TikTok: Das mächtige Netzwerk

TikTok: Das mächtige Netzwerk
Zuerst war da musical.ly: Der Gründer Alex Zhu hatte die Idee zum Vorgänger von TikTok, als er in einem Zug sass.

800 Millionen User nutzen die chinesische App TikTok. Jetzt droht Donald Trump, sie zu verbannen. Warum interessiert sich der US-Präsident für eine App voller Tanzvideos?

Als Alex Zhu vor rund einem Jahrzehnt in einem Zug Jugendliche beobachtet, die Musik hören, ihre Lippen dazu bewegen und sich dabei filmen, dürfte er nicht geahnt haben, dass er bald eines der grössten sozialen Netzwerke der Welt erfinden würde, genutzt von Hunderten Millionen Menschen weltweit, schneller wachsend als alle anderen: Facebook, Instagram, Twitter, Snapchat.

Noch unwahrscheinlicher, dass er ahnte, dass er einen der mächtigsten Männer der Welt zum Feind haben würde: den amerikanischen Präsidenten.

Zhu, geboren in der chinesischen Provinz Anhui, arbeitete Anfang der Zehnerjahre für das deutsche Unternehmen SAP im Silicon Valley. Eigentlich wollte er eine Plattform für Erklärvideos aufbauen. Doch als er im Zug nach Mountain View die Jugendlichen sieht, kommt ihm eine bessere Idee: eine App, mit der die Nutzerinnen und Nutzer zu ausgewählten Liedern Playback singen oder tanzen können und sich dabei mit der Smartphonekamera aufnehmen – maximal eine Minute lang. So wird er es später in Interviews erzählen. Gemeinsam mit seinem Freund Louis Yang veröffentlichte er im Sommer 2014 einen Prototyp der App. Der Name: musical.ly.

Das neue Netzwerk spricht sich schnell herum, in den USA, auch in Deutschland. Die schwäbischen Zwillinge Lena und Lisa werden zu den ersten globalen Stars der Plattform. Mit Zahnspangengrinsen tanzen sie zu Ed Sheeran und Demi Lovato, 30 Millionen Menschen schauen ihnen dabei zu. Die App wächst schnell, im Jahr 2017 hat sie schon 200 Millionen aktive Nutzer. Ende 2017 kauft der chinesische Konzern ByteDance das Unternehmen, das bereits zwei ähnliche Apps besitzt: Douyin für den chinesischen Markt, TikTok für den Rest der Welt. Im August 2018 fusioniert das bis dato mässig erfolgreiche TikTok mit musical.ly. Schon kurz darauf zählt es zu den am häufigsten installierten Smartphone-Apps auf der Welt – und überholt sogar YouTube, Instagram und WhatsApp.

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