Mobilezone schreibt 2010 erneut Rekordergebnis

Martin Lehmann

Regensdorf – Die Handyverkäuferin Mobilezone hat im Geschäftsjahr 2010 neue Höchstwerte bei Umsatz und Gewinn erreicht. Die Aktionäre sollen mehr Dividende erhalten. Künftig will das Unternehmen in einem weiter als schwierig eingeschätzten Marktumfeld stärker in die eigene Unabhängigkeit investieren.

Der Umsatz stieg um 1% auf 300,0 Mio CHF. Der EBIT kletterte um 8% auf 30,4 Mio CHF und der Konzerngewinn ebenfalls um 8% auf 25,2 Mio CHF, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Mit den Zahlen hat Mobilezone die Erwartungen der Bank Vontobel übertroffen. Die Analysten hatten mit einem Umsatz von 286,0 Mio, einem EBIT von 27,5 Mio und einem Konzerngewinn von 22,9 Mio CHF gerechnet.

Führungsposition weiter ausgebaut
Für die Netzbetreiber Swisscom, Orange und Sunrise wurden 439’000 Mobilfunkverträge abgeschlossen oder verlängert, 1% weniger als im Vorjahr. Mobilezone habe aber die Führungsposition unter den von Mobilfunkkonzernen unabhängigen Anbietern auf 55% weiter ausbauen können, erklärte das Unternehmen. Künftig will die Handyverkäuferin neben Abonnementen vermehrt Dienstleistungen vertreiben. Bereits im August 2010 hatte Mobilezone eine Handy-Rücknahmeaktion lanciert. Im September eröffnete die Gesellschaft das schweizweit erste Help-Center für Handy-Notfälle. Gemeinsam mit der Telekom-Zeitschrift «connect» will Mobilezone zudem in einem eigenen Magazin regelmässig Testberichte veröffentlichen. Im Dezember 2010 war die erste Ausgabe erschienen.

Geschäftskundenbereich legt markant zu

Das grösste Wachstum sei im abgelaufenen Geschäftsjahr mit einem Plus von mehr als 30% im Geschäftskundenbereich erzielt worden, hiess es. Der Gewinn stieg dort um über 50%. Mobilezone habe weitere namhafte Grosskunden gewonnen. Die Aktionäre sollen eine höhere Dividende von 0,70 (0,55) CHF pro Aktie erhalten. Aufgrund neuer gesetzlicher Bestimmungen erfolge die Ausschüttung für Schweizer Privatanleger zu einem Anteil von rund 0,22 CHF je Aktie steuerfrei, hiess es.

141 Standorte in der Schweiz
Mobilezone plane auch zukünftig, die erzielten Gewinne grösstenteils auszuschütten, solange die Gesellschaft über eine vergleichbar komfortable Finanzstärke verfüge und sich keine strategischen Akquisitionsopportunitäten ergäben. Ende 2010 war Mobilezone an 141 Standorten präsent, gegenüber 135 im Vorjahr. Die neuen Shops wurden in der Deutschschweiz unter anderem im Einkaufszentrum Mühlehof in Uzwil, im Einkaufszentraum Schönbühl in Luzern sowie im Einkaufszentrum Langendorf eröffnet. In der Westschweiz kamen Shops in Renens, Avry-sur-Matran und Sion dazu. Das Unternehmen will neue Shops an besten Lagen eröffnen, etwa im April 2011 im Einkaufscenter Rosenberg in Winterthur. Auch die Angebote für Geschäftskunden würden laufend ausgebaut, so die Mitteilung.

«Krisenresistentes» Geschäftsmodel
Die Gesellschaft sieht das eigene Geschäftsmodell als krisenresistent. Mobilezone sei sich aber bewusst, dass das Marktumfeld auch weiterhin anspruchsvoll bleibe, hiess es. Aus diesem Grund will die Gesellschaft künftig noch stärker in die Unabhängigkeit des Unternehmens investieren. Aktuell befinde sich ein Abo-Optimizer in Entwicklung, mit dem Kunden ihre individuellen Handykosten vergleichen und optimieren sollen. Neuheiten bei den Mobiltelefonen sollen die Nachfrage auch in diesem Jahr beleben. (awp/mc/upd/ps)

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