Wisekey erleidet im ersten Halbjahr Betriebsverlust von 7,3 Millionen Dollar

Wisekey erleidet im ersten Halbjahr Betriebsverlust von 7,3 Millionen Dollar
Wisekey CEO Carlos Moreira. (Photo: Wisekey)

Zug – Der Cybersecurity-Anbieter Wisekey hat im ersten Halbjahr einen Betriebsverlust von 7,3 Millionen Dollar erlitten. Im Vorjahressemester hatte das Unternehmen mit einem Minus von 7,9 Millionen einen Verlust in ähnlicher Höhe eingefahren.

Der Umsatz kam derweil bei 8,0 Millionen US-Dollar zu liegen nach 12,5 Millionen im ersten Semester 2019. Dieser Rückgang von 36 Prozent sei deshalb zustande gekommen, weil sich das Marktumfeld schwierig präsentiert habe, wurde Finanzchef Peter Ward in einem Communiqué vom Dienstag zitiert.

Viele Produkthersteller, die für ihre Güter auf die Dienste von Wisekey zurückgriffen, hätten ihre Lagerbestände drastisch reduziert und im Vergleich zum Vorjahr etwa 45 Prozent weniger Waren ausgeliefert. Mit einem Barmittelbestand von 17,4 Millionen Dollar sieht sich das Unternehmen derzeit aber solide finanziert.

Das Management habe seit Anfang Jahr ausserdem verschiedene Massnahmen ergriffen, um die Auswirkungen der Corona-Pandemie abzufedern, hiess es in einem Communiqué vom Dienstag. Das operative Geschäft könne damit bis mindestens Ende 2021 gewährleistet werden. Für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen nun ausserdem einen Umsatz im Bereich von 17,0 bis 18,5 Millionen US-Dollar.

„Künstliche Intelligenz der Dinge“
Das Hauptziel für das Gesamtjahr sei es nun, in den Markt der sogenannten „künstlichen Intelligenz der Dinge“ (AIoT) einzusteigen. Dies solle den Verlust an Einnahmen im Bereich Internet der Dinge (IoT) ausgleichen und die kurzfristigen Einnahme maximieren, heisst es weiter.

Gleichzeitig sehe man „bedeutende Marktchancen“ in Sektoren wie Industrie 4.0, Detailhandel, Finanztransaktionen, Automobilindustrie, Smart Cities, Konsumgüter, Gesundheitswesen, Smart Cards, Transport oder auch IT-Infrastruktur.

Die mittelfristige Transformationsstrategie des Unternehmens bestehe darin, die eigene Technologieplattform über langfristige Beziehungen mit strategischen Partnern zu nutzen, um eine Vielzahl an hochkarätigen Kunden zu gewinnen, so das Communiqué. (awp/mc/ps)

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