Logitech: Goodwill-Abschreiber und schwacher Markt verursachen Verlust

Bracken Darrell

Logitech-CEO Bracken Darrell.

Apples – Der Computerzubehör-Hersteller Logitech ist im dritten Quartal tief in die roten Zahlen gerutscht. Grund für das schwache Quartalsergebnis ist primär ein Goodwill-Abschreiber. Aber auch die Schwäche im Computermarkt setzt dem Unternehmen zu. CEO Bracken Darrell will deshalb das Produktportfolio straffen und gewisse Bereiche devestieren und Artikel für mobile Endgeräte vorantreiben.

Der Konzern hat im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2012/13 (Oktober bis Dezember) einen Umsatz von 614,5 Mio USD erzielt, was einem Minus von 14% gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht. Der Bruttogewinn sank auf 210,1 Mio USD nach 258,7 Mio, die entsprechende Marge verringerte sich auf 34,2% (VJ 36,2%). Auf operativer Stufe (EBIT) resultierte ein Verlust von 180,0 Mio USD, dies nach einem Gewinn von 69,8 Mio USD im Vorjahr.

Goodwill-Abschreiber hinterlässt Spuren
Grund für diesen Einbruch ist vor allem die am Vortag gemeldete Goodwill-Abschreibung von 211 Mio USD im Zusammenhang mit der LifeSize-Akquisition. Unter dem Strich verblieb somit ein Reinverlust von 194,9 Mio USD nach einem Gewinn von 55,3 Mio USD ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Ohne den Abschreiber hätte Logitech einen operativen Gewinn von 31 Mio USD und einen Gewinn von 16 Mio USD erwirtschaftet.

Mit den Drittquartalszahlen hat Logitech die durchschnittlichen Schätzungen (AWP-Konsens) nicht getroffen. Die Analysten hatten im Durchschnitt einen Umsatz von 679,6 Mio USD, einen Bruttogewinn von 241,6 Mio USD, einen EBIT von 58,2 Mio USD sowie einen Reingewinn von 50,9 Mio USD erwartet. Die Schätzungen wurden allerdings vor Bekanntwerden des Goodwill-Abschreibers gemacht.

Die Verkäufe haben sich in allen Regionen abgeschwächt: Insgesamt sank der Umsatz in der Berichtsperiode um 14%, wobei die Region Americas 8% nach gab, Asien um 11% und EMEA gar um 20%. Die OEM-Erlöse sanken um 23% und der Umsatz der LifeSize-Division um 4%.

Devistitionen in verschiedenen Bereichen
Einen Ausblick gibt das Unternehmen nicht. CEO Bracken Darrell zeigt sich aber in der Mitteilung unzufrieden und enttäuscht mit der aktuellen Situation. Er will die Gesellschaft wieder auf die Gewinnerstrasse zurückführen, indem Produkte für mobile Geräte (z.B. für Tablets) forciert und gewisse Produktkategorien devestiert werden. So will er das Geschäft mit Fernbedienungen und Digital Video Security abtrennen. Zudem soll das Geschäft mit Peripheriegräten für Spielkonsolen bis Ende 2013 ebenfalls devestiert werden.

Um wieder profitabler zu werden, will das Management zudem mehr als die im April 2012 kommunizierten 80 Mio USD pro Jahr einsparen. «Mein Ziel ist es, Logitech zu nachhaltiger Profitabilität zurückzuführen – so schnell wie möglich», wird Darrell in der Mitteilung zitiert. (awp/mc/ps)

 

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