Temenos: IT-Ausgaben der Banken werden stark ansteigen

David Arnott
David Arnott, scheidender Temenos-CEO. (Foto: Temenos)

David Arnott, CEO Temenos. (Foto: Temenos)

Genf – Temenos, der markführende Anbieter von geschäftskritischen Lösungen für die Finanzdienstleistungsindustrie, hat die Ergebnisse seiner siebten jährlichen Kundenumfrage, im Rahmen derer in diesem Jahr 198 leitende Bankangestellten befragt wurden. Die Umfrage umfasst Bereiche wie die Prioritäten von Banken im Unternehmens- und IT-Bereich, ihre Herausforderungen, und ihre Meinung zum Wettbewerbsumfeld und untersucht auch, wie sich diese Ansichten im Laufe der Zeit geändert haben.

Die diesjährige Umfrage offenbart ein Bankwesen inmitten grosser struktureller Veränderungen, in dem Produktinnovation für 24% der Befragten die vorrangige Investmentpriorität ist. Unter Privatkundenbanken war diese Zahl mit 26% sogar noch höher. Andere wichtige Prioritäten sind ausserdem digitale Kanäle, die neuen Vorschriften entsprechen, und die Modernisierung des IT-Systems.

Vorschriften, neuer Wettbewerb und sich änderndes Kundenverhalten als grösste Herausforderungen
In Bezug auf die Probleme der Branche: als grösste Herausforderungen erwiesen sich Vorschriften, neuer Wettbewerb und sich änderndes Kundenverhalten. Wie in 2013 war der Erhalt der Kundentreue das grösste einzelne, von 30% der Befragten angegebene Problem, wobei die Bankangestellten befürchten, dass stärker eingebundene und besser informierte Kunden in grösserer Zahl zu anderen Anbietern wechseln. Die Umfrage ergab, dass der Druck von branchenfremden Wettbewerbern, d.h. von Nicht-Banken, mindestens genauso ernst angesehen wird, wie die Konkurrenz innerhalb der Branche, wobei Technologieanbieter, wie Apple und Google als grösste Bedrohung angesehen werden (23% der Befragten).

Cloud-Computing: Sorge um Datenschutz wächst
Die Umfrage ergab letztlich eine weitere grosse Veränderung der Einstellung von Banken gegenüber Cloud-Computing, die sich in den vergangenen sieben Jahren schnell gewandelt hat. Die Ergebnisse zeigen, dass 86% der Einrichtungen mindestes eine Anwendung im Cloud-System anbieten, ein Anstieg im Vergleich zu 57% in 2009, dass jedoch die Besorgnis um den Datenschutz wächst. In diesem Jahr sagten 38% der Befragten, dass Datensicherheit das Haupthindernis für eine breitere Anwendung sei ein deutlicher Anstieg gegenüber den Ergebnisses vom letzten Jahr und wahrscheinlich zurückzuführen auf die Enthüllung der NSA Spionage.

David Arnott, CEO, Temenos: „Die Bankenbranche durchlebt eine einzigartige Veränderung, einen zweiten Urknall. Wie die Ergebnisse bestätigen, wird diese Veränderung durch Digitalisierung, sich änderndes Kundenverhalten und Vorschriften vorangetrieben. Was an den Ergebnissen ermutigend ist, ist das die Banken sich den bevorstehenden Herausforderungen scheinbar bewußt sind und viele richtige Investitionen tätigen, um kundenorientierte Bankdienstleistungen anbieten zu können und in der Zukunft wettbewerbsfähig zu sein. Es ist so, dass die Banken, trotz der in der Branche stattfindenden Veränderungen, grosse Vermögenswerte besitzen, um im digitalen Zeitalter erfolgreich zu sein. Sie verfügen über umfassende Kundenstämme, beträchtliche Mengen an Transaktionsdaten und besitzen die Fähigkeit integrierte Dienstleistungen anzubieten. Das Wesentliche wird sein diese Werte wirksam einzusetzen, so dass sie eine grössere Rolle im Leben der Kunden spielen und ihnen bessere Kosten- und Ausgabenentscheidungen ermöglichen. Dazu müssen Banken auf Echtzeit-Systeme umsteigen, um die Produktivität und Flexibilität zu verbessern und alle Produkte und Dienstleistungen auf allen Wegen anzubieten. Das ist keine einfache Aufgabe, aber wenigstens scheint es als stellten sich die Banken dieser Herausforderung.”

Juan Pedro Moreno, Senior Managing Director für Global Banking bei Accenture, einem Partnerunternehmen von Temenos: „Für viele Banken wird Produktinnovation mit neuem Denken einhergehen müssen. Die innovativsten Banken werden sich nicht länger nur als Anbieter von Finanzprodukten und –dienstleistungen und Ermöglicher von Transaktionen sehen. Sie werden Lösungen anbieten, die eine grössere Rolle nicht nur zum Zeitpunkt von Transaktionen spielen werden, sondern auch davor und danach,. Sie werden danach streben, im Zentrum des digitalen Lebens ihrer Kunden zu stehen. Mobile Banking-Anwendungen, die eingebettete Zahlungsmöglichkeiten und Preisnachlässe vor Ort anbieten, sind nur ein Beispiel.“ (Temenos/mc/pg)

Über Temenos
Temenos Group AG wurde 1993 gegründet, ist an der Schweizer Börse (SIX: TEMN) notiert und ist der marktführende Anbieter von Banking-Software-Systemen für Privatkunden-, Handels-, Universal-, Privat-, islamische, Mikrofinanz- und Gemeinschaftsbanken, Vermögensverwalter und andere Kreditinstitute. Mit Sitz in Genf und 56 Büros weltweit, hat sich die Temenos-Software bei über 1600 Anwendungen bei Kunden in über 150 Ländern überall in der Welt bewährt. Temenos-Produkte bieten Spitzentechnologie und umfassende Funktionalität, welche die bewährten Geschäftsablaufprozesse vereinigen, die die Fachkompetenz von Temenos überall in der Welt wirksam unter Beweis stellen. Temenos-Kunden sind nachweislich profitabler als ihre Kollegen: im Zeitraum 2008-2012 waren die von Temenos-Kunden erzielten Rendite aus Vermögenswerten im Durchschnitt 32% höher, die erzielten Kapitalrendite waren im Durchschnitt 42% höher und das Kosten-Ertrags-Verhältnis war um 8,1% niedriger als das von Banken mit älterer Software.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.