Nokia sinkt knietief in die roten Zahlen

Stephen Elop

Bleibt zuversichtlich: Nokia-CEO Stephen Elop.

Espoo – Der weltgrösste Handyhersteller Nokia ist im ersten Quartal wegen des harten Wettbewerbs und hoher Kosten für den Konzernumbau tief in die roten Zahlen gerutscht. Operativ sank das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr von plus 439 Millionen Euro auf minus 1,34 Milliarden Euro, wie Nokia am Donnerstag im finnischen Espoo mitteilte. Analysten hatte beim operativen Ergebnis eine Milliarde Euro weniger Verlust erwartet.

Unterm Strich blieb ein Verlust von 25 Cent je Aktie nach einem Vorjahresgewinn von 9 Cent. Auch der Umsatz schrumpfte deutlich. Nach 10,4 Milliarden Euro vor einem Jahr setzten die Finnen nur noch 7,4 Milliarden Euro um.

CEO Stephen Elop übt sich in Zuversicht
Bei Nokia schlugen hohe Ausgaben für die neue Smartphone-Serie Lumia zu Buche, welche sich bislang noch nicht am Markt durchgesetzt hat. Auch die Expansion in Schwellenländer, von der sich Nokia den Ausgleich der Rückgänge in Industrieländern verspricht, kostete das Unternehmen viel Geld. Zudem baut Nokia den defizitären Netzwerkausrüster Nokia Siemens Networks von Grund auf um. Unternehmenschef Stephen Elop gibt sich zuversichtlich. «Wir vertrauen in unsere Strategie.» An der Börse von Helsinki notierte die Aktie nach jüngsten Einbrüchen um 1,25 Prozent höher mit 3,07 Euro. (awp/mc/ps)

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