IBM stellt neue Immediate Payments-Plattform vor

Virginia Rometty
IBM-CEO Virginia Rometty. (Foto: IBM)

New York – IBM hat zur SIBOS-Konferenz neue Angebote vorgestellt, die Geschäftsbanken dabei helfen können, neue Dienste für Kunden im Bereich der Sofort-Bezahlung zu schaffen. Dies ermöglicht es ihnen, von den neuen Sofort-Bezahlungssystemen zu profitieren, die derzeit  in Europa, Asien und den Vereinigten Staaten in Entwicklung sind. Einmal implementiert, können diese Systeme Kundentransaktionen in Sekunden vollziehen und den Zugriff auf finanzielle Mittel beschleunigen, beispielsweise bei  Lohn und Gehalt oder Schadenersatz-Erstattungen bei Versicherungen.

Sobald verfügbar, erweitert der neue IBM Financial Transaction Manager (FTM) for Immediate Payments die Zahlungsplattform von IBM durch neue Funktionen. Diese sollen die neuen weltweiten Bezahlungssysteme wie The Clearing House (TCH) in den Vereinigten Staaten und das paneuropäische Instant Payment-System in Europa unterstützen.

Bessere Betrugsanalysen
In Kombination mit FTM kann IBM Safer Payments dabei helfen, die Genauigkeit und Effizienz von Betrugsanalyse unter Verwendung von Cognitive Computing zu verbessern, um Transaktionen zu validieren und verdächtige Muster in Echtzeit zu erkennen, so dass Gegenmassnahmen rasch eingeleitet werden. Safer Payments ist eine End-to-End-Lösung für Betrugsverhinderung in allen bargeldlosen Zahlungskanälen. Sie wird von einigen der grössten Portfolios in der Welt eingesetzt und bietet hohe Betrugserkennungsgenauigkeit. Fehlalarme werden stark reduziert. Das System fungiert als «virtueller Analyst», um dabei zu helfen, neue Betrugsmuster zu identifizieren. Safer Payments wendet Machine-Learning-Modelle an, um Analysten bei der Aufdeckung von Betrug zu helfen und schnell betrügerische Ereignisse zu begrenzen.

Finanzdienstleister wandeln bereits ihre Geschäftsmodelle um, um von den neuen Standards zu  profitieren. Im Rahmen der Ankündigung stellt IBM auch ein neues Angebot und Dienstleistungen für die kommende PSD-Initiative in Europa und für Open-Banking vor: Banking-Experten von IBM Global Business Services mit Know-how im Zahlungsverkehr und in digitaler Transformation haben 15 Dimensionen innerhalb PSD2  (revised Payment Service Directive) identifiziert sowie Kriterien für die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben. Je nach Geschäftsstrategie einer Bank,  entweder nur der PSD2-Richtlinie zu entsprechen oder neue Geschäftsmöglichkeiten zu schaffen, können IBM Experten Workshops für ein organisationsweites Readiness-Assessment durchführen, Gap-Analysen durchführen und spezifische nächsten Schritte empfehlen.

Neue Tools für Entwickler
IBM wird auch eine PSD2-Sandbox auf IBM Bluemix mit API Connect für Entwickler liefern, damit diese ihre innovativen Ideen schnell ausprobieren können ohne Kosten zu verursachen. IBM veröffentlicht auch  PSD2-Implementierungs-APIs in der PSD2-Sandbox. Damit können Entwickler, ohne von Grund auf neu zu beginnen, mit PSD2-Apps starten. API Connect ist die branchenweit erste und einzige API-Management-Plattform mit einem integrierten Ansatz für die Erstellung, Ausführung, Verwaltung und Sicherung von  APIs in einer hybriden Bereitstellung.  Die Nutzung von Cloud und mobilen Diensten mit offenen APIs ist entscheidend für die Integration kognitiver Technologien in Geschäftsprozesse. IBM Cloud gewinnt an Dynamik in der globalen Financial Services Banking Community. Mit der heutigen Ankündigung bleibt IBM federführend beim Einsatz offener APIs. Das neue IBM PSD2-Angebot läuft auf Bluemix, der IBM Cloud-Plattform.

Einfluss auf Bankensektor
Diese neuen Standards und andere neue Vorschriften verwandeln den Bankensektor. Laut PSD2 werden alle Banken in Europa einen breiteren Zugang für Drittanbieter  zu ihren Kundendaten und Bezahlsystemen zulassen müssen – von traditionellen Banken bis hin zu App-Providern. Dies wird durch Application Program Interfaces (APIs) ermöglicht werden, die den Zugriff auf Daten und Dienste teilen können. IBM arbeitet sowohl mit Finanzdienstleistern als auch Fintechs zusammen, um Standards für diese APIs zu entwickeln. Die Zusammenarbeit mit Einzelhändlern und Fintechs soll innovativen Dienstleistungen für Kunden erbringen, die diese neuen Standards unterstützen. «Um relevant zu bleiben, müssen Banken bereit sein, in Echtzeit mit Kunden zu interagieren, wo und wann es für den Kunden passt, auf dem Gerät seiner Wahl und mit den neuesten und am besten zugänglichen Systemen», sagt Likhit Wagle, General Manager IBM Banking und Financial Services. «Mit der aktuellen Ankündigungen hilft IBM Finanzinstituten, sich für Sofortzahlungen vorzubereiten und mit den neuesten APIs und mobilen Services innovative Dienste zu erbringen, während die Sicherheit und Vertraulichkeit von sensiblen Kundendaten geschützt bleibt.» (IBM/mc/cs)

IBM auf der Sibos

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