Software AG schliesst 2015 mit einem Rekordquartal ab

Karl-Heinz Streibich
Karl-Heinz Streibich, ehemaliger CEO Software AG. (Foto: Software AG)

Karl-Heinz Streibich, CEO Software AG. (Foto: Software AG)

Darmstadt – Bei der deutschen Software AG hat sich die neue Go-to-Market-Strategie in allen wesentlichen Kennzahlen niedergeschlagen. Im Abschlussquartal des Jahres gelang es dem Konzern zahlreiche neue Bestmarken zu setzen: Der Geschäftsbereich Digital Business Platform erreichte bei Lizenzen eine Steigerung um 23 Prozent, die Wartungen verbesserten sich unterdessen um 10 Prozent. Zusätzlich gelang es der Software AG im abgelaufenen Geschäftsjahr, das Cloud-Geschäft um über 130 Prozent zu steigern.

Adabas & Natural verzeichnete den geringsten Rückgang seit vier Jahren, da A&N-basierte Anwendungen für Kunden erfolgskritisch bleiben. Unterstützt wurde die Stabilität des Geschäfts durch einen verstärkten Fokus auf Kundenorientierung und Innovation der Software AG.

Profitabilität überproportional gesteigert
Bei einem gestiegenen Gesamtumsatz in Höhe von 4 Prozent gelang es dem Konzern im vierten Quartal erneut, seine Profitabilität überproportional zu steigern: Sowohl die operative Ergebnismarge (EBITA, non-IFRS) mit 36 Prozent als auch die EBIT-Marge (IFRS) 31 Prozent erreichten zwei neue historische Rekordmarken. Im Geschäftsjahr 2015 lag die operative Marge mit 30 Prozent über dem vor drei Monaten erhöhten Ausblick (28 bis 29 Prozent). Angetrieben durch die positiven Entwicklungen im vierten Quartal hat die Software AG das Geschäftsjahr 2015 mit einem Umsatz- und Ergebniswachstum erfolgreich abgeschlossen. Für das Jahr 2016 sieht sich das Unternehmen gut aufgestellt, um sein profitables Wachstum weiter anzutreiben.

„Die Ergebnisse des vierten Quartals unterstreichen das enorme Potenzial unserer Digital Business Platform und bestätigen eindeutig unsere Technologieführerschaft im Markt“, so Karl-Heinz Streibich, Vorsitzender des Vorstands der Software AG. „Unser ausgezeichnetes Produktportfolio, unsere grossen Fortschritte bei der Transformation unseres Go-to-Market-Modells, die hohe Loyalität unserer Adabas & Natural-Kundenbasis und die bislang erzielten Effizienzverbesserungen sind die Hauptgründe unseres Aufwärtstrends, den wir 2016 und darüber hinaus fortführen wollen. Schritt für Schritt haben die Verbesserungen im operativen Geschäft zu entsprechenden Erfolgen im letzten Jahr geführt – damit ist aus einer Quartalsentwicklung ein langfristiger Geschäftstrend geworden.“

„Durch organisches Wachstum und gezielte Prozessoptimierungen haben wir die Profitabilität der Software AG im abgelaufenen Quartal auf ein neues Niveau gehoben. Damit sind wir für die Zukunft bestens aufgestellt und gehen davon aus, den Unternehmenswert weiter auszubauen“, so Finanzvorstand Arnd Zinnhardt.

Entwicklung der Geschäftsbereiche
Die Digital Business Platform (DBP) erzielte im abgelaufenen Quartal einen Lizenzumsatz von 74,0 (Vj. 60,2) Millionen Euro und erreichte einen neuen Höchstwert in der Unternehmensgeschichte der Software AG – dies entspricht einem deutlichen Wachstum von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Wartungserlöse lagen mit 63,6 (Vj. 57,9) Millionen Euro rund 10 Prozent über der Vergleichsperiode und setzen ebenfalls eine neue Bestmarke. Entsprechend betrug der Produktumsatz (Lizenzen und Wartungen) im vierten Quartal insgesamt 137,6 (Vj. 118,1) Millionen Euro – ein Plus von 17 Prozent. Im Gesamtjahr 2015 lag der DBP-Umsatz mit 431,5 (Vj. 394,5) Millionen Euro rund 9 Prozent über dem Vorjahr.

Der Geschäftsbereich Adabas & Natural (A&N) erreichte im vierten Quartal 68,2 (Vj. 77,0) Millionen Euro. Die Lizenzerlöse erreichten dabei 28,9 (Vj. 38,4) Millionen Euro. Die Wartungserlöse betrugen im vierten Quartal 39,1 (Vj. 38,4) Millionen Euro. Im Gesamtjahr 2015 lag der Umsatz mit 248,0 (Vj. 245,3) Millionen Euro 1 Prozent über der Vergleichsperiode. Diese Entwicklung spiegelt die Stabilität der A&N-Kundenbasis wieder, die beim Betrieb geschäftskritischer Applikationen weiterhin auf die zuverlässige Technologie der Software AG setzen.
Die Umsätze im Geschäftsbereich Consulting lagen im vierten Quartal bei 51,8 (Vj. 52,2) Millionen Euro. Im Gesamtjahr 2015 betrugen die Erlöse 193,6 (Vj. ohne veräussertes SAP-Beratungsgeschäft: 195,8) Millionen Euro. Gleichzeitig verbesserte sich das Segmentergebnis nach dem Verkauf von nicht-strategischen Einheiten auf 21,8 (Vj. 16,9) Millionen Euro und die Segmentmarge auf 11 (Vj. 8) Prozent.

Gesamtumsatz und Ergebnisentwicklung
Der Gesamtumsatz der Software AG lag im Berichtsquartal bei insgesamt 257,5 (Vj. 247,3) Millionen Euro, ein Plus von 4 Prozent. Auf Gesamtjahressicht lag der Umsatz mit 873,1 (Vj. 857,8) Millionen Euro 2 Prozent über dem Vorjahr. Der Produktumsatz des Konzerns erhöhte sich im vierten Quartal um 5 Prozent auf 205,6 (Vj. 195,0) Millionen Euro. Im Jahr 2015 verbesserte sich der Produktumsatz um 6 Prozent auf 678,8 (Vj. 641,4) Millionen Euro.

Der Wartungsumsatz erreichte in der Berichtsperiode mit 102,6 (Vj. 96,4) Millionen Euro und einem Anstieg von 6 Prozent gegenüber dem Vorjahresniveau einen neuen Quartalsrekordwert. Auch auf Gesamtjahressicht konnte die Software AG mit 406,9 (Vj. 371,3) Millionen Euro und einem 10-prozentigen Anstieg einen neuen Rekord verbuchen. Der Lizenzumsatz lag im vierten Quartal bei insgesamt 103,0 (Vj. 98,6) Millionen Euro und damit 4 Prozent über dem Vorjahr. Im Jahr 2015 lagen die Lizenzerlöse mit 271,9 (Vj. 270,1) Millionen Euro ebenfalls über dem Vorjahresniveau.

Das operative Ergebnis (non-IFRS) verzeichnete einen deutlichen Anstieg angesichts des Produktumsatzes, eines verbesserten Umsatzmixes, höherer Effizienz und eines aktiven Kostenmanagements. So konnte die Software AG im Berichtsquartal ein operatives Ergebnis (non-IFRS) in Höhe von 92,2 (Vj. 88,4) Millionen Euro erwirtschaften, ein Plus von 4 Prozent. Damit lag die operative Ergebnismarge (EBITA, non-IFRS) in der Berichtsperiode bei 36 (Vj. 36) Prozent. Im Gesamtjahr verbesserte sich das operative Ergebnis um 8 Prozent auf 259,1 (Vj. 239,3) Millionen Euro, die operative Ergebnismarge (non-IFRS) sprang auf 30 (Vj. 28) Prozent.

Der erzielte Gewinn vor Zinsen und Steuern EBIT stieg um 12 Prozent im vierten Quartal auf 80,1 (Vj. 71,4) Millionen Euro und im Gesamtjahr um 19 Prozent auf 209,4 (Vj. 176,0) Millionen Euro. Dies entspricht einer EBIT-Marge von 31 (Vj. 29) Prozent für die Berichtsperiode und 24,0 (Vj. 20,5) Prozent für das Jahr 2015. Das Nettoergebnis lag im vierten Quartal bei 56,2 (Vj.47,4) Millionen Euro. Dies entspricht einem Anstieg um 19 Prozent. Das Ergebnis pro Aktie konnte mit 0,73 (Vj. 0,60) Euro noch stärker wachsen. Die Eigenkapitalquote erreichte 60 (31.12.2014: 55) Prozent.

Im Jahresvergleich stieg der Free Cashflow auf 170,0 (Vj. 132,7) Millionen Euro – dies entspricht einem Zuwachs von 28 Prozent. Im vierten Quartal lag der Wert bei 41,2 (Vj. 47,0) Millionen Euro.

Jahresziele erreicht
Mit den Ergebnissen des vierten Quartals hat die Software AG ihre Ziele für das Geschäftsjahr 2015 erreicht: Der DBP-Umsatz verzeichnete währungsbereinigt einen Anstieg von +2 Prozent – dieser Wert liegt über dem Mittelwert des geplanten Wachstums von +0 bis +3 Prozent. Im Geschäftsbereich A&N betrug der währungsbereinigte Rückgang -5 Prozent und lag innerhalb des Ausblicks von -4 und -6 Prozent. Die operative Ergebnismarge (EBITA, non-IFRS) lag 2015 mit 30 Prozent sogar über dem Zielkorridor von 28 bis 29 Prozent.

Ausblick 2016
Auf Basis der steigenden Bedeutung ihres Produktportfolios und der weiteren zu erwartenden positiven Impulse ihrer Go-to-Market-Strategie rechnet die Software AG im Jahr 2016 mit einem währungsbereinigten Anstieg des DBP-Produktumsatzes zwischen +5 und +10 Prozent. Im Bereich A&N erwartet das Unternehmen einen währungsbereinigten Rückgang von -4 und -8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Darüber hinaus rechnet der Konzern mit einer weiteren Verbesserung seiner operativen Ergebnismarge (EBITA, non-IFRS) auf 30 bis 31 Prozent. (Software AG/mc)

Über Software AG
Software AG ermöglicht ihren Kunden, in der digitalen Welt zu den innovativen Gewinnern zu gehören. Die Produkte helfen Unternehmen, bestehende IT-Systeme in einer einzigen Plattform zusammenzuführen, ob in der Cloud oder in der eigenen IT-Umgebung, und damit das Geschäft zu optimieren. Die Kombination aus Prozess-, Integrations- und Echtzeit-Analyse-Software in einer umfassenden Digital Business Platform ermöglicht es den Kunden, die Effizienz ihres operativen Geschäfts zu steigern, Systeme zu modernisieren und Prozesse zu optimieren, um intelligente Entscheidungen zu treffen und einen erstklassigen Service zu bieten. Seit mehr als 40 Jahren steht die Software AG für kundenzentrierte Innovation und ist führend in vielen innovativen IT-Marktkategorien. Die Software AG beschäftigt über 4’350 Mitarbeiter in 70 Ländern und erzielte im Jahr 2015 einen Umsatz von 873 Millionen Euro.

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