IBM Studie: Künstliche Intelligenz soll bis 2030 intelligenteres Geschäftswachstum in Deutschland und der Schweiz vorantreiben
Zürich – Die neue Studie des Institute of Business Value von IBM berichtet, dass 81 % der befragten deutschen und 73 % der befragten Schweizer Führungskräfte erwarten, dass KI bis 2030 einen signifikanten Beitrag zu ihrem Umsatzleisten wird – gegenüber 43 % in Deutschland und 30 % in der Schweiz heute –, doch nur wenige (25 % der deutschen gegenüber 20 % der Schweizer Befragten) haben eine klare Vorstellung davon, woher dieser Umsatz kommen werden.
Trotz dieser Unsicherheit nehmen die Investitionen zu: Die Befragten gehen davon aus, dass die Investitionen in KI zwischen jetzt und 2030 stark ansteigen werden – 156 % der Schweizer Befragten und 148 % der deutschen Befragten. Gleichzeitig befürchten 68 % der befragten Schweizer und 59 % der befragten deutschen Führungskräfte, dass ihre KI-Bemühungen aufgrund mangelnder Integration in die Kerngeschäftsaktivitäten scheitern werden.
„KI wird Unternehmen nicht nur unterstützen, sie wird sie definieren“, sagte Mohamad Ali, Senior Vice President bei IBM Consulting. „Bis 2030 werden die Unternehmen, die sich durchsetzen, KI in jede Entscheidung und jeden Arbeitsablauf einfließen lassen. Sie werden über leistungsstarke KI-Ressourcen verfügen, schneller agieren als ihre Wettbewerber, Innovationen zügig auf den Markt bringen und mithilfe von Technologie und Automatisierung echte, messbare Geschäftsergebnisse erzielen.“
Die globale Studie*, basierend auf Erkenntnissen von 2’000 C-Level-Führungskräften, zeigt, dass KI sich bis 2030 zu einem entscheidenden Treiber des Unternehmenswachstums entwickelt. Die Ergebnisse lassen vermuten, dass zukünftiger Erfolg durch mutigere strategische Entscheidungen erzielt wird, auch wenn viele der befragten Führungskräfte mit einer Diskrepanz zwischen Erwartungen und Ergebnissen konfrontiert sind. Zu den wichtigsten Ergebnissen gehören:
Deutsche und schweizerische Führungskräfte blicken über die Effizienz von KI hinaus, um künftige Erfolge zu erzielen.
- Aktuell konzentrieren sich in Deutschland und der Schweiz 45 % der KI-Ausgaben auf Effizienzsteigerungen, doch bis 2030 erwarten deutsche Befragte, dass 62 % der KI-Ausgaben – und Schweizer Führungskräfte 63 % – der Innovation gewidmet sein werden.
- 61 % der befragten deutschen und 55 % der befragten schweizerischen Führungskräfte glauben, dass Wettbewerbsvorteile bis 2030 eher durch Innovation als durch Ressourcenoptimierung erzielt werden.
- 77 % der deutschen Führungskräfte planen, im Vergleich zu 55 % der Schweizer Führungskräfte, den Wert der durch KI erzielten Produktivitätssteigerungen in Wachstumsinitiativen zu reinvestieren.
- Die Befragten gehen davon aus, dass KI die Produktivität bis 2030 weltweit um 42 % steigern wird. 65 % der befragten Schweizer und 56 % der befragten deutschen Führungskräfte erwarten, bis dahin den größten Teil der durch KI ermöglichten Produktivitätssteigerungen zu realisieren.
Der Wettbewerbsvorteil hängt von den richtigen Technologieinvestitionen ab.
- Während viele der befragten Führungskräfte (60 % in Deutschland und 50 % in der Schweiz) angaben, ihr Wettbewerbsvorteil liege in der Ausgereiftheit der KI-Modelle, hatten nur 23 % der deutschen Befragten eine klare Vorstellung davon, welche KI-Modelle sie bis 2030 benötigen würden, verglichen mit 35 % der Schweizer Befragten.
- 89 % der deutschen und 73 % der schweizerischen Befragten erwarten, dass ihre KI-Fähigkeiten bis 2030 multimodellfähig sein werden, und 72 % der deutschen und 60 % der schweizerischen Führungskräfte erwarten, dass kleine Sprachmodelle (SLMs) große Sprachmodelle (LLMs) übertreffen werden.
- Weltweit erwarten befragte Unternehmen, die KI über mehrere Arbeitsabläufe hinweg mithilfe kleinerer, kundenspezifischer und grundlegender KI-Modelle skalieren, bis 2030 24 % höhere Produktivitätssteigerungen und 55 % höhere Betriebsmargen.
- Während eine deutliche Mehrheit von 68 % der deutschen und 63 % der schweizerischen Befragten angibt, dass quantenbasierte KI ihre Branche bis 2030 verändern wird, erwarten nur 30 % der deutschen und 23 % der schweizerischen Führungskräfte, bis dahin Quantencomputing einzusetzen – eine Diskrepanz, die die Chancen für Organisationen unterstreicht, die bereit sind, heute zu handeln.
KI definiert Führung und die wichtigsten Fähigkeiten neu
- Bis 2030 erwarten 25 % der befragten deutschen und 21 % der befragten Schweizer Führungskräfte, dass die Unternehmensführung eine_n KI-Berater_in oder Mitentscheidungsträger_in haben werden. 78 % in Deutschland und 70 % in der Schweiz geben an, dass KI die Führungsrollen im gesamten Unternehmen neu definieren wird, wobei 64 % in Deutschland und 58 % in der Schweiz glauben, dass KI völlig neue Führungsrollen schaffen wird.
- Unterdessen geben 62 % der deutschen und 70 % der schweizerischen Befragten an, dass die Dauer von Arbeitsplätzen immer kürzer wird. Sie gehen außerdem davon aus, dass die meisten der derzeitigen Mitarbeiterqualifikationen bis 2030 veraltet sein werden (61 % der Deutschen und 55 % der Schweizer) und sind sich einig, dass die Denkweise wichtiger sein wird als die Qualifikationen (57 % der Deutschen bzw. 65 % der Schweizer).
- Darüber hinaus erwarten die befragten Führungskräfte, dass KI die Ressourcen- und Qualifikationsengpässe beseitigen wird, die ihre Organisation heute zurückhalten, mit ähnlichen Erwartungen in Deutschland (66 %) und der Schweiz (65 %).
- Die Analysen zeigen, dass Organisationen, die KI in den Vordergrund stellen, mit 48 % höherer Wahrscheinlichkeit neue Arbeitsplätze schaffen und mit 46 % höherer Wahrscheinlichkeit ihre Organisationsstruktur umgestalten, um einen größeren Nutzen aus KI zu ziehen.
Die Studie bietet Führungskräften einen Leitfaden, wie sie ihre KI-orientierten Ambitionen in messbare Ergebnisse umsetzen können. Die vollständige Studie finden Sie hier: https://www.ibm.com/thought-leadership/institute-business-value/en-us/report/enterprise-2030 (IBM/mc/hfu)