und Meine Momente mit einer Legende.»

Historisches Erbe bewahren
Steve Crossan, Direktor des Google Cultural Institute: «Das Mandela Digital Archive ist ein Beleg dafür, wie das Internet helfen kann, das historische Erbe zu bewahren und es der Welt verfügbar zu machen. Wir haben eng mit dem NMCM zusammengearbeitet, um ein interaktives Online-Erlebnis zu schaffen, mit leistungsfähigen Anwendungen zum Suchen und Stöbern. So können Nutzer die inspirierende Lebensgeschichte Nelson Mandelas erkunden.»

Ein stetig wachsendes Archiv
«Das Archiv umfasst derzeit mehr als 1.900 einzigartige Bilder, Dokumente und Videos. Und es wird im Laufe der Zeit noch grösser werden», erläutert Luke Mckend, Country Manager für Google Südafrika. «Südafrikaner jeglicher Herkunft können sich nun mit wichtigen Teilen der Geschichte unseres Landes beschäftigen. So kann man beispielsweise einen handgeschriebenen Brief lesen, der 1977 von Robben Island geschmuggelt wurde. Oder den Haftbefehl, mit dem Mandela erst für fünf Jahren ins Gefängnis geschickt wurde und schliesslich lebenslang.»

Das Projekt Nelson Mandela Digital Archive ist eine Initiative des Nelson Mandela Centre of Memory und des Google Cultural Institute. Mit einem Team engagierter Google-Mitarbeiter aus der ganzen Welt entwickelt das Cultural Institute Anwendungen, um das kulturelles Erbe zu bewahren und es weltweit zugänglich zu machen. Weitere Projekte sind die Präsentation der Schriftrollen vom Toten Meer, die Online-Präsentation mehrerer tausend Kunstwerke durch das Art Project und die Digitalisierung der Holocaust-Materialien von Yad Vashem.  (Google/mc/pg)

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