Temenos-Grossaktionär Ebner und Petrus Advisers bauen nach Kurseinbruch aus

Temenos-Grossaktionär Ebner und Petrus Advisers bauen nach Kurseinbruch aus
US-Hauptsitz von Temenos in Malvern, PA.

Genf – Temenos-Grossaktionär Martin Ebner hat seinen Anteil deutlich ausgebaut. Auch der aktivistische Investor Petrus Advisers hält nun wieder über 3 Prozent. Am vergangenen Freitag fiel der Aktienkurs auf ein neues Jahrestief.

Über die Beteiligungsgesellschaft Patinex hält Martin Ebner mit seiner Frau, Rosmarie Ebner, seit vergangenem Freitag neu rund 15,6 Prozent, wie aus einer Meldung an die SIX Exchange Regulation (SER) hervorgeht. Der bekannte Investor hatte davor zuletzt knapp 13 Prozent gemeldet.

Petrus Advisers meldet neu 3,423 Prozent. Im Oktober 2022 war erstmals ein Einstieg von Petrus bei Temenos bekannt geworden, damals noch mit weniger als 3 Prozent. Im Mai 2023 meldete der Investor dann einen Anteil von 3,42 Prozent, im September 2023 daraufhin wieder einen Anteil unter 3 Prozent.

Petrus hatte den Austausch von CEO und Präsident gefordert sowie eine umfassende strategische Überprüfung. Später zog sich der frühere CEO Max Chuard zurück. Der stark kritisierte VR-Präsident Andreas Andreades übernahm daraufhin ad interim, trat aber im Mai 2023 als Präsident zurück. Seit kurzem hat Temenos mit Jean-Pierre Brulard nun einen neuen CEO.

Aktie kann sich nicht erholen
Zuletzt hatte sich Petrus Advisers in der Hindenburg-Sache geäussert. Der Shortseller Hindenburg Research attackierte Temenos und beschuldigte die Schweizer Gesellschaft im vergangenen Februar, womöglich Gewinne zu manipulieren. Nach einer externen Untersuchung forderte Petrus von Temenos rechtliche Schritte gegen Hindenburg.

Mit dem Hindenburg-Angriff waren die Aktien von Temenos im Februar um ein Drittel von 90 Franken in den Bereich von 60 Franken abgestürzt. Zwar erholten sie sich im April wieder deutlich, nachdem ein unabhängiger Bericht die Vorwürfe an Temenos entkräftigt hatte. Doch diese Erholung hielt nur kurz, und der Kurs fiel in den vergangenen Wochen gar deutlich unter 60 Franken.

Am letzten Freitag schlossen die Papiere bei 54,40 Franken, so tief wie zuletzt Anfang 2023. In Investorenkreisen wurde zuletzt vor allem die Wahl des neuen CEO kritisiert. (awp/mc/ps)

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