swissICT und SI gewinnen prominente Köpfe für Joint Venture 3L Informatik

Thomas Flatt
Thomas Flatt, Präsident swissICT. (Foto: swissICT)

Zürich – Anfang des Jahres wurde die Lancierung des Joint Ventures 3L Informatik angekündigt. Jetzt geht es in die Umsetzungsphase. Mit Reinhard Riedl, Martin Glinz und Alain Gut konnten drei Branchenpersönlichkeiten für die Initiative 3L Informatik von SI und swissICT gewonnen werden.

Die Idee ist nicht neu aber der Ansatz doch. Mit der 3L Informatik haben die ICT Verbände swissICT und Schweizer Informatik Gesellschaft ein Joint-Venture ins Leben gerufen, dessen Ziel es ist, die Aktualität von Fachwissen in der Informatik sichtbar zu machen.

Nun konnten prominente Köpfe für die Gremien gewonnen werden:

  • Prof. Dr. Reinhard Riedl von der Berner Fachhochschule (BFH) übernimmt die Leitung des Fachbereichs Bildungssysteme.
  • Prof. (emer) Martin Glinz von der Universität Zürich engagiert sich als Verantwortlicher Beirats- und Arbeitsgruppenleiter zum Thema Multiple – Choice Test.
  • Dr. Alain Gut, Präsident der Kommission Bildung von ICTswitzerland, ist im Beirat engagiert.
  • Weitere bekannte Namen im bereits konstituierten Beirat kommen aus den Informatikdepartments der Fachhochschulen aller Landesteile. Ebenso wurden die privaten Bildungsanbieter wie Kalaidos oder m&f engineering mit Vertretern eingebunden.

Zertifikat drei Jahre gültig
Für den Arbeitsmarkt entsteht ein einfach anzuwendendes und sehr transparent gestaltetes Instrument, um abschätzen zu können, ob ein Jobkandidat auf dem aktuellen Stand des Fachwissens ist.

Drei Jahre gilt ein erworbenes Zertifikat, dann kann es jederzeit erneuert werden. Bewertet wird dabei die individuelle Leistung in einem Multiple-Choice Test und der erreichte Punktwert aus der strukturierten Auswertung des Lebenslaufes eines Kandidaten.

Ziel ist es, ein möglichst aktuelles Bild der Wissensentwicklung eines Informatikers zu erhalten, deshalb sind z.B. auch bereits erworbene Punkte einen gewissen Verfall über die Jahre ausgesetzt. Wiederum aktuell erworbenes Wissen z.B. durch Fort- und Weiterbildungen erhöht den Punktestand entsprechend.

Unabhängigkeit und Transparenz
Für Arbeitgeber entsteht dadurch ein einheitlich anwendbares Instrument um die mittlerweile überaus vielfältige Landschaft an Aus- und Fortbildungen sowie diversesten Zertifikaten anhand einer eindeutigen Scala einstufen zu können. Gleichzeitig wird durch eine direkte Gruppierung der berufspraktischen Tätigkeiten gemäss den swissICT-Berufsprofilen aus «Berufe der ICT» eine strukturierte Analyse von Fertigkeits- und Fähigkeitsprofilen möglich.

Für die beiden Verbandspräsidenten Prof. Jürg Gutknecht von SI und Dr. Thomas Flatt von swissICT steht bei der ganzen Initiative die Unabhängigkeit und Transparenz des Zertifizierungsprozesses im Vordergrund. Zur Sicherstellung dieser Ziele und um ein möglichst breites Spektrum an Erfahrung und Kompetenz aus dem nationalen Bildungssystem einfliessen zu lassen, ist die Gewinnung namhafter Kapazitäten schweizerischer Bildungseinrichtungen für den Beirat der 3L Informatik von zentraler Bedeutung.

Bedarf wird signalisiert
«Neben einer fundierten Fachausbildung und systematischer Fortbildung über die gesamte Berufszeit hinweg sind heute auch Themen wie «lateral thinking» und emotionale Intelligenz für eine erfolgreiche Karriere wichtige Fertigkeiten, über die ein Kandidat verfügen sollte» so Prof. Jürg Gutknecht, Verwaltungsrat der 3L Informatik und Hauptverantwortlich für den Bereich Wissen und Analytik.

Das Zertifikat soll auch für die Personalverantwortlichen in Anwender- wie Anbieterunternehmen eine möglichst breite Transparenz bei der Einstufung von Fähigkeits- und Fertigkeitsprofilen der in der Informatik tätigen ermöglichen. «Damit wird auch für uns HR Manager eine bisweilen schwer überschaubare Vielfalt in Titel und Funktionsbezeichnungen mit hoher Präzision aufgelöst. Das schafft mehr gleiche Bedingungen für alle Kandidaten» so eine HR Leiterin im Gespräch.

So geht es weiter
«Im Moment ist 3L Informatik dabei, die organisatorischen und technischen Voraussetzungen für erste Zertifizierungen zu schaffen», so der verantwortliche Projektleiter Stephan Schmid. «Alle Gremien und Ausschüsse sowie unsere Techniker arbeiten mit grosser Energie am Projekt. Das ausgesprochene Ziel ist es, bereits im kommenden Jahr die ersten Zertifizierungskurse anbieten zu können.»

Über 3L Informatik AG
Die 3L Informatik AG ist ein Joint Venture von swissICT und der Schweizer Informatik Gesellschaft (SI). Das Unternehmen hat zum Ziel, schweizweit lebenslang Informatikkompetenz in der Arbeitswelt sicherzustellen.

3L Informatik AG

swissICT

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