STMicroelectronics mit Verlust im vierten Quartal

Carlo Bozotti
Carlo Bozotti, ehemaliger CEO und Chairman STMicroelectronics.

Carlo Bozotti, CEO STMicroelectronics.

Paris – Der Halbleiterhersteller STMicroelectronics macht Verlust im vierten Quartal und muss auch im Gesamtjahr einen deutlichen Gewinnrückgang verbuchen. Unter dem Strich sei im letzten Jahresviertel ein Verlust von elf Millionen US-Dollar angefallen, teilte das Unternehmen am Montagabend in Paris mit. Im Vorquartal war noch ein Plus von 71 Millionen verbucht worden. Der Umsatz sank im vierten Quartal auf 2,19 Milliarden Dollar (Q3: 2,44) und lag damit etwas über dem unteren Wert der im Oktober 2011 gesenkten eigenen Erwartungen.

Das Gemeinschaftsunternehmen ST-Ericsson von STMicroelectronics und Ericsson rutschte im vierten Quartal tiefer in die Verlustzone. Der operative Verlust erhöhte sich von 119 Millionen Dollar ein Jahr zuvor auf 207 Millionen Dollar. Auch im Vergleich zum Vorquartal verschlechterte sich das Ergebnis. Für die kommenden Quartale bleibe die Lage herausfordernd, teilte das Unternehmen mit. Das im Februar 2009 gegründete Joint-Venture ist ein Zulieferer für Handyhersteller und Mobilfunkanbieter und stellt Mobilfunk-Plattformen für die verschiedenen Branchen-Standards her. Seit dem 1. Dezember hat die Gesellschaft mit Didier Lamouche einen neuen Chef. Der STMicroelectronics-Partner Ericsson wird am Mittwoch seine Geschäftszahlen vorlegen.

CEO Bozotti wieder zuversichtlicher
Bereits zu Beginn des dritten Quartals hatte STMicroelectronics mit einem schwierigen Marktumfeld und einem erheblich schwächeren Geschäft mit wichtigen Kunden als ursprünglich geplant gerechnet. Nun gibt sich Unternehmenschef Carlo Bozotti etwas zuversichtlicher und hält zumindest das Ende der Abwärtsbewegung für erreicht. Im Gesamtjahr erwirtschaftet STMicroelectronics einen Gewinn von 650 Millionen Dollar bei einem Umsatz von 9,7 Milliarden Dollar. Im vorangegangenen Geschäftsjahr blieb unter dem Strich ein Plus von 830 Millionen Dollar, der Umsatz lag bei 10,3 Milliarden Dollar. (awp/mc/upd/ps)

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