U-Blox sieht Belebung in allen Segmenten und Industrien des Unternehmens

Thomas Seiler
u-blox-CEO Thomas Seiler. (Foto: u-blox)

Zürich – Nach dem Absturz im ersten Halbjahr in die roten Zahlen sieht der Chip- und Sensorenhersteller U-Blox wieder eine Aufhellung am Horizont. Die Aktivitäten in allen Segmenten und Industrien des Unternehmens hätten sich belebt, teilte die Thalwiler Firma am Mittwoch anlässlich des Investorentags mit.

Die Geschäftsaktivitäten von U-Blox hätten sich in Asien am stärksten erholt, hiess es im Communiqué. Auch mit dem Automobilsektor, der von den weltweiten Fabrik- und Geschäftsschliessungen stark in Mitleidenschaft gezogen worden sei, gehe es aufwärts.

Die Autobranche sei eine wichtige Triebfeder für die jüngste Erholung von U-Blox. „Der monatliche Auftragseingang ist seit Mai in jedem aufeinanderfolgenden Monat stark gestiegen.“

Sparmassnahmen von 15 Mio Fr.
Auch wenn die jüngsten Entwicklungen positiv seien, gebe es wegen der zweiten Coronapandemie-Welle noch beträchtliche Unsicherheiten bis ins nächste Jahr. „Das Unternehmen konzentriert sich darauf, in einer starken finanziellen Position zu bleiben“, schrieb U-Blox. Die eingeleiteten Spar- und Effizienzmassnahmen sollen jährlich 15 Millionen Franken bringen.

Auch die Prioritäten und Ausgaben für Forschung und Entwicklung würden überprüft, um „die Technologieführerschaft und Innovation von U-Blox mit den Zielen des freien Cash-Flows in Einklang zu bringen“.

Keine Gewinnprognose
Nach dem Rückzug der Finanzziele für das laufende Jahr und für die mittlere Frist im August wegen der Coronafolgen hält sich das Unternehmen weiter bedeckt. Aufgrund der britischen Übernahmeregeln könne man nach der Kaufofferte für das Londoner Unternehmen Telit keine Gewinnprognose für das Gesamtjahr 2020 abgeben. U-Blox geht davon aus, in naher Zukunft eine Aktualisierung der Prognose vorlegen zu können.

Bis im August hatte das Unternehmen für 2020 einen Umsatz von 380 bis 440 Millionen und einen EBITDA von 40 bis 80 Millionen Franken angepeilt. Beim EBIT hatte die Zielsetzung 0 bis 30 Millionen Franken gelautet.

Zum Vergleich: 2019 hatte U-Blox 385 Millionen Franken Umsatz gemacht und einen EBITDA von 72 Millionen sowie einen EBIT von 43 Millionen Franken erreicht.

Kaufofferte für Telit
Am vergangenen Freitag hat U-Blox dem fast gleich grossen Konkurrenten Telit Communications ein Fusionsangebot unterbreitet. Die Thalwiler bieten in einem nicht-bindenden Angebot eine Fusion per Aktientausch an, bei dem die Telit-Aktien mit 2,50 Pfund pro Stück bewertet würden.

U-Blox zeigt sich davon überzeugt, dass ein Zusammengehen eine starke „strategische Logik“ habe und für beide Seiten hohe Synergien bringen könnte. Bis zum 18. Dezember hat U-Blox nun Zeit, um eine verbindliche Offerte zu unterbreiten. Im Falle eines Merger per Aktientausch, werde Telit zu den vorgeschlagenen Konditionen rund 53 Prozent an dem fusionierten Unternehmen halten. (awp/mc/pg)

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