Grossfirmen überraschend ohne klare Sourcingstrategien

Pierre Klatt

Pierre Klatt, Managing Director T-Systems Schweiz.

Zollikofen – Ein von T-Systems in der Schweiz alljährlich durchgeführtes Trendmonitoring misst den Puls der Branche. Überraschendes Ergebnis: Die Mehrheit der befragten Unternehmen mit über 5‘000 Mitarbeitern gibt an, nach wie vor keine klare Sourcingstrategie zu verfolgen. Dem entgegen steht, dass die meisten Unternehmen bereits Teile ihrer ICT-Infrastrukturen an spezialisierte Dienstleister ausgelagert haben.

Die Schweizer Unternehmen schätzen bei Outsourcing-Partnern besonders deren Zuverlässigkeit (44 Prozent) und Vertrauenswürdigkeit, gefolgt von Flexibilität (32 Prozent) und Kompetenz (30 Prozent). Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis (16 Prozent) rangierte hingegen weiter hinten auf der Bewertungsskala.

Cloud Services haben sich etabliert
Interessant ist der Trend, dass Cloud Computing in 2011 weniger wichtig bewertet wird also im Vorjahr. Nur gerade 34 Prozent der Befragten gibt an, Cloud-Anwendungen im Unternehmen einführen zu wollen. Das dürfte nicht zuletzt daran liegen, dass viele Firmen bereits Cloud-Services nutzen: Nur noch 20 Prozent aller befragten Unternehmen bezogen 2011 gar keine Anwendungen aus der Wolke, im Vorjahr war dies immerhin noch ein Drittel. Am ehesten werden Geschäftsanwendungen (51 Prozent) aus der Cloud bezogen, gefolgt von E-Mail-Tools (46 Prozent) und der Arbeitsplatzvirtualisierung (46 Prozent).

Mobile Endgeräte im Schweizer Berufsalltag etabliert
Auch bei den mobilen Endgeräten fand im vergangenen Jahr eine starke Veränderung statt. Vor allem Smartphones und Tablet-PCs sind aus dem beruflichen Alltag von 90 Prozent der befragten Schweizer Unternehmen mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Vor allem bei Büroanwendungen (72 Prozent) und privat installierten Apps (59 Prozent) ist der Gebrauch von mobilen Endgeräten heute weit verbreitet. Die mobile Nutzung weiterer Geschäftsanwendungen wie CRM, Lager und Logistik sowie Collaboration ist für die kommenden Jahre angedacht. Dabei sind sich viele Unternehmen der Risiken bei der Integration von Smartphones und Tablet-PCs durchaus bewusst: Vor allem der mögliche Datendiebstahl durch Mitarbeiter und externe Täter bereitet den Verantwortlichen Kopfzerbrechen. Viele Unternehmen haben deshalb bereits Massnahmen ergriffen wie die PIN-Eingabe beim Abrufen der Daten (85 Prozent) und Aufklärungsarbeit bei den Mitarbeitern (64 Prozent). Zudem ist angedacht, besonders gesicherte Zugriffe auf Unternehmensanwendungen über das Internet  und Verschlüsselungstechniken auf den mobilen Geräten einzuführen

Über T-Systems
Mit einer weltumspannenden Infrastruktur aus Rechenzentren und Netzen betreibt T-Systems die Informations- und Kommunikationstechnik (engl. kurz ICT) für multinationale Konzerne und öffentliche Institutionen. Auf dieser Basis bietet die Grosskundensparte der Deutschen Telekom integrierte Lösungen für die vernetzte Zukunft von Wirtschaft und Gesellschaft. Rund 47.600 Mitarbeiter verknüpfen bei T Systems Branchenkompetenz mit ICT-Innovationen, um Kunden in aller Welt spürbaren Mehrwert für ihr Kerngeschäft zu schaffen. Im Geschäftsjahr 2010 erzielte die Grosskundensparte einen Umsatz von rund 9,1 Milliarden Euro.
In der Schweiz zählt T-Systems rund 650 Mitarbeitende und ist neben dem Hauptsitz in Zollikofen schweizweit an verschiedenen Standorten vertreten. Seit März 2011 ist das Schweizer SAP Systemhaus Data Migration Consulting AG ein Tochterunternehmen der T-Systems Schweiz AG.

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