Vodafone geht Bündnis mit Disney ein

Robert Iger

Diseny-CEO Robert Iger.

Frankfurt – Der US-Medienkonzern Disney wird zum Film- und Serienlieferanten für den deutschen Ableger von Vodafone. Auf der deutschen Internet-Plattform des Mobilfunkbetreibers werden ab Mitte April Fernseh-Serien von Disney abrufbar sein, wie das «Handelsblatt» am Dienstag berichtet.

Dazu gehörten «Desperate Housewives», «Grey’s Anatomy» und «Lost». «Wir sehen in Deutschland noch Möglichkeiten, unsere Angebote auszubauen. Wir wollen noch präsenter werden», zitiert die Zeitung einen Disney-Manager.

Neue Erlösquellen angezapft
Für Disney bietet die Vertriebspartnerschaft zwei Vorteile: Zum einen können die Amerikaner die Reichweite ihrer Programme und Marken ausbauen, zum anderen werden durch das Internetfernsehen neue Erlösquellen angezapft. Kinohits wie «Rapunzel – Neu verföhnt» werden künftig zeitgleich zum Verkaufsstart auf DVD bei Vodafone online abrufbar sein. «Damit entwickeln wir unsere Vertriebswege im deutschsprachigen Raum weiter», sagte ein Disney-Manager der Zeitung. Mit seinem Angebot macht Vodafone dem Bezahlsender Sky, den Kabelkonzernen KDG und Unitymedia und dem Internetfernseh-Angebot der Deutsche Telekom Konkurrenz.

Vodafone wendet sich erneut an obersten Gerichtshof
Im milliardenschweren Steuerstreit mit dem indischen Fiskus wendet sich Vodafone erneut an den obersten Gerichtshof in Neu Delhi. Die dortige Steuerbehörde habe ein Verfahren gegen Vodafone eingeleitet, teilten die Briten am Dienstag mit. Dagegen wehrt sich das Unternehmen. Seit mehreren Jahren schwelt ein Streit um umgerechnet 1,83 Mrd Euro, die Indien von Vodafone fordert. Der Anlass war die Übernahme der indischen Sparte von Hutchison Whampoa durch eine niederländische Vodafone-Tochter im Jahr 2007. Die beiden Parteien sind sich uneins darüber, ob und wie viel Steuern Vodafone dem indischen Fiskus für die Übernahme zahlen muss. Im November hatte der oberste Gerichtshof Indiens Vodafone angewiesen, für den geforderten Betrag Bankgarantien zu hinterlegen. Die gerichtliche Anhörung wurde auf den 19. Juli gelegt.  (awp/mc/ps)

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