Swisscom-Töchter kooperieren in Italien mit TIM beim 5G-Ausbau
Bern – In Italien wollen die Swisscom-Tochterfirmen Fastweb/Vodafone und der Telekomkonzern TIM (Telecom Italia) den 5G-Ausbau zusammen schneller voranbringen. Sie haben eine vorläufige Vereinbarung zur gemeinsamen Nutzung von Mobilfunk-Zugangsnetzen getroffen, wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heisst. Schon am Vorabend hatten entsprechende Gerüchte kursiert.
Das Projekt sei ein wichtiger Schritt zur besseren Nutzung der bestehenden Infrastruktur in Italien und einem schnelleren Ausbau, so das Communiqué. Die Unternehmen planen konkret den Ausbau der 5G-Abdeckung für Gemeinden mit weniger als 35’000 Einwohnern. Jeder Betreiber werde für den Netzausbau in 10 Regionen verantwortlich sein, so dass bis Ende 2028 ein Netz mit etwa 15’500 Standorten pro Betreiber entstehen werde.
Im Rahmen der Vereinbarung werde jeder Betreiber in den entsprechenden Gebieten das Funkzugangsnetz (RAN) des jeweils anderen nutzen, um Doppelspurigkeiten zu vermeiden. Die 5G-Abdeckung werde damit auf wenig dicht besiedelte Gebiete ausgeweitet. Solche Kooperationsmodelle sind laut der Swisscom in anderen EU-Ländern weit verbreitet.
Einsparungen im mittleren zweistelligen Millionen-Bereich
Laut einem Swisscom-Sprecher führt der Deal zu Effizienzgewinnen, die in eine raschere und breitere 5G-Einführung reinvestiert werden könnten. «Die Einsparungen werden mit der Migration der Standorte schrittweise ansteigen», so der Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur AWP. «Mittelfristig erwarten wir jährliche Einsparungen im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.»
Die Vereinbarung hat laut den Angaben vorläufigen Charakter. Der endgültige Vertrag werde für das zweite Quartal 2026 erwartet. Der Deal stehe insbesondere unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch das Ministerium für Unternehmen und Made in Italy (MIMIT), die Wettbewerbsbehörde (AGCM) und die Kommunikationsbehörde (AGCom). (awp/mc/pg)