Werke bei weltgrösstem Fleischkonzern laufen nach Cyberattacke wieder

Werke bei weltgrösstem Fleischkonzern laufen nach Cyberattacke wieder
JBS-Produktionsstätte im brasilianischen Jundiai.

Rio de Janeiro / Greeley – Der weltgrössten Fleischkonzern JBS hat die Folgen einer massiven Cyberattacke nach mehreren Tagen weitgehend bewältigt. Alle Werke in den USA sollen am Donnerstag wieder mit voller Kapazität arbeiten, teilte der brasilianische Konzern mit. Am Mittwoch lief demnach der Grossteil der Fabriken wieder. Darunter seien die gesamte Schweinefleisch- und Geflügel-Produktion weltweit sowie die meisten Rindfleischfabriken in den USA und Australien.

JBS war am Wochenende Ziel einer Attacke mit Erpressungs-Software geworden, die Urheber werden in Russland vermutet. Bei solchen Angriffen werden Computer verschlüsselt, und die Angreifer verlangen Geld für die Freigabe. JBS betonte, die Backup-Server mit gesicherten Daten seien nicht betroffen gewesen und wurden zur Wiederherstellung der Systeme genutzt. Zunächst standen aber unter anderem diverse Werke in den USA still, wo von JBS-Unternehmen rund ein Viertel der Rindfleisch- und ein Fünftel der Schweinefleisch-Produktion kommt. (awp/mc/ps)

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