Mit SAP-Technologie die Ungleichbehandlung in der Arbeitswelt verhindern

Anka Wittenberg

Anka Wittenberg, Chief Diversity and Inclusion Officer bei SAP.

Orlando – Die SAP hat am Mittwoch bekannt gegeben, dass der Funktionsumfang der SAP SuccessFactors HCM Suite um neue Funktionen erweitert wird. Im Mittelpunkt steht dabei die Förderung personeller Vielfalt. Ziel ist es, Unternehmen zu helfen, Stellenbeschreibungen und Leistungsbeurteilungen auf mögliche Vorurteile hin zu überprüfen und objektiv zu bewerten. Dabei sollen Techniken wie Textanalyse und maschinelles Lernen zum Einsatz kommen. Personalverantwortliche können dann Änderungen im Sinne der Gleichbehandlung vorschlagen. Dies wurde auf der SAPPHIRE NOW angekündigt, die in diesem Jahr zum 28. Mal stattfindet.

Die bestehenden SAP-SuccessFactors-Angebote bieten bereits Möglichkeiten, Chancenungleichheiten anzugehen. Ergänzt werden sie nun durch neue Funktionen. Dabei handelt es sich um Analysen und Berichte rund um das Thema Vielfalt und Inklusion. Sie helfen Unternehmen, zu ermitteln und zu verfolgen, wo Vorurteile bestehen – bei der Personalbeschaffung, Vergütung, Nachfolgeplanung oder in Managementprozessen. Ausserdem erhalten sie Orientierungshilfe, wie sie gezielte Massnahmen entwickeln, um Benachteiligung zu vermeiden. Die SAP arbeitet auch an Anwendungen, die benachteiligten Personengruppen helfen sollen, ihre Karriere effektiver zu steuern, sowie an Tools, die Mitarbeitern unterstützen sollen, Beruf und Familie besser in Einklang zu bringen. Elemente wie Leistungen, Zeitpläne und Verwaltung werden dabei in einen einzigen Prozess integriert.

„Vielfältige Teams sind sehr leistungsstarke Teams“
„Vielfältige Teams sind sehr leistungsstarke Teams“, erklärte Mike Ettling, der als Präsident den Fachbereich HR bei SuccessFactors, einem SAP-Unternehmen, verantwortet. „Wir suchen ständig nach neuen Möglichkeiten, wie wir mit innovativer Technologie für das Personalmanagement dazu beitragen können, das Arbeitsleben der Menschen zu verbessern. Unsere Lösungen für das Human Capital Management (HCM) vereinfachen und standardisieren HR-Prozesse rund um die Welt. Wir konzentrieren uns darauf, integrierte intelligente Services und Empfehlungen bereitzustellen, damit Ungleichbehandlungen verhindert werden können. Innovationen von heute und morgen sollen Unternehmen helfen, die Chancen einer integrativen Kultur zu erkennen und zu nutzen. Dank der Innovationen können Personalfachkräfte bewusste Entscheidungen treffen, wenn sie Mitarbeiter anwerben, einstellen und fördern.“

Der Einsatz von Technologien, die dazu dienen, Probleme bei der Gleichstellung von Männern und Frauen im Arbeitsumfeld zu lösen, ist nicht im gleichen Tempo vorangeschritten wie die digitale Wirtschaft. Laut einem vom McKinsey Global Institute veröffentlichten Bericht könnte das Bruttoinlandsprodukt weltweit um 12 Billionen US-Dollar höher liegen, wenn Frauen nicht mehr benachteiligt würden.** Angesichts des heutigen Marktes, der von verschärftem Wettbewerb und Fachkräftemangel geprägt ist, sind Vielfalt und Inklusion entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit. Unternehmen müssen sämtliche Talente ihrer gesamten Belegschaft nutzen. Und SAP-SuccessFactors-Lösungen helfen ihnen, gerechte Entscheidungen für alle Mitarbeiter zu treffen – über den gesamten Mitarbeiterlebenszyklus hinweg.

SAP Diversity and Inclusion Customer Advisory Group ins Leben gerufen
Anfang des Monats wurde bei SAP eine neue Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die sogenannte SAP Diversity and Inclusion Customer Advisory Group. In Zusammenarbeit mit Kunden und Experten für Vielfalt und Inklusion will die SAP ermitteln, wie moderne Technologie genutzt werden kann, um eine Kultur der Vielfalt zu schaffen. Ein erster Schwerpunkt wird auf der Chancengleichheit von Frauen und Männern liegen. Mehrere globale Kunden aus verschiedenen Branchen werden dazu beitragen, neue SuccessFactors-Produkte und Funktionen zu entwickeln, die der Ungleichbehandlung entgegenwirken. Zu diesen Unternehmen zählen die Bankengruppe Erste Group Bank AG, der Gewürzhersteller McCormick & Company, der Versicherungskonzern New York Life, die Royal Bank of Canada und Varian Medical Systems.

Zahlreiche Spezialisten aus dem Bereich Vielfalt und Inklusion werden die Arbeitsgruppe unterstützen, darunter Elisabeth Kelan, Ph.D., Professorin für Leadership an der Cranfield School of Management; Tinna Nielsen, Gründerin der Organisation Move the Elephant for Inclusiveness und vom Weltwirtschaftsforum zum Young Global Leader gewählt; und Tanya M. Odom, Ed.M., Leiterin des Bereichs Innovation and Social Media und Coach für Führungskräfte bei The FutureWork Institute.

„Ich freue mich auf das Lernen und den Wissensaustausch in SAP Diversity and Inclusion Customer Advisory Group“ erklärte Odom von The FutureWork Institute. „Vielfalt, Innovation und Technologie sind sehr wichtige Themen in einer sich wandelnden Arbeitswelt. Ich bin dankbar, dass ich an den Gesprächen und Experimenten teilhaben darf und die Möglichkeit erhalte, das globale Gespräch über kulturelle Vielfalt voranzubringen.“

Mitarbeiter wichtige Quelle für Innovationen
„Bei SAP nehmen wir den Blickwinkel der Beschäftigten ein und fördern ein integratives Arbeitsumfeld – unabhängig von kultureller und ethnischer Herkunft, Alter, Geschlecht, sexueller Orientierung und Identität oder geistigen und körperlichen Fähigkeiten. Unsere Mitarbeiter sind eine wichtige Quelle für Innovationen und sie helfen uns, die Anforderungen unserer Kunden besser zu verstehen und zu erfüllen“, betonte Anka Wittenberg, Chief Diversity and Inclusion Officer der SAP. „Wir führen regelmässig neue Programme ein, um die Vielfalt in unserer Belegschaft zu fördern. Und ich bin schon sehr gespannt auf die neuen SAP-SuccessFactors-Lösungen. Mit unserer Technologie können wir zu zu gesellschaftlichen Veränderungen beitragen und das Leben der Menschen verbessern.“

Geschlechtsspezifische Vorurteile sind der Ausgangspunkt der gross angelegten SAP-Initiative, die später sämtliche Aspekte der Vielfalt und Inklusion umfassen wird. Die SAP hat erkannt, dass ein ganzheitliches Konzept und der Einsatz von Ressourcen notwendig sind, um konkrete Fortschritte zu machen. Die neuen SAP-SuccessFactors-Lösungen konzentrieren sich in erster Linie auf die Gleichstellung von Frau und Mann, denn dieses Problem wirkt sich am stärksten auf den weltweiten Arbeitsmarkt aus. Und viele der Anwendungen, die die Abschaffung geschlechtsspezifischer Vorurteile unterstützen, können zukünftig auch für andere Aspekte wie ethnische Herkunft, Alter und sexuelle Orientierung verwendet werden. Über den aktuellen Stand der Umsetzung der Initiative wird die SAP auf der Messe SuccessConnect informieren, die vom 29. bis 31. August 2016 in Las Vegas stattfindet. (SAP/mc/ps)

Informationen zu SAP
Als Marktführer für Unternehmenssoftware unterstützt die SAP SE Firmen jeder Grösse und Branche, ihr Geschäft profitabel zu betreiben, sich kontinuierlich anzupassen und nachhaltig zu wachsen. Vom Back Office bis zur Vorstandsetage, vom Warenlager bis ins Regal, vom Desktop bis hin zum mobilen Endgerät – SAP versetzt Menschen und Organisationen in die Lage, effizienter zusammenzuarbeiten und Geschäftsinformationen effektiver zu nutzen als die Konkurrenz. Rund 310.000 Kunden aus der privaten Wirtschaft und der öffentlichen Verwaltung setzen auf SAP-Anwendungen und ­Dienstleistungen, um ihre Ziele besser zu erreichen. Weitere Informationen unter www.sap.de.

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