Logica: Studie zu Payments Factories

Frank Klinkhammer

Frank Klinkhammer, CEO von Logica Schweiz.

Baden – Payments Factories, gemeinsam genutzte Service Center, die alle Zahlungseingänge und -ausgänge zentralisieren, sollen vor allem die Sichtbarkeit und Kontrolle von Geldflüssen verbessern. Zu diesem Ergebnis kommt eine von Logica beauftragte und von EuroFinance durchgeführte Umfrage unter 30 grossen europäischen Unternehmen.

Die Ergebnisse basieren auf Interviews und Diskussionsrunden mit hochrangigen Finanz-Entscheidern aus Unternehmen, die bereits Payments Factories verwenden oder den Einsatz planen. Die Mehrheit der Befragten (79 Prozent) gab an, dass erhöhte Transparenz und Kontrolle der eigenen Zahlungsströme ausschlaggebend für die Nutzung einer Payments Factory waren. Am zweithäufigsten wurde die Absicht genannt, Risiken zu verringern und interne Kontrollen zu verstärken. Weniger als die Hälfte gab an, mit der Einführung von Payments Factories Stellen einsparen zu wollen, und nur 39 Prozent nannten reduzierte Bankgebühren als wichtigsten Grund.

82 Prozent haben ihre Bankpartnerschaften bereits reduziert
Zwar stand nur für 21 Prozent die Konsolidierung der Bankenbeziehungen im Fokus der Zentralisierung des Geldverkehrs. Allerdings zeigt die Studie auch, dass 82 Prozent der Unternehmen mit Payments Factories die Anzahl ihrer Bankpartnerschaften bereits reduziert haben. Garry Young, Director of Corporate Services und SaaS bei Logica, sieht darin eine grosse Chance für den Bankensektor: «Unternehmen, die ihre Bankbeziehungen konsolidieren wollen, bieten eine Wachstumschance für Finanzinstitute. Wenn diese mehr Eigenkapital und mehr Geschäft akquirieren wollen, müssen sie sicherstellen, dass sie die richtigen Strategien und Werkzeuge im Angebot haben, die Unternehmen benötigen.» Young differenziert die Nachfrage der Unternehmen: «In Europa ist es von zentraler Bedeutung, SEPA-Dienste wie Mandats-Management anzubieten. Auf globaler Ebene haben wir beobachtet, dass Unternehmen den Schwerpunkt auf mehr Transparenz und Kontrolle legen, und deshalb Banken suchen, die diese Dienstleistungen unterstützen. Finanzinstitute, die das frühzeitig erkennen, profitieren davon.»

Widerstand auf lokaler Ebene als grösstes Hindernis
Die Studie zeigt auch die wichtigsten Herausforderungen bei der Implementierung von Payments Factories. Als grösstes Hindernis wurde der Widerstand auf lokaler Ebene identifiziert, wo die Regionalabteilungen der Meinung sind, dass eine globale Lösung nicht zu ihren spezifischen Anforderungen passt. Viele Finanzabteilungen wiesen ausserdem darauf hin, dass sie keine Zeit finden, um die Implementierung voranzutreiben. Eine weitere grosse Herausforderung bestand laut der Untersuchung darin, die qualitativen Vorteile, wie geringeres Risiko und erhöhte Transparenz, in quantitativen Nenngrössen zu erfassen. Einige der Befragten merkten dazu an, dass deshalb der Wert von Payments Factories unterschätzt werde. Young weist ausdrücklich auf die Vorteile hin: «Viele der von EuroFinance befragten Finanzexperten sahen Vorteile in der Konsolidierung und Zentralisierung ihrer bisher unterschiedlichen Zahlungssysteme. Zwar liegt es auf der Hand, dass Kosten und Einsparungen immer eine wesentliche Rolle bei der Einführung von Payments Factories spielen, aber noch wichtiger sind die erhöhte Transparenz und Kontrolle sowie das reduzierte Risiko.» (Logica/mc/hfu)

Über Logica
Logica ist ein Serviceanbieter für Business und Technology mit 41’000 Mitarbeitenden weltweit. Das Unternehmen bietet Business Consulting, Systemintegration und Outsourcing; zum Kundenkreis in aller Welt gehören auch zahlreiche Europäische Grossunternehmen. Logica schafft ihren Kunden Mehrwert dank erfolgreicher Integration von Mensch, Business und Technologie. In langfristig angelegter Partnerschaft entwickelt das Unternehmen innovative Antworten auf die Geschäftserfordernisse seiner Kunden. Logica ist an der London Stock Exchange und an der Euronext in Amsterdam gelistet (LSE: LOG; Euronext: LOG). In der Schweiz ist Logica an den Standorten Baden, Basel und Genf vertreten und fokussiert mit einem ganzheitlichen Dienstleistungsangebot auf innovative Kundenlösungen in den Bereichen businesskritische Applikationsentwicklung und Wartung, Microsoft Cloud Services sowie Business Intelligence, Service Oriented Architecture (SOA), Enterprise Content Management (ECM) und Quality Management.

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